Feuerwehrübung an der Prinzbrücke
Taucher entdecken Tresore

Münster-Hiltrup -

Kurioser Zufallsfund an der Prinzbrücke: Rettungstaucher haben im Dortmund-Ems-Kanal mehrere Tresore und eine Schreckschusspistole gefunden. Die Polizei hat die Funde sichergestellt.

Mittwoch, 18.07.2018, 15:00 Uhr

Bei einer Feuerwehrübung am Dortmund-Ems-Kanal entdeckten Rettungstaucher mehrere Tresore. Die Polizei hat die Funde sichergestellt: „Wir prüfen jetzt, welcher Tresor welchem Einbruch zuzuordnen ist“, so ein Polizeisprecher.
Bei einer Feuerwehrübung am Dortmund-Ems-Kanal entdeckten Rettungstaucher mehrere Tresore. Die Polizei hat die Funde sichergestellt: „Wir prüfen jetzt, welcher Tresor welchem Einbruch zuzuordnen ist“, so ein Polizeisprecher. Foto: mlü

Jede Menge Blaulicht am Kanal: Zwei Rettungswagen, mehrere Feuerwehreinsatzfahrzeuge, ein Abschleppwagen und ein Streifenwagen der Polizei sorgten am Mittwochmorgen für Aufsehen an der Kanalpromenade in Hiltrup. Weil dann später auch ein Schiff der Wasserschutzpolizei und Taucher im Wasser gesichtet wurden, vermuteten manche Passanten und vorbeikommende Radfahrer bereits das Schlimmste. Es handelte sich jedoch nur um eine Übung.

Wie es zu dem Zufallsfund kam

Beteiligt waren fünf Rettungstaucher der Feuerwehr Münster, die zunächst eine schwimmfähige Puppe mit einer Schleifkorbtrage aus dem Wasser geholt hatten. Bei weiteren Tauchgängen stießen sie dann zufällig auf die Tresore. „Die Rettungstaucher wühlten mit den Händen durch den schlammigen Boden, als ob sie nach einem vermissten Opfer suchen würden. Dabei haben sie dann zufällig die Tresore gefunden“, berichtet Zugführer Helmut Böckenholt.

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Foto: mlü

Diebe sparen sich Arbeit

Bei fast jeder Übung würden sie zwar versenkte Fahrräder finden. Tresore sehen die Taucher allerdings nicht alle Tage: „Aber auch das kommt vor“, so Böckenholt. Der Grund, warum die Diebe die Tresore im Wasser entsorgen, liegt nahe, erläutert die Polizei Münster auf Anfrage. „Sie müssen sich in den Täter hineinversetzen. In die Mülltonne passt das Ding ja nicht. Manche flexen die Tresore klein, um sie auf dem Recyclinghof zu entsorgen.“ Sie einfach ins Wasser zu schmeißen macht weniger Arbeit.

Polizei prüft Tresore 

Schon auf den ersten Blick fällt auf: Alle Tresore sind von den Dieben hinten aufgeschweißt worden, um an die Wertgegenstände im Inneren zu gelangen. Für die Polizei sind die Funde trotz des schlechten Zustands von einiger Bedeutung. Alleine die Tatsache, dass diese Tresore an einem Ort versenkt wurden, könnte ein Indiz sein, dass die dazugehörigen Einbrüche von der selben Person oder Bande begangen wurden. „Das muss aber nicht zwangsläufig sein“, erläutert ein Polizeisprecher. „Wir prüfen jetzt in einem ersten Schritt, welcher Tresor welchem Einbruch zuzuordnen ist. Außerdem schaut sich die Spurensicherung die Tresore an.“

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