Ärger bei der Zustellung
Beim Postthema geht die Post ab

Münster -

Absender und Adressaten von Briefen und Paketen sind gleichermaßen über die Zustellung erbost. Teilweise kommen die Sendungen mit großer Verspätung an, kritisieren Leser. Und montags bleibt offenbar häufig der Briefkasten leer.

Dienstag, 09.01.2018, 20:01 Uhr

Empfänger von Post haben das Gefühl, dass vor allem montags keine Briefe mehr zugestellt werden und die Briefkästen leer bleiben.
Empfänger von Post haben das Gefühl, dass vor allem montags keine Briefe mehr zugestellt werden und die Briefkästen leer bleiben. Foto: Matthias Ahlke

Die Beschwerden nehmen zu: Briefe kommen verspätet oder gar nicht an. Pakete bleiben auf der Strecke oder werden erst nach Tagen zugestellt. Das Thema ruft bei Lesern unserer Zeitung viele Reaktionen hervor. Eine Menge Ärger scheint sich aufgestaut zu haben.

Vor allem montags werde keine Post mehr zugestellt, sagen Kritiker. Rainer Ernzer, Sprecher der Deutsche Post DHL Group fürs Münsterland, betont, dass die normale Post eigentlich am nächsten Tag beim Empfänger sein sollte. Eine Besonderheit sei nur der Montag, an dem bezahlte Briefe zugestellt würden, aber keine Infopost in den Kästen landet.

Rückläufiges Briefaufkommen

Ihm platze bald der Kragen, schreibt Herbert Stolte . Er wohnt in Pluggendorf am Aasee. Die Zustellqualität der Briefpost habe sich unsäglich verschlechtert, betont Stolte. Er zitiert dabei die Post, die behaupte, dass jeder Brief innerhalb von zwei Tagen zugestellt sein sollte. Der Bewohner aus Pluggendorf listet auf: Briefe vom 15., 18. und 19. Dezember seien erst am 28. Dezember in seinem Briefkasten gelandet. Die Dezember-Ausgabe einer abonnierten Zeitschrift sei am 6. Januar bei ihm angekommen.

Ernzer wiederholt, dass voll bezahlte Post auch montags zugestellt wird. Dabei sei das Briefaufkommen allgemein definitiv rückläufig, vor allem am Anfang der Woche. Rainer Ernzer bezeichnet das Aufkommen am Wochenanfang als „erschreckend wenig“. Was auch damit zu tun habe, so der Sprecher, dass Unternehmen wie unter anderem Versicherungen ihre Postsendungen bis spätestens Freitagmittag verschicken würden.

Wenig Krankheitsfälle

Samstags verzeichneten die Zusteller darum die meiste Arbeit, montags sei dagegen mit Abstand am wenigsten zu tun, so Ernzer. Und die sogenannte Infopost oder Werbepost, von Ernzer auch als Dialogpost bezeichnet, müsse im Gegensatz zu normalen Briefen erst innerhalb von vier Tagen verschickt werden.

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In Münster sind nach Angaben des Sprechers zurzeit 100 DHL-Zusteller sowie 160 reine Briefzusteller und sogenannte Verbundzusteller unterwegs. Letztere lieferten Briefe und Pakete gleichzeitig aus.

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Rainer Ernzer berichtet, dass es zurzeit unter den Zustellern wenig Krankheitsfälle gebe. Sollte aber doch jemand krank sein, werde ein Springer eingesetzt, der sich im jeweiligen Bezirk auskenne. Sollte sich jedoch niemand finden, wird nach Angaben des Sprechers der Bezirk unter den verbliebenen vier Zustellern aufgeteilt.

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