Diskussion über Brandschutzmauer im Jovel
Ein Probenraum wird zum Testfall

Münster -

Die Ungeduld des Generalintendanten Dr. Ulrich Peters ist längst publik geworden. Ansonsten zeigen sich alle Beteiligten bei der Frage nach dem neuen Probenraum des Theaters Münster im Jovel sehr schmallippig.

Freitag, 03.08.2018, 09:45 Uhr

Dr. Ulrich Peters wird ungeduldig.
Dr. Ulrich Peters wird ungeduldig. Foto: Wilfried Gerharz

Die Ungeduld des Generalintendanten Dr. Ulrich Peters ist längst publik geworden. Ansonsten zeigen sich alle Beteiligten bei der Frage nach dem neuen Probenraum des Theaters Münster im Jovel sehr schmallippig. Eigentlich sollte es diesen 500 Quadratmeter großen Raum bereits seit dem Herbst 2017 geben. Aber ihn gibt es nicht – was zu Fragen führt.

Gespräche laufen

Das städtische Presseamt spricht von einer „bauaufsichtlichen Prüfung“, die derzeit laufe. „Die baulichen Anforderungen – unter anderem der Brandschutz – müssen erfüllt sein.“ Womit gesagt ist, dass sie bislang nicht erfüllt sind, zumindest aus Sicht der Stadt.

Von Marvin Lindenberg als Jovel-Betreiber ist nur zu hören, dass er auf „ein Einvernehmen“ hoffe. „Und das möglichst schnell.“ Das klingt nicht viel anders als die Auskunft des Presseamtes: „Stadt und Eigentümer führen intensive Gespräche und suchen gemeinsam nach praktikablen Lösungen.“

Worum geht es?

Das Theater benötigt dringend neue Räume für Schauspiel- und Musikproben. Das Jovel eigne sich wegen der guten Erreichbarkeit am Albersloher Weg dafür bestens, wie es heißt.

Für Jovel-Betreiber Lindenberg wiederum bietet die Vermietung ans Theater die Chance, den bislang nicht genutzten, hinteren Teil des alten Kiffe-Geländes zu bewirtschaften und damit Geld zu verdienen.

Im Mittelpunkt der Diskussion steht nun die Frage, ob die Außenmauer den Anforderungen des Brandschutzes genügt. Die Frage sei fachlich schon sehr schwierig, so ein Insider. Erschwerend komme aber hinzu, dass die Stadt Münster in mehrfacher Hinsicht am Prozess beteiligt sei.

Die Hintergründe

Das Theater als städtische Einrichtung möchte die Räume nutzen, die Stadt will zugleich aber ihre nachbarschaftlichen Interessen wahren, denn das Grundstück hinter der Brandschutzmauer gehört ihr. Zu guter Letzt muss die Stadt über die beantragte Nutzungsänderung entscheiden.

Für das Jovel geht es derweil um bares Geld, denn trotz getätigter Investitionen gibt es bislang keine Mieteinnahmen.

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