Kita-Plätze
SPD-Vorstoß soll Entlastung bringen

Münster -

In Münster fehlen akut Kita-Plätze: Jetzt will die SPD neue Wege gehen und mit einem Vorschlag Entlastung schaffen.

Samstag, 22.07.2017, 08:07 Uhr

In Münster soll es künftig auch temporäre Kitas geben, fordert die SPD.
In Münster soll es künftig auch temporäre Kitas geben, fordert die SPD. Foto: Jens Büttner

Weil es in Münster an Kita-Plätzen mangelt und sich diese Situation künftig noch verschärfen könnte, spricht sich die SPD-Ratsfraktion dafür aus, auch temporäre Einrichtungen auf städtischen Flächen zu bauen. „Als Vorbild können hier die Ausbauplanungen für Flüchtlingsunterkünfte dienen“, schreibt die SPD zur Begründung ihres in der vergangenen Ratssitzung eingereichten Antrags, den Anne Schulze Wintzler, kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion, am Freitag im Detail erläuterte.

Danach soll die Stadtverwaltung prüfen, ob sich Randbereiche städtischer Grünanlagen etwa Wienburg- und Südpark, Hafengrundstücke der Stadt und der Stadtwerke sowie Grün- und Parkflächen an städtischen Bädern wie dem Ostbad für die Errichtung von Kindertagesstätten eignen. Weiterhin sollen Filialen der Sparkasse Münsterland Ost , die aufgegeben werden, als mögliche Kita-Standorte in Betracht kommen – ebenso die Fläche des ehemaligen Südbads. „Es fehlen in den nächsten sieben, acht Jahren bis zu 3500 Kita-Plätze“, erklärte Schulze Wintzler.

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Deshalb sei es notwendig, über temporäre Einrichtungen nachzudenken. Die Stadtverwaltung arbeite ernsthaft, gut und mit hohem Druck an der Schaffung neuer Plätze, betonte die SPD-Ratsfrau. Man müsse gleichwohl angesichts der Unterversorgung insbesondere im U3-Bereich „unkonventionelle Maßnahmen“ ergreifen. Um die Stadtverwaltung zu unterstützen, schlägt die SPD die Bildung eines interfraktionellen Arbeitskreises vor. „Das ist kein Thema, wo man nach dem Partei-Label schielt“, meint Schulze Wintzler.

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