Münsters neue CDU-Kreisvorsitzende
Benning setzt auf die Frauenkarte

Münster -

Münsters CDU hat eine neue Kreisvorsitzende. Mit 85,2 Prozent der Stimmen wählten die Mitglieder am Freitagabend bei einer Parteiversammlung in der Stadthalle Hiltrup Sybille Benning zu Nachfolgerin des bisherigen Vorsitzenden Josef Rickfelder.

Samstag, 18.11.2017, 11:11 Uhr

Die münsterische CDU-Prominenz beglückwünschte Sybille Benning (M.) zu ihrer Wahl (v.l.): Dorothee Feller, Josef Rickfelder, Simone Wendland, Markus Lewe und Dr. Stefan Nacke
Die münsterische CDU-Prominenz beglückwünschte Sybille Benning (M.) zu ihrer Wahl (v.l.): Dorothee Feller, Josef Rickfelder, Simone Wendland, Markus Lewe und Dr. Stefan Nacke. Foto: Matthias Ahlke

Konkret wurden 216 Stimmen abgegeben. Davon entfielen 178 auf Benning , 31 CDU-Mitglieder stimmten mit „Nein“, vier mit „Enthaltung“, drei Stimmen waren ungültig. Da Enthaltungen und ungültige Stimmen wie nicht abgegebene Stimmen behandelt werden, resultierte daraus die Zustimmung von 85,2 Prozent.

Anteil der Frauen erhöhen

Sybille Benning, die ohne Gegenkandidatin blieb, nannte als eines ihrer zentralen Ziele für die Parteiarbeit in den kommenden Jahren, den „Anteil der Frauen in den Gremien zu erhöhen“. Besonders im Hinblick auf die Kommunalwahl 2020 will die CDU-Bundestagsabgeordnete Frauen für die politische Arbeit gewinnen.

Darüber hinaus kündigte sie an, die Ortsunionen stärken zu wollen. Sybille Benning begründete ihr Interesse an der Arbeit in der Kreispartei damit, dass sie der münsterischen CDU nach zahlreichen erfolgreichen Wahlkämpfen, die sie – Benning – bis in den Bundestag geführt hätten, etwas zurückgeben wolle.

Norbert Lammert unterstützt Sybille Benning im Wahlkampf

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  • Rückendeckung wenige Tage vor der Bundestagswahl: Die münsterische CDU-Kandidatin Sybille Benning begrüßte am Dienstag Norbert Lammert in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • In der Friedenkapelle trafen sich die CDU-Anhänger.

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  • Der scheidende Bundestagspräsident Norbert Lammert hielt eine bewegende Rede.

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  • CDUler unter sich (von links): Karin Reismann, Josef Rickfelder, Norbert Lammert und Sybille Benning.

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  • Gast und Gastgeberin: Norbert Lammert und Sybille Benning kurz vor Beginn der Veranstaltung auf dem Podium.

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  • Sybille Benning kandidiert in Münster für den Bundestag.

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  • Aufforderung zur Wahl: Norbert Lammert.

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  • Als Dank für seinen Besuch gab's ein Faksimile des westfälischen Friedensvertrags.

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  • Nur noch kurz die Mails checken: Karin Reismann kurz vor Beginn.

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  • Norbert Lammert hielt ein flammendes Plädoyer für die Demokratie.

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  • Sybille Benning und Josef Rickfelder

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Rickfelder mit bewegender Rede

Zuvor war Josef Rickfelder mit Standing ovations verabschiedet worden. In einer bewegenden Rede blickte er stolz auf die Erfolge der vergangenen zwei Jahre zurück. Im Rathaus gebe es wieder eine „gesicherte Gestaltungsmehrheit“ unter Führung der CDU, darüber hinaus habe die CDU bei der Land- und der Bundestagswahl in diesem Jahr alle drei Direktmandate gewonnen.

Der CDU-Oberbürgermeister ging in seinem Grußwort auf die jüngste Debatte zu den Kasernenflächen ein. Er verteidigte die Bereitschaft der Stadt, zum Standort einer Zentralen Ausländer-Behörde (ZAB) zu werden, wenn dafür im Gegenzug die Voraussetzung geschaffen werde, dass die Flüchtlingsbehörden des Landes von den Kasernen abgezogen werden und die Wohnbebauung starten könne. Das sei ein „fairer Deal“, überdies könne sich ein Oberzentrum wie Münster dem Themenkomplex Rückführungen und Abschiebungen nicht versperren, da sie im Ausländerrecht vorgesehen seien. „Wir müssen die Aufgabe wahrnehmen.“ Zum Hintergrund: In der ZAB sollen Rückführungen und Abschiebungen gebündelt werden.

Mitgliederzahl von 4500 auf 2155 gesunken

Einen Wermutstropfen in einer sonst sehr entspannten Parteiversammlung hatte Petra Hensel-Stolz, Mitgliederbeauftragte der Partei. Sie erklärte, dass in der Zeit ihrer CDU-Mitgliedschaft in Münster (32 Jahre) die Mitgliederzahl von 4500 auf 2155 gesunken sei.

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