Russische Stiftungen zahlen hohe Summe
Spendenbereitschaft geht munter weiter

Münster -

Ein Münsterländer, der in Djakarta in Indonesien von der Spendenaktion für Alina erfahren hat und 5000 Euro überweist, eine osteuropäische Familie, die ihr Auto durch die Inspektion schickt, um es Alinas Eltern zu leihen, russische Stiftungen, die ihre Garantien offenbar doch einhalten können – die Spendenbereitschaft für die krebskranke Alina aus Russland geht munter weiter.

Samstag, 24.02.2018, 11:02 Uhr

Alinas Vater Vladimir Kalabukhov mit dem Auto, das ihm eine Familie geliehen hat.
Alinas Vater Vladimir Kalabukhov mit dem Auto, das ihm eine Familie geliehen hat. Foto: Simon Schlattmann

188 000 Euro haben Leserinnen und Leser unserer Zeitung inzwischen gespendet, 125 000 davon hat Simon Schlattmann vom Familienhaus am UKM an das internationale Patientenmanagement (IPM) des UKM überwiesen. Zusammen mit dem Geld russischer Stiftungen ist die 280 000 Euro teure Behandlung (inklusive Knochenmarktransplantation) damit komplett bezahlt.

Das IPM ist Ansprechpartner für ausländische Patienten, die an der Uniklinik behandelt werden möchten. Sie müssen ihre Behandlung vorab bezahlen. Das war bei Alinas Therapie auch so, allerdings hatte die Familie kein Geld mehr, als sich herausstellte, dass der Krebs zurückgekehrt war.

Geld für Nachbehandlung fehlt

Geld ist noch nötig, um auch die Nachbehandlung des 14 Jahre alten Mädchens sicherzustellen. „Wenn alles gut läuft, brauchen wir noch mal 65 000 Euro für die Nachsorge“, sagt Schlattmann. Hinzu kämen Ausgaben für Flüge und für den Aufenthalt in Höhe von weiteren 25 000 Euro. Nach Abzug der 125  000 Euro liegen auf dem Spendenkonto noch 63 000 Euro. „Wir würden gerne sammeln, bis wieder 90 000 Euro drauf sind“, sagt Schlattmann.

Alina selbst geht es nach seinen Worten zurzeit ausgesprochen schlecht. „Der gesamte Verdauungsapparat scheint entzündet zu sein. Alina nimmt an Nebenwirkungen alles mit, was sie kriegen kann“, sagt er.

Inzwischen sind auch Alinas Mutter und Schwester in Deutschland angekommen. Die Schwester gilt als potenzielle Knochenmarkspenderin.

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