Öffentlicher Dienst
Kitas, Müllabfuhr, Bäder - Warnstreik am Dienstag in Münster

Münster -

Müllabfuhr, Stadtverwaltung, städtische Kindertagesstätten, Bäderbetriebe – am Dienstag will die Gewerkschaft Verdi mit einem Warnstreik Druck auf die Arbeitgeberseite ausüben.

Montag, 19.03.2018, 07:03 Uhr

 
 Mit einem Warnstreik am Dienstag will Verdi im Münsterland Druck auf die Arbeitgeber machen. Foto: dpa

Im Vorfeld der dritten Tarifverhandlungsrunde für die rund 2,14 Millionen Beschäftigten des Bundes und der Kommunen in Potsdam, erhöht die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in NRW den Druck auf die Arbeitgeber. Für Dienstag (20. März) ruft der Verdi-Bezirk Münsterland die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes zu einem eintägigen Warnstreik auf.

Aufgerufen sind laut einer Pressemitteilung viele Bereiche des öffentlichen Dienstes unter anderem die Müllabfuhr in Münster, Stadtverwaltungen, städtische Kindertagesstätten, Bäderbetriebe, Baubetriebshöfe und Beschäftigte der LWL-Kliniken Lengerich und Münster.

Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW ) in NRW hat ihre tarifbeschäftigten Mitglieder in den Kindertageseinrichtungen der Stadt Münster zu einem Warnstreik am Dienstag aufgerufen. „Die öffentlichen Arbeitgeber haben es nicht für nötig befunden, ein konkretes Angebot vorzulegen und damit weitere Streikmaßnahmen der Beschäftigten provoziert. Unsere Forderungen liegen auf dem Verhandlungstisch. Der Bund und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände müssen sich bewegen“, so der GEW-Stadtverbandsvorsitzende Ulrich Thoden.

Die Gewerkschaften fordern eine Erhöhung der Tabellenentgelte um sechs Prozent, mindestens aber 200 Euro und die Erhöhung der Entgelte für Praktikanten und Auszubildende um 100 Euro monatlich. Die Laufzeit der Tariferhöhung soll zwölf Monate umfassen.

„Schlag ins Gesicht der Beschäftigten“

Das ist eine Provokation, die nun eine entsprechende Antwort aus den Betrieben und Verwaltungen erhält.

Verdi-Gewerkschaftssekretär Bernd Feldhaus

Verdi-Gewerkschaftssekretär Bernd Feldhaus begründet den Warnstreik so: „Das bisherige Verhalten der Arbeitgeber ist ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten. Die Arbeitgeber haben sich trotz glänzender Kassenlage und sprudelnder Steuerquellen bisher noch keinen Millimeter bewegt. Das ist eine Provokation, die nun eine entsprechende Antwort aus den Betrieben und Verwaltungen erhält. Wir erwarten von den Arbeitgebern, ein ernsthaftes Angebot auf den Verhandlungstisch zu legen, statt weiter mit Provokationen für eine Eskalation zu sorgen“, so Feldhaus.

Demonstrationszug durch die Innenstadt

Die zum Streik aufgerufenen Mitglieder treffen sich am Dienstag ab 10 Uhr auf dem Schlossplatz in Münster. Von dort wird sich ein Demonstrationszug über die Weseler Straße, Moltkestraße, Ludgerikreisel und Ludgeristraße in Richtung Prinzipalmarkt bewegen. Gegen 11.15 Uhr beginnt die Abschlusskundgebung auf dem Prinzipalmarkt.

Warnstreiks on Biteable.

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