Brandbrief an Benning
CDU-Ratsherr beklagt „Trauerspiel“ bei Kasernen

Münster -

Die Sorgenfalten werden selbst im CDU-Lager wieder größer: Nachdem die Stadt Münster – wie berichtet – trotz gegenteiligen Bemühens immer noch keinen Kaufvertrag für die Kasernenflächen in Gremmendorf und an der Roxeler Straße vorlegen kann, hat der CDU-Ratsherr für Gievenbeck, Richard-Michael Halberstadt, einen Brandbrief an die münsterische CDU-Bundestagsabgeordnete Sybille Benning geschrieben. 

Dienstag, 19.12.2017, 12:12 Uhr

Schon ab 2018 soll den städtischen Planungen zufolge auf dem Areal der ehemaligen York-Kaserne mit dem Bau der ersten von 1800 Wohnungen begonnen werden. Doch ein Kaufvertrag ist noch nicht in Sicht.
Schon ab 2018 soll den städtischen Planungen zufolge auf dem Areal der ehemaligen York-Kaserne mit dem Bau der ersten von 1800 Wohnungen begonnen werden. Doch ein Kaufvertrag ist noch nicht in Sicht. Foto: Oliver Werner

„Der Unmut in Sachen Kaserne wird immer mehr zum Trauerspiel hier, und keiner will die Verantwortung dafür übernehmen, wann endlich die Entscheidung dort fällt.“

Auch die Ankündigung der Bundeskanzlerin Angela Merkel und des Finanzstaatssekretärs Jens Spahn, die Verträge unter Dach und Fach zu bringen, hätten nichts bewirkt, fasst Halberstadt enttäuscht zusammen. Damit spielt der CDU-Politiker auf die Ankündigungen im diesjährigen Bundestagswahlkampf an, wonach die Stadt Münster und die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben ein Einvernehmen beim Ankauf der York-Kaserne erzielt haben.

Halberstadt sieht schwarz

Schon ab 2018 soll den städtischen Planungen zufolge auf dem Gelände am Albersloher Weg mit dem Bau der ersten von 1800 Wohnungen begonnen werden. Die für Gremmendorf ausgehandelten Parameter sollen dann auch für die Oxford-Kaserne in Gievenbeck übernommen werden, hieß es eine Woche vor der Bundestagswahl.

Jetzt sieht Halberstadt indessen schwarz: „Solange eine Bundesregierung nicht steht und es nur eine geschäftsführende Regierung gibt, wird sich dort nichts tun.“ Dabei hätten in Gremmendorf und Gievenbeck Workshops, Bürgerbeteiligungen sowie Anhörungen für die weitere Entwicklung in den beiden Stadtteilen bereits stattgefunden.

Druck erhöhen

„Wir alle warten auf Wohnraum, und uns wurde zugesichert, dass Ende 2017 alles an Verträgen geklärt ist und auch unterschrieben wäre“, erinnert Halberstadt an die Jubelarien im vergangenen September.

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Aus diesem Grund bittet der CDU-Ratsherr seine Parteifreundin im Bundestag, nochmals das Gespräch mit den im Bund zuständigen Behörden zu suchen, um den Druck zu erhöhen und zeitnah zu einem Vertragsabschluss zu kommen.

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