Dreharbeiten und Bauarbeiten
Anlieger genervt: Park-Druck im Kuhviertel

Münster -

Die Parkplatzsuche wird zurzeit für viele Anwohner im Kuhviertel zur Geduldsprobe. Nicht wenige ärgern sich, dass es auch noch Kontrollen der städtischen Ordnungshüter gibt.

Mittwoch, 12.07.2017, 09:07 Uhr

Wegen dieser Baustelle fallen seit Mitte Mai viele Anwohnerparkplätze beidseits der Überwasserstraße weg. Die Anlieger haben einige Not, nun einen Stellplatz für ihren Pkw zu finden.
Wegen dieser Baustelle fallen seit Mitte Mai viele Anwohnerparkplätze an der Überwasserstraße weg. Anlieger haben einige Not, nun einen Stellplatz für ihren Pkw zu finden. Foto: mfk

Park-Engpass im Kuhviertel: Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass die wenigen Stellplätze regelmäßig von Altstadt- oder Send-Besuchern blockiert werden, fallen seit Mitte Mai auch noch reihenweise Stellplätze wegen großflächiger Leitungsarbeiten weg. Und dann wurden am Wochenende auch noch Szenen für den nächsten „Wilsberg“ gedreht – wofür vorübergehend weitere Parkplätze in Beschlag genommen wurden.

Besonders trifft der Park-Engpass jene, die erst später am Abend von der Arbeit nach Hause kommen. „Dann muss ich oft noch einige Runden durch die Straßen drehen“, beklagt ein Anlieger gegenüber unserer Zeitung. Vor wenigen Tagen platzte ihm irgendwann bei der Stellplatzsuche der Kragen. Er parkte seinen Wagen an einer Stelle, an der er ihn gar nicht parken durfte – damit er endlich den wohlverdienten Feierabend genießen kann.

Krimidrehorte vom Tatort und Wilsberg

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  • Das Antiquariat Solder dient als Dreh- und Angelpunkt von Wilsberg.

    Foto: Markus Lehmann
  • Der Prinzipalplatz von Münster ist immer ein Teil im Tatort und Wilsberg Krimi.

    Foto: Markus Lehmann
  • Auch von diesem Winkel aus wird der Prinzipalplatz gerne genutzt.

    Foto: Markus Lehmann
  • Ein weiterer bekannter Drehort: Der Aasee.

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  • In Münsters Szene-Hafen ist Wilsbergs Patentochter als Rechtsanwältin tätig.

    Foto: Markus Lehmann
  • Der Friedensaal diente schon als Drehort für beide Krimis.

    Foto: Markus Lehmann
  • Das Amtsgericht musste in den älteren Wilsberg-Folgen als Stadtverwaltung herhalten.

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  • Dieses Universitätsgebäude dient im Wilsberg als Polizeirevier.

    Foto: Markus Lehmann
  • Bei einem Tatort wurde der Hafen-Kran in einer Schluss-Szene verwendet.

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  • Der alte Sitz des Aschendorff-Verlages diente im Tatort als eine Großbäckerei.

    Foto: Markus Lehmann
  • Im Bankhaus Lampe war im Tatort ein Priesterseminar untergebracht.

    Foto: Markus Lehmann
  • Auch die Redaktionszentrale der WN war schon Drehort für eine Wilsberg-Folge.

    Foto: Markus Lehmann
  • Das Universitätsschloss wird gerne als Drehort von beiden Münsterkrimis verwendet.

    Foto: Markus Lehmann
  • Der Domplatz ist ein gern genutzter Hintergrund für beide Krimis.

    Foto: Markus Lehmann

Am nächsten Morgen gab es ein böses Erwachen: An der Windschutzscheibe fand er ein Knöllchen, ausgestellt am Abend zuvor nach 21 Uhr. Und er war nicht der einzige, der ein Strafmandat bekam. „Pure Anwohner-Abzocke“, ärgert sich der Falschparker. Er verweist darauf, dass er doch im Besitz eines Anwohner-Parkausweises sei – und schlägt zudem vor, bei Bauarbeiten Ausweich-Parkflächen in der Nähe bereitzustellen.

Kontrollen nach 21 Uhr sind im Kuhviertel keine Seltenheit, betont Hartmut Heinze von der städtischen Bußgeldstelle. Denn regelmäßig würden Pkw im Kuhviertel willkürlich abgestellt – und so andere Anlieger und Fußgänger behindert.

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Zudem stellt Heinze klar, dass es auch bei einem Anwohner-Parkausweis kein Anrecht auf einen Parkplatz gibt – „sondern nur ein Vorrecht“. Gegenüber jenen, die nicht im Besitz eines solchen Ausweises sind. Wenn denn ein Platz frei ist. Ob eine Ausweich-Parkfläche für die Dauer der Bauarbeiten eingerichtet werden kann, das habe man geprüft. Ergebnis: negativ.

So bleibt den Anliegern nur dieser schwache Trost: auf ein Ende der Bauarbeiten zu hoffen. Und bis es so weit ist, wird so mancher wohl noch etliche Ehrenrunden bei der Suche nach einem Stellplatz im Kuhviertel drehen müssen.

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