XY-Sendung zum Fall Jitka Streubelova
Eine „Handvoll Hinweise“, aber nichts Konkretes

Gronau/Münster -

Auch nach der Berichterstattung über den Fall der vermissten Jitka Streubelova in der ZDF-Fernsehsendung „XY ungelöst“ hat die Polizei offenbar noch keine weiteren Hinweise erhalten, die zu der Frau führen.

Donnerstag, 23.08.2018, 18:26 Uhr aktualisiert: 23.08.2018, 19:05 Uhr
XY-Sendung zum Fall Jitka Streubelova: Eine „Handvoll Hinweise“, aber nichts Konkretes
Moderator Rudi Cerne blickt am 20.01.2016 im Studio der Sendung «Aktenzeichen XY ...ungelöst» in Geiselgasteig bei München (Bayern) in die Kamera. Foto: Matthias Balk/dpa

Auch nach der Berichterstattung über den Fall der vermissten Jitka Streubelova in der ZDF-Fernsehsendung „XY ungelöst“ hat die Polizei offenbar noch keine weiteren Hinweise erhalten, die zu der Frau führen. „Es gab eine Handvoll Hinweise“, so der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Münster, Roland Vorholt , am Donnerstag auf WN-Anfrage. „Dabei war aber nichts, was einen sofortigen Handlungsbedarf zur Folge hätte oder einen sofortigen Erfolg verspricht.“

Seit Oktober 2017 spurlos verschwunden

Die nach der Fernsehsendung erfolgten Anrufe seien aus dem „üblichen Umfeld“ gekommen, so Vornholt weiter. Und: „Wir gehen weiterhin jedem Hinweis nach.“

Jitka Streubelova war 51 Jahre alt, als sie im Oktober 2017 spurlos verschwand. Zuletzt gesehen wurde sie am Abend des 21. Oktober von einem Bekannten, der sie vor ihrer Wohnung in der Schiefestraße absetzte. Auf diesen Abend (ab 21 Uhr) bis zum 22. Oktober (6 Uhr) fokussieren sich daher auch die Fragen der Ermittler: Wer hat hier im Umfeld des Hauses Schiefe Straße 17 verdächtigen Personen oder Autos gesehen oder Streit mitbekommen?

Belohnung in Höhe von 5000 Euro

Die Frage nach dem Streit ergibt sich aus dem Hinweis einer Zeugin, die in der fraglichen Nacht durch lauten Streit zwischen einem Mann und einer Frau geweckt wurde. Sie kann sich aber nicht an die Zeit erinnern und auch keine Angaben dazu machen, ob Jitka Streubelova daran beteiligt gewesen sein könnte. Für Hinweise auf die Vermisste hat die Staatsanwaltschaft Münster inzwischen eine Belohnung in Höhe von 5000 Euro ausgesetzt.

Fall in Filmbeitrag nachgestellt

In der Fernsehsendung „XY ungelöst“ war der Fall Jitka Streubelova am Mittwochabend in einem Filmbeitrag nachgestellt worden. Streubelova arbeitete demzufolge als Pflegekraft und absolvierte Reinigungsarbeiten in einem Flüchtlingsheim. Wegen eines Rückenleidens war sie bis wenige Tage vor ihrem Verschwinden zur Kur in Bad Wildungen, knüpfte dort die Bekanntschaft zu einem Mann.

Mehrere Personen bereits überprüft

Im Zuge der Ermittlungen wurden sowohl die Angaben dieser Kurbekanntschaft als auch die eines weiteren Bekannten, mit dem Streubelova in Gronau eine lockere Beziehung führte, überprüft. „Wir können aber ausschließen, dass diese Kurbekanntschaft etwas mit ihrem Verschwinden zu tun hat“, so Erster Kriminalhauptkommissar Ulrich Bux, Leiter der eingesetzten Mordkommission der Polizei Münster, in der ZDF-Sendung.

Auch die Angaben des Gronauer Bekannten seien auf ihre Glaubwürdigkeit hin abgeklopft worden. Bux: „Aufgrund der zeitlichen Nähe zum Verschwinden war natürlich der Bekannte für uns Mittelpunkt unserer Ermittlungen. Aber: Wir konnten viele seiner Angaben aufgrund der Handyverbindungen nachweisen und überprüfen und es gibt keine großen Widersprüche, sodass seine Angaben auch glaubhaft sind.“

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