Neue Sitzordnung im Rat
Separater Tisch für die AfD

Münster -

Er konnte es nicht mehr hören: Nach Beschwerden des ÖDP-Politikers Franz Pohlmann wurden im Rat jetzt die Tische umgestellt. Grund für seinen Unmut: Die leisen Gespräche und Anmerkungen der AfD-Männer neben ihm.

Freitag, 06.07.2018, 09:32 Uhr

Martin Schiller (v.l.) und Richard Mol von der AfD-Ratsgruppe sitzen nicht länger direkt neben Franz Pohlmann (ÖDP).
Martin Schiller (v.l.) und Richard Mol von der AfD-Ratsgruppe sitzen nicht länger direkt neben Franz Pohlmann (ÖDP). Foto: kb

Ab sofort sitzen die beiden Mitglieder der AfD-Ratsgruppe, Martin Schiller und Richard Mol , bei Ratssitzungen an einem separaten Tisch. Bislang waren sie Teil einer lang gestreckten Tischreihe, an der auch Ratsmitglieder von Linken, UWG, Piraten und ÖDP saßen.

Der ÖDP-Ratsherr Franz Pohlmann drängte nach eigenem Bekunden darauf, dass der Tisch der AfD von der sonstigen Tischreihe abgerückt wurde. Die bisherige Situation sei nicht mehr „zumutbar“ gewesen.

Als unmittelbarer Sitznachbar von Richard Mol sei er regelmäßig Ohrenzeuge leiser Gespräche und Anmerkungen am AfD-Tisch geworden, so Pohlmann. Die Äußerungen seien zuweilen „menschenverachtend“ gewesen.

Sitzordnung öfter ein Thema

Die Sitzordnung ist im Rat immer wieder ein Thema. Es gab Zeiten, da waren die vier Ratsmitglieder der Linken mit ihren Plätzen sehr unzufrieden, weil sie eigentlich links der SPD sitzen wollten.

Vorübergehend waren auch Martin Schiller und Richard Mol verkracht, so dass beide auseinander gesetzt werden mussten.

Dem Rat gehören 73 Mitglieder aus neun Parteien an.

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