Nächtlicher Feuerwehreinsatz
Flammen schlagen in Ahlener Fußgängerzone aus Dachstuhl

Ahlen -

(Aktualisiert: 16 Uhr) Einsatz in der Ahlener Fußgängerzone: Unter dem Dach eines Hauses schwelte schon über mehrere Stunden ein Brand, als eine Bewohnerin in der Nacht zu Montag den Qualm bemerkte.

Montag, 29.01.2018, 11:01 Uhr

Nächtlicher Feuerwehreinsatz: Flammen schlagen in Ahlener Fußgängerzone aus Dachstuhl
In der Nacht zu Montag hat es in der Oststraße in Ahlen gebrannt. Foto: Ulrich Gösmann

Vize-Wehrleiter Peter Strickmann spricht von einer „glücklichen Fügung, dass der Brand bemerkt wurde.“ Um 2.39 Uhr ging der Notruf in der Ahlener Feuer- und Rettungswache ein: Kaminbrand in der Oststraße 69. Später schnappten Flammen aus dem von Einsatzkräften geöffneten Dach nach frischer Luft.

„Meine Freundin hat die Qualm- und Geruchsentwicklung als erste bemerkt“, sagt Raphael Fischer , dessen Privatwohnung im dritten Obergeschoss zum Einsatzort dreier Löschzüge wurde. Neben Hauptwache und Süd waren auch die Kameraden aus Vorhelm alarmiert worden. Sie steuerten Einsatzfahrzeuge bei und übernahmen die Bereitschaft an der Hauptwache.

Feuer in der Ahlener Fußgängerzone

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Atemschutz-Trupps angefordert

„Der Kamin war in Ordnung“, stellt Fischer im Redaktionsgespräch klar. Das Rohr müsse wohl so heiß gelaufen sein, dass es im Umfeld angefangen habe, zu kokeln. „Ich habe noch schnell die restliche Glut aus dem Kamin entfernt und dann einen Eimer Wasser zur Abkühlung darüber geschüttet“, schildert er am Morgen die Momente, in denen es um Minuten gegangen sei. Zum Glück habe sich die Brandausdehnung auf die Wohnung beschränkt. Und auch das sei Glück: „Niemand ist körperlich zu Schaden gekommen.“

Die Feuerwehr setzte den Einsatz nach Ersterkundung und Dachstuhl-Diagnose um eine Stufe höher und alarmierte nach, weil weitere Atemschutz-Trupps benötigt wurden. Über Fußgängerzone und Hellstraße wurden zwei Einsatzabschnitte gebildet. In Höhe des Mariengartens fuhr eine der beiden Drehleitern aus; Kameraden öffneten Teile des Dachs und legten Glutnester in einer Zwischendecke frei. Der Innenangriff erfolgte über das rückwärtige Treppenhaus.

Brand schwelte mehrere Stunden lang

Einsatzleiter Wolfram Schneider erklärt am Morgen das Kamin-Konstrukt: Der gemauerte gehe in einen aus Edelstahl über. Der rage zwei Meter aus dem Dach heraus. „Genau da, wo er durch das Dach geht, ist es über mehrere Stunden zu einem Schwelbrand gekommen.“ Wahrscheinlich durch die starke Wärme des Edelstahls. Kräfte lösten vom Drehleiterkorb aus großflächig Rigips-Platten und Dachziegel. Schneider: „Dadurch kam richtig Luft rein und es kam zum offenen Brand.“ Balken des Dachstuhls seien zu diesem Zeitpunkt „ordentlich in der Brandzerlegung“ gewesen. Ein Zeichen, dass der Prozess schon seit Stunden still vor sich hin gelaufen sei. Eine Brandausbreitung auf den gesamten Dachstuhl habe verhindert werden können. Für die letzten Feuerwehrleute war der Einsatz gegen 7 Uhr beendet.

Als Brandursache nannte die Polizei am Nachmittag einen technischen Defekt - und schätzte den Schaden im fünfstelligen Bereich.

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