Grundstücks-Umgestaltung
Wohnungen für den Kiesekampweg

Münster-Coerde -

Klappt alles wie vorgesehen, kann am westlichen Entree von Münsters Stadtteil Coerde eine Wohnbebauung mit bis zu 180 Wohneinheiten samt eines Supermarkts entstehen. Das ist ein Ergebnis aus einem Gestaltungs-Wettbewerb, bei dem fünf Architekturbüros Vorschläge eingereicht hatten.

Donnerstag, 21.06.2018, 01:00 Uhr

Grundstücks-Umgestaltung: Wohnungen für den Kiesekampweg
Im Sommer 2010 hat der Kaufpark am Kiesekampweg geschlossen. Nun zeichnen sich ganz neue Perspektiven ab: eine Wohnbebauung mit bis zu 180 Wohneinheiten samt einem Supermarkt mit 1000 Quadratmetern Verkaufsfläche. Foto: WN

Licht am Horizont: Für das große Eck-Grundstück am Kiesekampweg gibt es jetzt nach 18 Jahren Stillstand eine positive Perspektive. Klappt alles wie vorgesehen, kann am westlichen Entree von Coerde eine Wohnbebauung mit bis zu 180 Wohneinheiten samt eines Supermarkts mit einer Verkaufsfläche von 1000 Quadratmetern entstehen.

Helmut Holz , der unter anderem auch die Erweiterung des Kinderhauser Zen­trums gebaut hat, ist „seit knapp drei Jahren“, so der Emsdettener, Eigentümer des rund 1,6 Hektar großen Grundstücks, das sich um die Firma Burlage herum erstreckt. Diese ist Eigentümer der Fläche, auf der sich ihre alteingesessene Druckerei befindet.

Gebäudekomplex mit sieben Geschossen

Zur Gestaltung mit einer Wohnbebauung hatte das Planungsamt fünf Architekturbüros in einem Wettbewerb um Vorschläge gebeten. Die Jury hatte am 13. Juni getagt und den Entwurf des Büros Stadtraum Projekt mit dem ersten Preis versehen.

Stadtplaner Andreas Kurz stellte der Bezirksvertretung Nord die Entwürfe vor, die auch bald in Coerde gezeigt werden sollen: Eine Ausstellung werde vorbereitet. Der Siegerentwurf zeichne sich dadurch aus, dass er eine Erschließung vom Kiesekampweg aus vorsehe und einen autofreien Grundstückskern. Das Parken werde außen herum angeordnet: am Kiesekampweg und auch entlang der Bahnlinie. Von der Zufahrt am Kiesekampweg gehe es zum Kundenparkplatz des Supermarkts und zur Tiefgarage.

Der Vorschlag des Siegerentwurfs sehe zum Holtmannsweg und Kiesekampweg hin einen Gebäudekomplex mit sieben Geschossen vor. Ansonsten gebe es mehrere kleine Blöcke und Plätze sowie eine Passage durchs Wohngebiet in Ost-West-Richtung. Auch ein Quartiersplatz gehöre zum Konzept. Kurz: „Das verspricht eine gute Wohnqualität.“ Die anderen Entwürfe hätten andere Erschließungen vorgesehen.

Modell: Geförderter & frei finanzierter Wohnraum

Ob es 180 oder weniger Wohneinheiten werden, wird sich noch zeigen. Es gehe immer um die Frage: Was ist städtebaulich verträglich und zugleich darum, die vorhandene Fläche gut auszunutzen, so Kurz. Überarbeitungsempfehlungen der Jury gebe es hinsichtlich Dichte und Abstände der Blöcke, berichtete er. Dienstleistungen seien an dem Standort möglich, aber neben dem Supermarkt keine weiteren Geschäfte. Er geht davon aus, dass nach den Sommerferien die Freigabe für ein Bebauungsplanverfahren durch den Ausschuss erfolge könne.

„Ich würde mich freuen, wenn nächstes Jahr das Bebauungsplanverfahren durch ist“, sagt Helmut Holz. „Es wäre wünschenswert, wenn wir schnell weiterplanen können.“ Er geht von zwei Bauabschnitten aus: Ob es im Bereich der Bahn losgeht oder doch zunächst mit dem Supermarkt, werde sich noch zeigen. Auch die Zahl der Wohneinheiten könne sich noch ändern. Er ist sicher, „der Siegerentwurf wird eine Bereicherung für Coerde“.

Holz geht von 50 Prozent gefördertem und 50 Prozent frei finanziertem Wohnraum aus. Und von circa 30 bis 35 Prozent Seniorenwohnungen. Aber auch Angebote für kinderreiche Familien solle es geben. Zudem kann sich Helmut Holz vorstellen, einen Pflegestützpunkt aufzunehmen: „Das wird immer sehr gut angenommen.“ Schon jetzt gebe es telefonische Nachfragen nach den Wohnungen.

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