Montgolfiade
Mit dem Ballon der Morgensonne entgegen

Seppenrade -

Nebelschwaden am Boden, Sonnenaufgang in der Ferne und frühmorgendliche Stille, nur manchmal unterbrochen vom Rauschen des Gasbrenners: So erlebten die Ballonfahrer die Wettbewerbsfahrt der Montgolfiade auf dem Flugplatz Borkenberge.

Montag, 27.08.2018, 07:00 Uhr aktualisiert: 27.08.2018, 07:11 Uhr
Bodennebel hing noch über dem Münsterland, als die Heißluftballons am Sonntagmorgen gegen 7 Uhr vom Flugplatz Borkenberge abhoben.
Bodennebel hing noch über dem Münsterland, als die Heißluftballons am Sonntagmorgen gegen 7 Uhr vom Flugplatz Borkenberge abhoben. Foto: Niklas Tüns

Die Sportflugzeuge am Rande der Landebahn sind in Nebel gehüllt, als sich die Gruppe unweit davon am Flugplatzcafé versammelt. Kurz vor 6 Uhr in der Früh, und dann auch noch an einem Sonntag – unchristliche Aufstehzeiten gehören zum Ballonsport dazu. Die Piloten wie auch ihre Gästen stört das nicht. Im Gegenteil, sie sind froh, beim vierten Versuch während der Montgolfiade in den Borkenbergen endlich abzuheben.

„Es ist mystisch schön“, sagt Hildegard Stork beim Blick gen bald aufgehender Morgensonne. Bereits länger hatte die Lüdinghauserin vor, in den Korb zu steigen. „‚Jetzt oder nie‘ dachte ich mir, als ich von der Veranstaltung direkt vor der Haustür gehört habe.“ 

Ballonfahrt über Lüdinghausen und Ascheberg

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Doch bevor es in die Luft geht, müssen besagter Korb und die Hülle erst einmal in Position gebracht werden. Stork und die anderen Mitfahrer, die im Vorfeld beim ausrichtenden Freiballonsport-Verein Münster und Münsterland ihr Interesse bekundeten, helfen den Piloten dabei. Sie halten die Hülle auf, damit Ventilatoren Luft hineinpusten.

Wir fahren durch das Luftmeer.

Andreas Korte

Kurz vor 7 Uhr, die Morgensonne ist mittlerweile am Horizont aufgetaucht, entschwebt der erste Heißluftballon der Landebahn. Im Minutentakt kommen weitere hinzu. 13 Gefährte sind es letztlich, die beinahe lautlos über Leversum Richtung Osten starten. Nur die Gasbrenner unterbrechen die friedliche Stille hin und wieder. Andreas Korte , Jungpilot mit frischer Lizenz zum Abheben, findet für diese Stimmung einen geradezu philosophischen Satz: „Wir fahren durch das Luftmeer.“ Für Ballonenthusiasten „fliegen“ nur Gefährte, die schwerer als die Luft sind. Dass auch wirklich von „Fahren“ gesprochen wird, darauf legen sie Wert. Nur selten verspricht sich an diesem Morgen ein Neuling.

Wettbewerbsfahrt mit Aufgabe

Mit zunehmender Fahrtdauer entfernen sich die Ballons voneinander. So nähert sich jede „Fahrgemeinschaft“ einem anderen Kirchturm – etwa denen von Hiddingsel, Ottmarsbocholt, Ascheberg, Seppenrade oder Davensberg. Da es sich um eine Wettbewerbsfahrt handelt, gibt es auch eine Aufgabe: einer Kirchturmspitze so nah wie möglich kommen, festgehalten mit GPS-Trackern. „Dieser Wettbewerb ist ein netter Zusatz für uns Piloten“, meint Korte. „Hauptsächlich freuen wir uns aber über das Miteinander sowie gemeinsame Ausfahren.“

Man kann die Ruhe genießen.

Mechthild Peveling

Und bei dem gewinne man eine ganz neue Perspektive, so Mechthild Peveling aus Datteln. „Man kann die Ruhe genießen, und alles sieht aus wie Spielzeug.“ Auch die Verfolgerautos sind von oben zu beobachten. Nach einer bis eineinhalb Stunden holen diese die Ballonfahrer wieder ab, alle sind sicher auf Äckern oder Wiesen gelandet.

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