Gamescom in Köln
Schlange stehen auf der Spielwiese

Köln -

Die Gamescom ist ein Zockermagnet. In diesem Jahr meldeten die Veranstalter noch am Tag der Eröffnung, dass alle Tagestickets für Privatbesucher ausverkauft sind. Dabei ist das Bild des Gamers als männlicher Nerd mit Brille und ausgewaschenem T-Shirt längst nicht mehr zeitgemäß.

Sonntag, 27.08.2017, 12:08 Uhr

Virtuelle Achterbahnfahrt: Immer mehr Entwickler setzen bei ihren Spielen auf Virtual-Reality-Elemente
Virtuelle Achterbahnfahrt: Immer mehr Entwickler setzen bei ihren Spielen auf Virtual-Reality-Elemente Foto: Mareike Katerkamp

Mit blauen Katzenohren auf dem Kopf sitzt Jessica Dähne auf dem Boden der Kölner Messehalle. Sie wartet. Zwei Spiele will sie während der Gamescom ausprobieren, beide entwickelt vom Unternehmen Ubisoft : das Action-Abenteuer Assassin‘s Creed Origins, das Ende Oktober veröffentlicht wird, und Far Cry 5, für das sich die Fans noch bis Ende Februar gedulden müssen. Eigentlich. Auf der Gamescom gibt es sie schon Monate vor Veröffentlichung zu spielen.

Hunderte andere Besucher warten in einer Schlange neben der Frau, sind sie am Ziel, gibt es 20 Minuten Spielzeit. Jessica Dähne ist das schon gewohnt. Vergangenes Jahr waren es allein vier Stunden für den neuen Teil von Final Fantasy. Sie zuckt mit den Schultern. „So kommt man ins Gespräch.“

Immer mehr Frauen spielen

Das Bild des Gamers als männlicher Nerd mit Brille und ausgewaschenem ­T-Shirt ist längst nicht mehr zeitgemäß. Laut einer YouGov-Umfrage sind knapp die Hälfte der Spieler mittlerweile Frauen, immer mehr davon drängen sich während der Gamescom auch durch die Kölner Messehallen. Gelegenheitsspieler treffen dort auf Profizocker, dazwischen tummeln sich Cos­player, Anhänger eines japanische Verkleidungstrends, die mit Perücken, Schminke und ausgefallenen Kostümen Charaktere aus ihren Lieblingsspielen kopieren.

Die Gamescom ist ein Zockermagnet. Schon im vergangenen Jahr lockte die Spielemesse rund 345 000 Besucher nach Köln, in diesem Jahr meldeten die Veranstalter noch am Tag der Eröffnung, dass alle Tagestickets für Privatbesucher ausverkauft sind. Mit 910 Ausstellern drehte sich auf 201 000 Quadratmetern alles um Computer- und Videospiele. Unternehmen wie Nintendo, Activision Blizzard und Ubisoft präsentierten ihre Neuheiten, Monate vor dem eigentlichen Erscheinungstermin. Das bedeutete Menschenmassen und lange Warteschlangen.

Gamescom in Köln

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  • Tausende Besucher informierten sich auf der Messe über Spieleneuheiten und zockten sich durch die Hallen. Foto: Mareike Katerkamp
  • Tausende Besucher informierten sich auf der Messe über Spieleneuheiten und zockten sich durch die Hallen. Foto: Mareike Katerkamp
  • Tausende Besucher informierten sich auf der Messe über Spieleneuheiten und zockten sich durch die Hallen. Foto: Mareike Katerkamp
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  • Tausende Besucher informierten sich auf der Messe über Spieleneuheiten und zockten sich durch die Hallen. Foto: Mareike Katerkamp
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  • Tausende Besucher informierten sich auf der Messe über Spieleneuheiten und zockten sich durch die Hallen. Foto: Mareike Katerkamp
  • Tausende Besucher informierten sich auf der Messe über Spieleneuheiten und zockten sich durch die Hallen. Foto: Mareike Katerkamp
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  • Tausende Besucher informierten sich auf der Messe über Spieleneuheiten und zockten sich durch die Hallen. Foto: Mareike Katerkamp
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  • Tausende Besucher informierten sich auf der Messe über Spieleneuheiten und zockten sich durch die Hallen. Foto: Mareike Katerkamp
  • Tausende Besucher informierten sich auf der Messe über Spieleneuheiten und zockten sich durch die Hallen. Foto: Mareike Katerkamp
  • Tausende Besucher informierten sich auf der Messe über Spieleneuheiten und zockten sich durch die Hallen. Foto: Mareike Katerkamp
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  • Tausende Besucher informierten sich auf der Messe über Spieleneuheiten und zockten sich durch die Hallen. Foto: Mareike Katerkamp
  • Tausende Besucher informierten sich auf der Messe über Spieleneuheiten und zockten sich durch die Hallen. Foto: Mareike Katerkamp
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  • Tausende Besucher informierten sich auf der Messe über Spieleneuheiten und zockten sich durch die Hallen. Foto: Mareike Katerkamp
  • Tausende Besucher informierten sich auf der Messe über Spieleneuheiten und zockten sich durch die Hallen. Foto: Mareike Katerkamp
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  • Tausende Besucher informierten sich auf der Messe über Spieleneuheiten und zockten sich durch die Hallen. Foto: Mareike Katerkamp

Spieleneuheiten wie Fifa 18

Gerade mal zehn Minuten ist die Spielemesse eröffnet, da hat die Schlange in Halle 7 schon die Drei-Stunden-Marke erreicht. Clevere machen es sich auf Campingstühlen bequem, andere sitzen auf dem Boden und tippen auf ihren Smartphones. Ein junger Mann mit langem Bart bleibt abrupt stehen. „Die wollen alle Call of Duty WW2 spielen?“ Ja, wollen sie. Und bis sie in die von außen nicht einsehbare Box mit 144 Plätzen dürfen, kann es noch dauern.

Eine Halle weiter testen Besucher die neue Version von Fifa, Ende September soll es Fifa 18 im Handel geben. Die Spielzeit ist genau getaktet. Auf einem Display läuft ein Countdown, 15 Minuten auf dem grünen Rasen, danach müssen die Spieler vom Platz. Nintendo-Fans zieht es rüber zum neuen Switch-Titel Super Mario Odyssey. Der Klempner mit blauer Latzhose ist nach wie vor eine der beliebtesten Videospielfiguren. Am Ende gewinnt der neue Titel neben dem Best-of-Gamescom-Award auch den Publikumspreis.

Virtual Reality wartet auf den Durchbruch

Noch immer im Fokus steht auch die Virtual Reality. Erst im vergangenen Jahr sorgten die neuen VR-Brillen für Aufregung, auf den Durchbruch warten die Hersteller bislang aber noch. Auf der Gamescom führen die Brillen Spieler in virtuelle Welten, mal über eine Rennstrecke, mal in die Achterbahn eines Freizeitparks.

Gamescom 2017: The Heart of Gaming

Vielen reicht es nicht mehr, alleine vor der Konsole zu sitzen. Für immer mehr wird Spielen zum gemeinsamen Event. „Games sind das sozialste Medium unserer Zeit“, sagt Felix Falk, Geschäftsführer des Branchenverbands BIU. Zu beobachten ist das beim E-Sport. Tausende Fans fiebern live im Stadion mit, während Profis League of Legends oder Dota 2 spielen. Millionen verfolgen Turniere und Ligen per Live-Stream im Internet. Auch auf der Gamescom sitzen sie vor riesigen Bildschirmen oder starren auf eine Bühne, auf der Profis sich ein Duell mit dem digitalen Rennwagen liefern.

Verkleidet als Pikachu

Kevin Gehlen aus Würzburg wartet in der Schlange von Final Fantasy XV. Der 26-Jährige ist das, was viele unter einem klassischen Gamer verstehen: Neun Stunden verbringt er im Urlaub mit Videospielen, wenn er arbeiten muss, „dann sind es noch so vier bis fünf“, sagt Gehlen und grinst. Am nächsten Tag kommt er noch einmal auf die Messe. Dann verkleidet als Pikachu.

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