Das erste Fazit
Westfalentarif: Die meisten Probleme sind gelöst

Münster -

Transparent, gerecht, bequem, attraktiv – die Versprechen waren vollmundig, als zum 1. August 2017 der „Westfalentarif“ vorgestellt wurde. Doch schon am nächsten Tag gab es Irritationen. Inzwischen klappt alles besser. Ein Fazit der Einführung.

Freitag, 11.08.2017, 19:08 Uhr

Strahlen am Tag der Einführung: NWL-Chef Dr. Ulrich Conradi und NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst.
Strahlen am Tag der Einführung: NWL-Chef Dr. Ulrich Conradi und NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst. Foto: Gunnar A. Pier

Die einen wunderten sich über kleine Preiserhöhungen, andere scheiterten beim Kartenkauf am Automaten oder vermissten Informationen. Jetzt, gut zehn Tage nach Einführung, scheinen die Startschwierigkeiten weitgehend gemeistert zu sein. „Wir sind mit der Einführung zufrieden“, erklärte am Freitag Anne Zimmermann , stellvertretende Sprecherin des Verbands Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL).

Das neue Tarifsystem macht vieles einfacher. Es gilt einheitlich im gesamten Raum Westfalen-Lippe, der bis dahin in fünf Tarifgebiete aufgeteilt war. Begleitet wurde die Einführung von einer großen Kampagne, zum offiziellen Start kam auch der neue NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst nach Münster. „Es wächst zusammen, was zusammengehört“, formulierte NWL-Chef Dr. Ulrich Conradi.

Westfalentarif wird offiziell vorgestellt

1/15
  • Martin Ellerich, Matthias Hehl (Geschäftsführer der Tarifgeschäftsstelle Münsterland/Ruhr-Lippe, Geschäftsführer der WestfalenTarif-GmbH), Jan Wolf Baake, (DB Regio NRW, Leiter Erlösmanagement und Produktinnovation, zugleich Vorsitzender
    des Ausschusses der WestfalenTarif-GmbH) und Reinhard Schulte, (Stadtwerke Münster, Leiter Nahverkehrsmanagement) bei der Infoveranstaltung am 31. Juli 2017 im Hauptbahnhof Münster zum Start des neuen Westfalentarifs.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Zwei, die sich offensichtlich verstehen: Hendrik Wüst und Dr. Ulrich Conradi (NWL-Verbandsvorsteher).

    Foto: Gunnar A. Pier
  • In der Eingangshalle des neuen Hauptbahnhofs in Münster informierten die Beteiligten über den neuen Westfalentarif.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Hendrik Wüste, NRW-Verkehrsminister, bezeichnete den münsterischen Hauptbahnhof als "Kathedrale".

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Marco Jonas Jahn sorgte für eine amüsante Einleitung.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Matthias Reuter lieferte eine humorige Einlage.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Hendrik Wüst und Dr. Ulrich Conradi (NWL-Verbandsvorsteher)

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Hendrik Wüst und Dr. Ulrich Conradi (NWL-Verbandsvorsteher)

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Hendrik Wüst, Dr. Ulrich Conradi (NWL-Verbandsvorsteher)und Moderator Martin Ellerich.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Dr. Ulrich Conradi (NWL-Verbandsvorsteher)

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Hendrik Wüst und Dr. Ulrich Conradi (NWL-Verbandsvorsteher)

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Hendrik Wüst und Dr. Ulrich Conradi (NWL-Verbandsvorsteher)

    Foto: Gunnar A. Pier
  • In der Eingangshalle des neuen Hauptbahnhofs in Münster informierten die Beteiligten über den neuen Westfalentarif.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Martin Ellerich, Matthias Hehl (Geschäftsführer der Tarifgeschäftsstelle Münsterland/Ruhr-Lippe, Geschäftsführer der WestfalenTarif-GmbH), Jan Wolf Baake, (DB Regio NRW, Leiter Erlösmanagement und Produktinnovation, zugleich Vorsitzender
    des Ausschusses der WestfalenTarif-GmbH) und Reinhard Schulte, (Stadtwerke Münster, Leiter Nahverkehrsmanagement) bei der Infoveranstaltung am 31. Juli 2017 im Hauptbahnhof Münster zum Start des neuen Westfalentarifs.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Reinhard Schulte (Stadtwerke Münster, Leiter Nahverkehrsmanagement)

    Foto: Gunnar A. Pier

Frust zum Start

Doch der Wechsel erzeugte hier und dort auch Frust. So waren nicht alle Ticketvarianten vom Start weg überall erhältlich. Besonders die Automaten von Privatbahnen wie Eurobahn und Westfalenbahn streikten. „Es gab technische Probleme, die nicht abzusehen waren“, erklärt Anne Zimmermann. Über Nacht mussten die Automaten umprogrammiert werden. „Wir konnten da keinen Testlauf durchführen.“ Deshalb hätten zwar alle Beteiligten damit gerechnet, dass Komplikationen auftreten – aber sie wussten nicht, welche. „Die meisten Probleme waren innerhalb der ersten Tage erledigt.“

„Der Status hat sich nirgendwo verschlechtert"

Dass tatsächlich alle Ticketvarianten an allen Verkaufsstellen erhältlich sind, bleibt dennoch Zukunftsmusik. So seien viele Geräte in Bussen nicht in der Lage, beispielsweise Monatskarten auszugeben. Wichtig sei aber zu wissen: „Der Status hat sich nirgendwo verschlechtert“. Was früher ging, geht auch künftig.

Mehr zum Thema

Vorstellung: Am Tag vor der Einführung wurde der Tarif im Hauptbahnhof Münster offiziell vorgestellt .

Ausprobiert: Mit dem Nahverkehrszug quer durch Westfalentarif-Land .

Informationen rund ums Ticket und seine Varianten: www.westfalentarif.de

...

Keine Preiserhöhung

Dass der Westfalentarif zu einer Preiserhöhung geführt habe, bestreitet die NWL-Sprecherin. Aber: „Es gab zum 1. August eine Tarifmaßnahme, die mit dem Westfalentarif nichts zu tun hat.“ Sie wäre eh gekommen. Grundsätzlich haben sich durch die regionweite Angleichung einige Preise geändert. Manche Strecken wurden etwas teurer, andere aber auch billiger.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5071893?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F87%2F3862662%2F
ZiBoMo: Narren feiern in Wolbeck - die ersten Bilder
Fotostrecke vom Karnevalsumzug: ZiBoMo: Narren feiern in Wolbeck - die ersten Bilder
Nachrichten-Ticker