Bei Amokfahrt verletztes Paar
Die Trauung war geplant – das Krankenhaus nicht

Münster -

Die beiden Brautleute, die sich in der Raphaelsklinik am Krankenbett haben trauen lassen, hatten ihre Hochzeit längst im Blick, als sie bei der Amokfahrt am Kiepenkerl verletzt wurden. Für die Klinik war die Trauung im Krankenzimmer eine Premiere.

Donnerstag, 19.04.2018, 11:20 Uhr aktualisiert: 20.04.2018, 11:51 Uhr
In der Raphaelsklinik haben sich zwei bei der Amokfahrt am 7. April Verletzte das Ja-Wort gegeben.
In der Raphaelsklinik haben sich zwei bei der Amokfahrt am 7. April Verletzte das Ja-Wort gegeben. Foto: Oliver Werner

Michael Bührkes Telefon ist im Dauerbetrieb. Seit bekannt wurde, dass zwei verletzte Opfer der Amokfahrt vom Kiepenkerl von Oberbürgermeister Markus Lewe am Krankenbett in der Raphaelsklinik getraut wurden ( wir berichteten darüber ), kann sich der Pressesprecher der Klinik vor Anfragen kaum noch retten.

Doch zugleich muss er einräumen, nicht viel Auskunft geben zu können. Denn das Brautpaar ist bislang entschlossen, sein Inkognito zu wahren: Interviews oder Fotos sind demnach nicht drin. Bührke fungiert derzeit auch als Sprecher der frisch Vermählten – und darf einstweilen nur bekanntgeben, was nicht auf die Identität der beiden schließen lässt.

Nach Amok-Fahrt: Rückkehr zur Normalität

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  • Mit einer Andacht wurde am Mittwochvormittag der Kiepenkerl-Platz, der zuvor von abgebrannten Gedenk-Kerzen und -blumen geräumt worden war, für die Außengastronomie wieder freigegeben. Foto: Oliver Werner
  • Mit einer Andacht wurde am Mittwochvormittag der Kiepenkerl-Platz, der zuvor von abgebrannten Gedenk-Kerzen und -blumen geräumt worden war, für die Außengastronomie wieder freigegeben. Foto: Oliver Werner
  • Mit einer Andacht wurde am Mittwochvormittag der Kiepenkerl-Platz, der zuvor von abgebrannten Gedenk-Kerzen und -blumen geräumt worden war, für die Außengastronomie wieder freigegeben. Foto: Oliver Werner
  • Mit einer Andacht wurde am Mittwochvormittag der Kiepenkerl-Platz, der zuvor von abgebrannten Gedenk-Kerzen und -blumen geräumt worden war, für die Außengastronomie wieder freigegeben. Foto: Oliver Werner
  • Mit einer Andacht wurde am Mittwochvormittag der Kiepenkerl-Platz, der zuvor von abgebrannten Gedenk-Kerzen und -blumen geräumt worden war, für die Außengastronomie wieder freigegeben. Foto: Oliver Werner
  • Mit einer Andacht wurde am Mittwochvormittag der Kiepenkerl-Platz, der zuvor von abgebrannten Gedenk-Kerzen und -blumen geräumt worden war, für die Außengastronomie wieder freigegeben. Foto: Oliver Werner
  • Mit einer Andacht wurde am Mittwochvormittag der Kiepenkerl-Platz, der zuvor von abgebrannten Gedenk-Kerzen und -blumen geräumt worden war, für die Außengastronomie wieder freigegeben. Foto: Oliver Werner
  • Mit einer Andacht wurde am Mittwochvormittag der Kiepenkerl-Platz, der zuvor von abgebrannten Gedenk-Kerzen und -blumen geräumt worden war, für die Außengastronomie wieder freigegeben. Foto: Oliver Werner
  • Mit einer Andacht wurde am Mittwochvormittag der Kiepenkerl-Platz, der zuvor von abgebrannten Gedenk-Kerzen und -blumen geräumt worden war, für die Außengastronomie wieder freigegeben. Foto: Oliver Werner
  • Mit einer Andacht wurde am Mittwochvormittag der Kiepenkerl-Platz, der zuvor von abgebrannten Gedenk-Kerzen und -blumen geräumt worden war, für die Außengastronomie wieder freigegeben. Foto: Oliver Werner
  • Mit einer Andacht wurde am Mittwochvormittag der Kiepenkerl-Platz, der zuvor von abgebrannten Gedenk-Kerzen und -blumen geräumt worden war, für die Außengastronomie wieder freigegeben. Foto: Oliver Werner
  • Mit einer Andacht wurde am Mittwochvormittag der Kiepenkerl-Platz, der zuvor von abgebrannten Gedenk-Kerzen und -blumen geräumt worden war, für die Außengastronomie wieder freigegeben. Foto: Oliver Werner
  • Mit einer Andacht wurde am Mittwochvormittag der Kiepenkerl-Platz, der zuvor von abgebrannten Gedenk-Kerzen und -blumen geräumt worden war, für die Außengastronomie wieder freigegeben. Foto: Oliver Werner
  • Mit einer Andacht wurde am Mittwochvormittag der Kiepenkerl-Platz, der zuvor von abgebrannten Gedenk-Kerzen und -blumen geräumt worden war, für die Außengastronomie wieder freigegeben. Foto: Oliver Werner
  • Mit einer Andacht wurde am Mittwochvormittag der Kiepenkerl-Platz, der zuvor von abgebrannten Gedenk-Kerzen und -blumen geräumt worden war, für die Außengastronomie wieder freigegeben. Foto: Oliver Werner
  • Mit einer Andacht wurde am Mittwochvormittag der Kiepenkerl-Platz, der zuvor von abgebrannten Gedenk-Kerzen und -blumen geräumt worden war, für die Außengastronomie wieder freigegeben. Foto: Oliver Werner
  • Mit einer Andacht wurde am Mittwochvormittag der Kiepenkerl-Platz, der zuvor von abgebrannten Gedenk-Kerzen und -blumen geräumt worden war, für die Außengastronomie wieder freigegeben. Foto: Oliver Werner
  • Mit einer Andacht wurde am Mittwochvormittag der Kiepenkerl-Platz, der zuvor von abgebrannten Gedenk-Kerzen und -blumen geräumt worden war, für die Außengastronomie wieder freigegeben. Foto: Oliver Werner
  • Mit einer Andacht wurde am Mittwochvormittag der Kiepenkerl-Platz, der zuvor von abgebrannten Gedenk-Kerzen und -blumen geräumt worden war, für die Außengastronomie wieder freigegeben. Foto: Oliver Werner
  • Mit einer Andacht wurde am Mittwochvormittag der Kiepenkerl-Platz, der zuvor von abgebrannten Gedenk-Kerzen und -blumen geräumt worden war, für die Außengastronomie wieder freigegeben. Foto: Oliver Werner
  • Mit einer Andacht wurde am Mittwochvormittag der Kiepenkerl-Platz, der zuvor von abgebrannten Gedenk-Kerzen und -blumen geräumt worden war, für die Außengastronomie wieder freigegeben. Foto: Oliver Werner
  • Mit einer Andacht wurde am Mittwochvormittag der Kiepenkerl-Platz, der zuvor von abgebrannten Gedenk-Kerzen und -blumen geräumt worden war, für die Außengastronomie wieder freigegeben. Foto: Oliver Werner
  • Mit einer Andacht wurde am Mittwochvormittag der Kiepenkerl-Platz, der zuvor von abgebrannten Gedenk-Kerzen und -blumen geräumt worden war, für die Außengastronomie wieder freigegeben. Foto: Oliver Werner
  • Mit einer Andacht wurde am Mittwochvormittag der Kiepenkerl-Platz, der zuvor von abgebrannten Gedenk-Kerzen und -blumen geräumt worden war, für die Außengastronomie wieder freigegeben. Foto: Oliver Werner
  • Mit einer Andacht wurde am Mittwochvormittag der Kiepenkerl-Platz, der zuvor von abgebrannten Gedenk-Kerzen und -blumen geräumt worden war, für die Außengastronomie wieder freigegeben. Foto: Oliver Werner
  • Mit einer Andacht wurde am Mittwochvormittag der Kiepenkerl-Platz, der zuvor von abgebrannten Gedenk-Kerzen und -blumen geräumt worden war, für die Außengastronomie wieder freigegeben. Foto: Oliver Werner

Bei Amokfahrt verletzt

So viel immerhin: Braut und Bräutigam waren beide Gäste am Kiepenkerl, also der Amokfahrer in die Menge auf dem Platz fuhr. Die Braut wurde wegen ihrer am Kiepenkerl erlittenen Verletzungen in der Raphaelsklinik behandelt, ihr Mann blieb unverletzt. Die beiden haben sich nicht etwa im Krankenhaus kennengelernt, sondern waren längst ein Paar, als das Unglück sie ereilte. Auch die Hochzeit war schon geplant. „Aber natürlich hatten sie nicht vor, ausgerechnet hier zu heiraten“, sagt Bührke. „Es war sehr ergreifend.“

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Wie geht es der Verletzten? Sie hat offenbar das Schlimmste überstanden. Noch stehen ihr ein paar Tage Krankenhausaufenthalt bevor, aber die Entlassung ist in Sicht.

Trauung im kleinsten Kreis

Die Trauung fand nach Bührkes Angaben im kleinsten Kreis am Mittwochnachmittag um 15.30 Uhr statt – und nicht bereits am Dienstag, wie es in einer Agenturmeldung zunächst hieß. Elf Tage von der schrecklichen Amokfahrt bis zur Standesamtlichen Trauung – „ich war auch beeindruckt, dass das so schnell möglich ist“, sagt Bührke. „Ich bin ziemlich sicher, dass die dramatischen Ereignisse die Entwicklung beschleunigt haben.“

Der Oberbürgermeister als Standesbeamter

Entgegen weit verbreiteter Ansicht sind Bürgermeister genauso wenig qua Amt zu einer Trauung berechtigt wie Kapitäne auf großer Fahrt. Beide Berufsgruppen werden allerdings nicht selten zu Standesbeamten ausgebildet und bestellt. Auch OB Markus Lewe ist befähigt und berechtigt, eine standesamtliche Trauung zu vollziehen. Diese Zusatzqualifikation sei durchaus üblich, um für repräsentative Anlässe gewappnet zu sein, betont eine Stadtsprecherin. Markus Lewe habe schon zuvor in wenigen Fällen dieses schönen Amtes gewaltet – allerdings habe es sich immer um sehr seltene Ausnahmen gehandelt: „Unter diesen besonderen Umständen hat er das sehr gern getan.“ Die Stadt habe auch so ihre Verbundenheit mit den Geschädigten ausdrücken wollen.

...

Für die Raphaelsklinik war es eine Premiere: „Ich habe Aufzeichnungen durchgesehen und auch ältere Ordensschwestern befragt – an eine Trauung konnte sich niemand erinnern.“ Nicht ausgeschlossen, dass es während des Krieges Trauungen im Krankenzimmer gegeben habe – aber in den jetzt überschaubaren Jahrzehnten sei es in jedem Fall die erste gewesen.

Chronologie der Amokfahrt in Bildern

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  • Samstag, 7. April, 15.27: Ein silberfarbener Camping-Bus rast auf den Platz am Kiepenkerl. Am ersten schönen Frühlingstag sitzen zahlreiche Menschen auf dem Platz vor der Gaststätte Kiepenkerl. Die Amokfahrt eines Mannes macht aus dem gutbürgerlichen Idyll eine grauenvolle Szenerie: Zwei Menschen kommen ums Leben, über 20 werden zum Teil schwer verletzt. Der Täter erschießt sich nach der Tat selbst.

    Foto: Stephan R./dpa
  • Kurz nach der Tat herrscht Chaos auf dem Platz. Passanten leisten den Verletzten Erste Hilfe.

    Foto: privat
  • Schnell sind die Einsatzkräfte der Polizei und der Feuerwehr vor Ort. Die Erstversorgung läuft wenige Minuten nach der Tat an. Weil fast zeitgleich eine Demonstration von 1500 Kurden in Münster beginnen soll, befinden sich zahlreiche Polizeikräfte in der Stadt, die zum Einsatzort am Kiepenkerl eilen.

    Foto: Oliver Werner
  • Auf dieser Straße fuhr der Täter am Samstag mit seinem Campingbus bis zum Kiepenkerl-Denkmal. Foto: imago stock&people (Archiv) / Grafik Jürgen Christ
  • Nach der Erstversorgung werden die Verletzten in die Krankenhäuser der Stadt gebracht.

    Foto: Oliver Werner
  • Zunächst ist nur der unmittelbare Bereich um den Tatort abgesperrt...

    Foto: Oliver Werner
  • ... doch nach und nach macht die Polizei die gesamte Innenstadt zur Sperrzone. Denn die Hintergründe der Tat sind noch völlig unklar.

    Foto: Oliver Werner
  • War es ein islamistischer Anschlag? Sind weitere Täter auf der Flucht? Die Gerüchte schießen eine Stunde nach der Tat ins Kraut.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Weil die Einsatzlage zunächst unklar ist, mobilisiert die Polizei mehrere Hundertschaften, die sich vor dem Polizeipräsidium am Friesenring sammeln.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Der Domplatz wird zum Sammelpunkt der Einsatzkräfte. Auch schwer bewaffnete Spezialkräfte der Polizei sind vor Ort.

    Foto: Bernd Thissen/dpa
  • Was schnell klar ist: Die meisten Schwerverletzten der Amokfahrt kommen nach Angaben der Uniklinik Münster (UKM) aus dem Münsterland, aber auch aus Hamm, dem niedersächsischen Vechta und den Niederlanden.

    Foto: Friso Gentsch/dpa
  • Auf dem Schlossplatz sind derweil einige Rettungshubschrauber gelandet. In den ersten Stunden nach der Tat sind laufend Hubschraubermotoren zu hören.

    Foto: Jürgen Grimmelt
  • Ein Inder hält sich in der Sperrzone auf und versteht die Anweisungen der Polizei nicht. Da die Gefahrenlage zu dem Zeitpunkt nicht geklärt ist, fordern die in alle Richtungen ermittelnden Beamten den Mann auf, sich auf den Boden zu legen, wie in einem Video zu sehen ist, das kurz nach der Tat im Netz kursiert. Schnell stellt sich heraus: Der Mann aus Indien hat nichts mit der Sache zu tun.

    Foto: Screenshot/privat
  • Schlange stehen, um zu helfen: Das Uniklinikum ruft am frühen Samstagabend zur Blutspende für die Verletzten auf. Prompt kommen 300 Münsteraner an die Domagkstraße. Bis nach Mitternacht wird schließlich 175 Freiwilligen Blut abgenommen. Überwältigt von der Solidarität bedankt sich das UKM später bei den Helfern.

    Foto: Maren Baars
  • Noch am Samstag ist die Identität des Amokfahrers geklärt: Jens R., wohnhaft in Münster, 48 Jahre alt, Industriedesigner, geboren in Olsberg (Sauerland). Im Laufe des Abends verdichten sich die Anzeichen, dass der von der Polizei als psychisch labil eingestufte Mann allein gehandelt hat. Das Motiv bleibt jedoch zunächst unklar.

    Foto: Privat
  • Polizisten durchsuchen bereits am Samstagabend die Wohnung des Täters in der Zumbroockstraße. Am Sonntag setzen sie die Suche fort. Dabei entdeckten die Ermittler mehrere Gasflaschen, Kanister mit Bioethanol und Benzin sowie eine Deko-Waffe und Polen-Böller. Hinweise auf eine politisch motivierte Tat werden nicht entdeckt.

    Foto: Martin Kalitschke
  • Die Spurensicherung ist auch am späten Samstagabend noch am Tatort. Die Beamten haben außerdem Sprengstoffexperten hinzugezogen. In dem Fahrzeug befindet sich ein verdächtiger Gegenstand...

    Foto: Marius Becker/dpa
  • ... der sich aber als ungefährlich herausstellt. Das Fahrzeug des Täters wird erst in der Nacht zu Sonntag abgeschleppt.

    Foto: David Young/dpa
  • Sichtlich mitgenommen sieht Oberbürgermeister Markus Lewe am späten Samstagabend aus. In Interviews drückt er sein Beileid aus, zeigt sich tief betroffen und lobt die Solidarität der Münsteraner.

    Foto: Oliver Werner
  • Noch am Abend werden Kerzen angezündet und Blumen für die Opfer niedergelegt.

    Foto: dpa
  • Am Tag danach dominiert Trauer und Fassungslosigkeit die Stadt.

    Foto: Oliver Werner
  • Der Platz am Kiepenkerl ist am Sonntagmorgen zunächst noch abgesperrt,...

    Foto: Wilfried Gerharz
  • ...der Rest der Innenstadt ist aber wieder frei zugänglich.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Als der Kiepenkerl-Platz freigegeben wird, hinterlegen die ersten Passanten Blumen. Viele können das Geschehene immer noch nicht fassen.

    Foto: Marius Becker/dpa
  • Am Sonntagmittag kommt Politikprominenz zur Gedenkminute an den Tatort: (v.l.) Münsters Oberbürgermeister, Markus Lewe, NRW-Innenminister Herbert Reul, Bundesinnenminister Horst Seehofer und der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet gedenken der Opfer...

    Foto: Marius Becker/dpa
  • ... und tragen sich ins Kondolenzbuch im Rathaus ein.

    Foto: Martin Kalitschke
  • Unter dem Spruch "In stiller Trauer" sieht man die Unterschriften der Politiker.

    Foto: Friso Gentsch/dpa
  • Die Amokfahrt ruft zahlreiche Medienvertreter auf den Plan. Hier ist Bundesinnenminister Horst Seehofer umringt von Kameras und Mikrofonen.

    Foto: Marius Becker/dpa
  • Am Sonntagabend nehmen 1500 Menschen an einem ökumenischen Gedenkgottesdienst im Paulus-Dom teil.

    Foto: Ina Fassbender/dpa
  • Der Andrang ist riesig: Im Dom müssen die meisten Gottesdienstbesucher stehen.

    Foto: Friso Gentsch/dpa
  • Zu den zahlreichen prominenten Besuchern gehören auch Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (2.v.l.) und Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe (r.)

    Foto: Oliver Werner
  • Bischof Felix Genn (2.v.r.) und Münsters Superintendent Ulf Schlien entzünden während des Gottesdienstes Kerzen.

    Foto: Oliver Werner
  • Viele weitere Gottesdienstbesucher entzünden Kerzen und stellen sie vor dem Dom ab.

    Foto: Friso Gentsch/dpa
  • Auch vor dem Kiepenkerl-Denkmal werden Kerzen angezündet und Blumen abgelegt.

    Foto: Ina Fassbender/dpa
  • Am Montagmorgen hält Oberbürgermeister Markus Lewe noch einmal vor dem Meer aus Blumen und Kerzen vor dem Kiepenkerl inne.

    Foto: Guido Kirchner
  • Karl Hans-Joachim Kunze steht, nachdem das SEK in der Nacht zum Sonntag seine Wohnung in Pirna gestürmt hat, mit den Teilen des Türschlosses vor seiner Wohnungstür. Jens R. hatte einst dort gewohnt. In einer anderen Wohnung des Täters, ebenfalls bei Dresden, finden Ermittler am Sonntag ein 18-seitiges Schreiben. Dabei handelt es sich um eine Art „Lebensbeichte“, die Hinweise auf suizidale Gedanken von Jens R. geben.

    Foto: Daniel Förster
  • Thomas van den Hooven (Pflegedirektor UKM, v.l.), Prof. Dr. Robert Nitsch (Ärztlicher Direktor UKM) und Prof. Dr. Michael Raschke (stellvertretender Ärztlicher Direktor UKM) informieren während einer Pressekonferenz am Sonntag über die Patienten. Drei Schwerstverletzte werden zu dem Zeitpunkt im UKM behandelt, zwei weitere im Clemenshospital. Später am Tag wird bekannt, dass auch Chiara Hoenhorst, eine Volleyballspielerin des USC Münster, durch die Amokfahrt schwer verletzt wurde.

    Foto: Oliver Werner
  • Auch am Dienstag sind vor dem Kiepenkerl Trauerbekundungen zu sehen. Die Gaststätte kündigt an, auf Wunsch der Belegschaft am Mittwoch wieder zu öffnen.

    Foto: Oliver Werner
  • Passanten halten am Dienstag am Tatort inne und gedenken der Opfer.

    Foto: Oliver Werner
  • Vor der Bezirksregierung hängen die Flaggen weiter auf Halbmast.

    Foto: Oliver Werner
  • Eine Stadt steht zusammen: Auch drei Tage nach der Amokfahrt drücken die Münsteraner an vielen Orten und auf verschiedene Arten ihr Mitgefühl gegenüber den Betroffenen aus.

    Foto: Oliver Werner
  • Hätte die Amokfahrt von Münster verhindert werden können? Hätten die Gesundheitsbehörden eingreifen müssen? Nein, sagt Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe (2.v.l.) entschieden auf einer Pressekonferenz am Dienstagmittag. Die Amokfahrt von Münster hätte nach Einschätzung von Lewe nicht verhindert werden können.

    Foto: Oliver Werner

Korrekturhinweis: Zunächst hatte Kliniksprecher Michael Bührke berichtet, dass beide Brautleute bei der Amokfahrt verletzt wurde. Wir haben dies nachträglich korrigiert.

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