Brennpunkt „Zeche Westfalen“
Auto-Freaks sorgen auf Ahlener Zechengelände für Ärger

Ahlen -

Das Ahlener Zechengelände gilt als gelungenes Beispiel für die Nachnutzung des Bergbaus. Doch die Idylle hat Kratzer. Seit über zwei Jahren treffen sich dort in den Abendstunden junge Autofahrer nicht nur aus Ahlen mit lautem Getöse mit ihren getunten Fahrzeugen.

Mittwoch, 23.05.2018, 19:12 Uhr

Die Fläche zwischen den Fördertürmen ist beliebter Treffpunkt der jungen Fahrer mit lautstark getunten Autos. Diesen dichtzumachen, könnte Teil der Lösung sein, hoffen die Anlieger.
Die Fläche zwischen den Fördertürmen ist beliebter Treffpunkt der jungen Fahrer mit lautstark getunten Autos. Diesen dichtzumachen, könnte Teil der Lösung sein, hoffen die Anlieger. Foto: Ralf Steinhorst

Für die Anwohner der Zufahrtsstraßen und die Gewerbetreibenden auf der ­Zeche ist das Maß des Er­träglichen mit Krach zur Nachtzeit, Vermüllung und Vandalismus jetzt endgültig überschritten. Sie trafen sich am Dienstagnachmittag, um über Gegenmaßnahmen zu beraten. Vor zwei Jahren wurden auf der Stapelstraße und auf einem Teilbereich der Zeche Schwellen gesetzt, um das Treiben einzu­dämmen. Das Projekt ist gescheitert, weil die Fahrer sich sogar einen Spaß daraus machen, zwischen den Schwellen zu beschleunigen. „Die stehen mit ihren Autos mit Loch im Auspuff an den Schwellen und geben Gas“, berichtete eine Anwohnerin, die regelmäßig um den Schlaf gebracht wird. Auch die Polizei war bisher machtlos.

Spielfläche wird zur Rennbahn

Zudem werden Flächen befahren, auf denen Autos nichts zu suchen haben. ­Dazu gehört eine Wiese sowie ein Basketballfeld. Diese ist zwar mit Findlingen abgesichert, doch die werden regelmäßig beiseitegeschoben, um auf dem Feld Runden drehen zu können. Kreisförmige Fahrspuren auf der Spielfläche zeugen von dem Treiben. Als dritte neuralgische Fläche gilt der Platz zwischen den beiden Fördertürmen, der als Treffpunkt dient – und das nicht nur an Wochenenden.

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Foto: Ralf Steinhorst

Anlieger fordern Konsequenzen

Die Anlieger fordern deshalb Konsequenzen. „Wenn eine Maßnahme nicht greift, muss man die nächste umsetzen“, bringt es Klaus Thiesing, Sprecher der Anlieger, auf den Punkt. Hier brachte die Versammlung ihre Vorstellungen ein: Der Platz zwischen den Fördertürmen, das Basketballfeld und die Wiese müssen dichtgemacht werden mit dem Ziel, den Fahrern den Spaß zu ver­derben. Die Politik hat an­gedeutet, die Missstände zum Thema zu machen. Dem Bürgermeister soll ein Protokoll der Versammlung zugeleitet werden.

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