„Hinterlassenschaften“ nach den Mottotagen
Zweifelhafte Visitenkarte vor der Reifeprüfung

Warendorf -

Müllberge vor statt im Container. Plastikflaschen, Glasscherben im Emsseepark, wo traditionell der Abschluss der Mottotage stattfindet. Muss das sein? Das fragt sich auch eine Warendorfer Bürgerin, die unserer Zeitung das nebenstehende Foto schickte. Und sie findet: „Feiern ja – aber bitte mit Stil!“ Das sei keine Visitenkarte für die angehende Reifeprüfung der Abiturienten.

Mittwoch, 28.03.2018, 04:03 Uhr

Traditionell enden die Mottotage der Abiturienten im Emsseepark. Um den Müll scherten sich die Abiturienten nicht. Sie ließen ihn einfach liegen.
Traditionell enden die Mottotage der Abiturienten im Emsseepark. Um den Müll scherten sich die Abiturienten nicht. Sie ließen ihn einfach liegen. Foto: Busemann

Nix gegen Spaß, und die Saubermänner der Stadt wollen auch keine Spielverderber sein. Aber muss das sein: Müllberge vor statt im Container. Plastikflaschen, Glasscherben im Emsseepark, wo traditionell der Abschluss der Mottotage stattfindet. Muss das sein? Das fragt sich auch eine Warendorfer Bürgerin, die unserer Zeitung das nebenstehende Foto schickte. Und sie findet: „Feiern ja – aber bitte mit Stil!“ Das sei keine Visitenkarte für die angehende Reifeprüfung der Abiturienten.

Wie berichtet, haben die Gymnasien mit der Mottowoche die voraussichtlich letzte reguläre Schulwoche ihres Lebens eingeläutet, bevor sie nach den Osterferien in die Prüfungen müssen. Die jungen Erwachsenen kostümieren sich und feiern zum Beispiel die „Helden der Kindheit“ wie Supermann oder Pippi Langstrumpf. Heftig diskutiert wurden die diesjährigen Mottotage auch in der Facebookgruppe “Du bist Warendorf, wenn . . .“

So kommentiert Martin Hirsch den diesjährigen Abiturientenspaß: „Schulende ist toll! Feiern macht Spaß und gibt der Freude Ausdruck! Aber dieses alljährliche Affentheater hinterlässt immer einen üblen Beigeschmack! Also liebe Schulabgänger, versucht doch einmal eine positive Präsentation, die bei allen einen guten Eindruck hinterlässt!“

Und Christina Lüth findet: „Ja und nicht so ein Gesaufe und so eine Sauerei wie am Freitagmorgen am Marktkauf. Alles voller Müll, leeren Getränkeflaschen und Schnapsflaschen. Der Mann, der da immer den Parkplatz sauber macht tat mir leid. Feiern ist Ok, aber so etwas muss nicht sein und hinterlässt einen ganz schlechten Eindruck.“ Eni Bas bringt es auf den Punkt: „Miteinander ist das Zauberwort. Euer Handeln zeugt von Unreife.“ Und Julian Schembecker zum Einsatz der Polizei vor dem AWG-Schulgebäude: „Ein klassisches Beispiel, wo Einsatzstunden der Polizei reduziert werden können.“

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