Müllfahrzeuge mit Gewichtskontrolle ausgestattet
Überfüllte Biotonnen bleiben stehen

Kreis Warendorf -

Übergewicht kann auch bei Biotonnen zu einem ernsthaften Problem werden. Sind sie zu üppig befüllt, können sie platzen und ihr meist übelriechender und gelegentlich fauler Inhalt landet auf der Straße.

Freitag, 20.07.2018, 07:04 Uhr

Dieser Müll gehört in eine Biotonne. Weil diese oft überfüllt sind, bleiben sie mitunter an der Straße stehen. Denn die Behälter sind für hohes Gewicht nicht geeignet und könnten aufreißen.
Dieser Müll gehört in eine Biotonne. Weil diese oft überfüllt sind, bleiben sie mitunter an der Straße stehen. Denn die Behälter sind für hohes Gewicht nicht geeignet und könnten aufreißen. Foto: dpa

Die Stadt Beckum weist in einer Pressemitteilung jetzt darauf hin, dass Fallobst, nasser Rasenschnitt oder alte Blumenerde durchaus schnell zu viel Gewicht verursachen können.

„Eine 240-Liter-Biotonne kann schon zu viel Gewicht haben, wenn sie noch nicht einmal voll ist“, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Müllfahrzeuge seien deshalb mit einer Gewichtskontrolle ausgestattet, die den Ladevorgang abbreche, sobald die Tonne mehr als 120 Kilogramm wiegt, erklärte ein Sprecher der Firma Hellweg Entsorgung. Dann kann die Tonne auch schon einmal voll am Straßenrand zurückgelassen werden. Grund dafür sei nicht, dass das Müllfahrzeug überfordert sei, das Problem sei meistens die Tonne selbst. Diese könne der Länge nach aufreißen, wenn sie angehoben werde. Gerade in Zeiten, in denen viel Abfall bei der Gartenarbeit anfalle, komme es des Öfteren vor, dass die Tonne überfüllt sei.

Obergrenze bei 80 Kilogramm

Udo Bierbaum , Sachgebietsleiter Umwelt- und Geoinformation bei der Stadt Warendorf, kennt dieses Problem ebenfalls. Allerdings trete es in Warendorf recht selten auf, auch wenn dort die Obergrenze beim Befüllen der Tonne schon bei 80 Kilogramm liegt. Er betont ebenfalls, dass die Schwachstelle bei der Tonne liegt. „Der Behälter ist für so hohes Gewicht nicht geeignet.“ Die Gewichtsbeschränkung diene zudem auch dem Schutz der Mitarbeiter. „Stellen sie fest, dass ein Bürger die Tonne überfüllt hat, geben sie einen Hinweis“, erklärt Bierbaum.

„Gelegentlich sind die Tonnen auch schon in die Jahre gekommen und deshalb anfälliger“, erklärt Syliva Ahlbrandt von der Stadt Telgte. Auch Papiertonnen seien gelegentlich überladen, vor allem wenn jemand eine Zeitschriftensammlung entsorgen wollen.

Volle Biotonne wird stehen gelassen

Wolfgang Huth von der Stadt Sendenhorst, gibt als Tipp, Gartenabfälle, insbesondere den Rasenschnitt in der Tonne nicht zu stopfen. Dann sei das Höchstgewicht schnell erreicht oder gar überschritten. Die meisten Bürger in Sendenhorst seien dabei allerdings sehr vernünftig. Überfüllte Tonnen gebe es recht selten. In Beckum wird den Bürgern geraten, einen Test zu machen: „Solange sich die Tonne leicht kippen lässt, ist alles in Ordnung.“ Die Stadt rät den Besitzern großer Gärten außerdem, Bioabfälle mit viel anhaftender Erde oder hohem Gewicht, direkt zum Recyclinghof zu bringen.

In Ahlen kann es ebenfalls passieren, dass Müllwerker die volle Biotonne stehen lassen. „Nur bei geschlossenem Deckel lässt sich die Tonne sauber entleeren, da ansonsten beim Leerungsvorgang die Hälfte des Inhaltes auf der Straße landen könnte oder der Behälter sich in der Entleerungsmechanik verklemmt. Aus diesem Grund bleibt die Tonne stehen“, heißt es auf der Internetseite der Stadt. In der Abfallsatzung Ahlens ist zudem eine Gewichtsbeschränkung für Mülltonnen verankert, da die Mechanik der Müllfahrzeuge dort nur ein bestimmtes Maximalgewicht leeren kann.

Dem Biomüll im Kreis Steinfurt auf der Spur

1/20
  • Kontrolle: In der Fermenterhalle schauen Mitarbeiter einer Firma, wie viele Fremdstoffe sich im Biomüll finden. Seit dem 1. Januar 2014 werden alle Bioabfälle aus dem Kreis Steinfurt im Kompostwerk der Entsorgungsgesellschaft Steinfurt mbH (EGST) auf dem Bioenergiepark-Gelände in Saerbeck kompostiert.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • In einer Vitrine, die sie "Kuriositäten-Kabinett" nennen, sammeln die Mitarbeiter besonders ungewöhnliche Funde. 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Robert Hille vom Bau- und Entsorgungsbetrieb Greven (BEG) kontrolliert die richtige Befüllung von Biotonnen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Kontrolle: In der Fermenterhalle schauen Mitarbeiter einer Firma, wie viele Fremdstoffe sich im Biomüll finden. Seit dem 1. Januar 2014 werden alle Bioabfälle aus dem Kreis Steinfurt im Kompostwerk der Entsorgungsgesellschaft Steinfurt mbH (EGST) auf dem Bioenergiepark-Gelände in Saerbeck kompostiert.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gelbe Karte: Wer Plastiktüten mit in den Biomüll wirft, wird verwarnt.

    Foto: Gunnar A. Pier
  •  Hinter riesigen Toren verrotten in der Fermenterhalle die Bioabfälle aus dem Kreis Steinfurt. Seit dem 1. Januar 2014 werden alle Bioabfälle aus dem Kreis Steinfurt im Kompostwerk der Entsorgungsgesellschaft Steinfurt mbH (EGST) auf dem Bioenergiepark-Gelände in Saerbeck kompostiert.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • <hervorhebung>Müll sortieren in der Saerbecker „Fermenterhalle“: </hervorhebung>Regelmäßig sortieren Fachleute Proben des Biomülls, um zu schauen, wie viele Störstoffe sich darin finden. Denn Plastiktüten, Gläser und anderer Müll verrotten nicht in den großen Bunkern, die sich hinter den Toren links im Bild verbergen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Selbst Besen finden die Kontrolleure im Biomüll.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Selbst Besen finden die Kontrolleure im Biomüll.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Biomüll mit Fremdstoffen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Kompost mit Fremdstoffen: Kleine Glasscherben fallen durchs Sieb.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Mit einem großen Trommelsieb werden Fremdstoffe aus dem Kompost gefischt, der aus dem Biomüll hergestellt wurde.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • In einer Vitrine, die sie "Kuriositäten-Kabinett" nennen, sammeln die Mitarbeiter besonders ungewöhnliche Funde. 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • In einer Vitrine, die sie "Kuriositäten-Kabinett" nennen, sammeln die Mitarbeiter besonders ungewöhnliche Funde. 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • In einer Vitrine, die sie "Kuriositäten-Kabinett" nennen, sammeln die Mitarbeiter besonders ungewöhnliche Funde. 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • In einer Vitrine, die sie "Kuriositäten-Kabinett" nennen, sammeln die Mitarbeiter besonders ungewöhnliche Funde. 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • In einer Vitrine, die sie "Kuriositäten-Kabinett" nennen, sammeln die Mitarbeiter besonders ungewöhnliche Funde. 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • EGST-Mitarbeiter Nico Königkrämer. 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Robert Hille vom Bau- und Entsorgungsbetrieb Greven (BEG) kontrolliert die richtige Befüllung von Biotonnen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Robert Hille vom Bau- und Entsorgungsbetrieb Greven (BEG) kontrolliert die richtige Befüllung von Biotonnen.

    Foto: Gunnar A. Pier
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5919113?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F87%2F3862662%2F
Erschließung in Gremmendorf soll bald starten
Ortstermin auf der York-Kaserne: Konvoy-Geschäftsführer Stephan Aumann (l.) und Wohn- und Stadtbau-Geschäftsführer Dr. Christian Jaeger nehmen den Plan in Augenschein.
Nachrichten-Ticker