Amtswechsel in der Bezirksregierung
Dorothee Feller ist die erste Frau an der Spitze der Behörde

Münster -

Wechsel an der Spitze der Bezirksregierung in Münster: NRW-Innenminister Herbert Reul hat am Donnerstag Dorothee Feller in das Amt der Regierungspräsidentin eingeführt.

Donnerstag, 31.08.2017, 12:08 Uhr

Amtswechsel in der Bezirksregierung. Foto: Gerharz
Engelbert Rauen, der Vorsitzende des Regionalrates, gratuliert der neuen Regierungspräsidentin Dorothee Feller. Foto: Wilfried Gerharz

Feller , 51, folgt auf Prof. Reinhard Klenke , der nach sechs Jahren im Amt in den Ruhestand verabschiedet wurde. Feller sei „der bestgeeignete Mensch für diesen Posten“, sagte Reul während einer Feierstunde in Münster.



Weit mehr als 350 Gäste waren der Einladung an den Domplatz gefolgt: Feller, die seit 1996 in der Bezirksregierung arbeitet und zuletzt das Amt der Vize-Regierungspräsidentin inne hatte, ist in der über 200-jährigen Geschichte der Bezirksregierung die erste Frau an der Spitze der Behörde; darauf wies Engelbert Rauen, der Vorsitzende des Regionalrates hin. 



Dem Gelsenkirchener Klenke sei es in den vergangenen Jahren gelungen, „einen Ausgleich zwischen Stadt und Land zu organisieren“, sagte Reul in seiner Festansprache. Dabei habe sich der 66 Jahre alte Jurist stets bemüht, “nach vorne zu denken und Klischees zu überwinden”.

Dorothee Feller wird Regierungspräsidentin

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Klenke sei ein “Regierungspräsident in ganz besonderer Zeit” gewesen, betonte Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski, der den Ruhrgebietsteil im Bezirk vertrat. Er wie Reul erinnerten an die Flüchtlingskrise 2015/2016, als die Behörde für die Unterbringung der Asylsuchenden im Bezirk verantwortlich war. “Das war eine ganz große Aufgabe.”

Feller "die beste Wahl"

Feller sei, so Baranowski weiter, “die beste Wahl”, das nicht zuletzt dank ihres bekannten Engagements für die Emscher-Lippe-Region. Der Oberbürgermeister lud die neue Behördenchefin zum Besuch eines Fußballspiels des FC Schalke ein, wohl wissend, dass sowohl Klenke als auch dessen Vorgänger Dr. Peter Paziorek leidenschaftliche Fans des Fußball-Erstligisten sind.

“Wir sind Diener der Allgemeinheit”

Er sei immer gerne Regierungspräsident gewesen, sagte Klenke in seiner Dankesrede. Wichtig sei ihm stets der dienende Gedanke gewesen. “Wir sind Diener der Allgemeinheit”, sagte er. “Man darf diesen Satz nie vergessen.” Wichtig sei ihm stets der Kontakt zu den Menschen in der Region gewesen, er habe ihn stets als Bereicherung empfunden. ”Ich bin auch immer richtig gerne in die Niederlande gefahren”, so Klenke.

Ein dickes Lob bekamen die Mitarbeiter der Bezirksregierung im Besonderen und die öffentliche Verwaltung im Allgemeinen vom scheidenden Chef. ”Wir Behörden leisten einen ziemlich guten Job”, sagte Klenke.

Dankbarkeit auf der einen Seite, Mahnung und Warnung auf der anderen: Wichtige Projekte in der Region würden “totgeprüft” oder juristisch auf Jahre blockiert “von demokratisch nicht legitimierten Gruppen”. Zudem, so der Jurist, müssten die westfälischen Teilregionen ihre Kooperation deutlich intensivieren. Nicht zuletzt, da sich Rheinland und Ruhrgebiet als Metropolregionen definiert hätten.

Den Herausforderungen der Zukunft stellen

Das Finale schließlich gehörte Feller. Sie freue sich auf den morgigen Tag, sagte sie mit Blick auf ihren ersten Arbeitstag in neuer Funktion. Sie bot “allen verantwortlich Handelnden im Bezirk einen engen Austausch” an. Der Emscher-Lippe-Raum sowie das Münsterland müssten sich den Herausforderungen der Zukunft stellen, sagte die 51-Jährige, die zudem betonte, die "Kooperation mit den Niederlanden weiterzuverfolgen und zu intensivieren".

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