Dülmener Tiere lagen tot auf der Koppel
Zwei Pferde möglicherweise vergiftet

Dülmen -

Seit Sonntag ist beim Reitverein in Dülmen-Buldern nichts mehr, wie es war. Betreuer einer Feriengruppe entdeckten am frühen Morgen zwei auf der vereinseigenen Koppel am Bulderner See verendete Pferde.

Montag, 28.08.2017, 17:08 Uhr

Therapiepferd Aragon ist verendet.
Therapiepferd Aragon ist verendet. Foto: m

Das zehnjährige Springpferd Balu und das elfjährige Therapiepferd Aragon müssen laut Todesstarre gegen zwei Uhr nachts verendet sein.

Obduktion in Spezialklinik

Der Verein tut alles, um herauszufinden, wie das geschehen konnte. Bislang vergebens. „Von allen lebenden Tieren, die sich auf der Koppel befanden, sind Blutproben genommen worden, die Ergebnisse sind unauffällig“, versichert die Vereinsvorsitzende, Nadine Kugel . Es gibt keine Hinweise auf verunreinigtes Futter oder giftige Pflanzen auf der Weide. Jetzt bleibt nur noch die Obduktion von Aragon und Balu. Die Kadaver werden derzeit in einer Spezialklinik untersucht. Äußere Verletzungen wiesen die Pferde nicht auf.

Trennzaun umgerannt

In den kommenden Nächten bleibt kein Pferd am Bulderner See auf der Koppel. Denn es bleibt ein schlimmer Verdacht: Ein Unbekannter könnte die Tiere vergiftet haben. Dass sich jemand auf dem Gelände bewegt hat, den die Tiere nicht kannten, dafür spricht, dass sie in Panik geraten sein müssen. In ihrer Unruhe rannten sie einen unter Strom stehenden Trennzaun um. Auch sollen einige Pferde am Sonntagmorgen ungewöhnlich scheu gewesen sein.

Kinder an Verlust heranführen

Der Verein hat ein Kondolenzbuch in der Reithalle ausgelegt, die Mitglieder, vor allem die Kinder, müssen behutsam an den Verlust herangeführt werden. Neben dem ideellen Verlust trifft der Tod zweier junger Pferde den Verein auch finanziell. Auf der Homepage des Vereins findet sich ein Spenden-Button.  

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5109945?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F87%2F3862662%2F
Nachrichten-Ticker