Holzschutzmittel in Britenhäusern
Bundesanstalt: „Münster nicht betroffen“

Münster -

In Oldenburg wurde eine starke Belastung mit dem giftigen Holzschutzmittel Lindan in Britenhäusern festgestellt. Für Münster gibt die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben Entwarnung.

Montag, 27.08.2018, 06:57 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 26.08.2018, 18:30 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 27.08.2018, 06:57 Uhr
Viele Häuser britischer Soldaten, hier am Torminweg, wurden von der Bima vermietet beziehungsweise verkauft.  
Viele Häuser britischer Soldaten, hier am Torminweg, wurden von der Bima vermietet beziehungsweise verkauft.   Foto: Oliver Werner

In Oldenburg ist die Aufregung groß: Dort wurde in knapp 100 früheren Soldatenwohnungen der britischen Armee starke Belastung mit dem giftigen Holzschutzmittel Lindan festgestellt, was die Mieter verunsichert.

Keine Schadstoffe gefunden

Wie sieht es in Münster aus? Thorsten Grützner, Pressesprecher der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) erklärt auf Anfrage unserer Zeitung, dass in den frei gezogenen Britenhäusern in Münster keine Schadstoffe gefunden worden seien, „auch kein Lindan“.

Die Bima gehe davon aus, „dass die Britenhäuser in Münster frei von schadstoffhaltigen Holzschutzmitteln sind und die Situation damit nicht mit der in Oldenburg zu vergleichen ist“. Das heute als krebserregend eingestufte Holzschutzmittel Lindan wurde in der Nachkriegszeit häufig zum Schutz von Dachstühlen eingesetzt.

Vereinzelt Fälle von Lindan bekannt

„Entsprechende Belastungen könnten daher theoretisch in allen Häusern aus dieser Zeit auftreten“, erklärt Grützner weiter. Bundesweit seien „vereinzelt Fälle von Lindan bekannt geworden“. Der Bima-Sprecher sicherte zu, dass Britenhäuser vor ihrem Verkauf „regelmäßig von fachkundigen Ingenieuren“ untersucht werden.

Im Mittelpunkt des Streits in Oldenburg stehen Häuser, die die Bima vermietet hat. Laut Medienberichten haben sich Mieter darüber beklagt, dass sie erst nach dem Einzug über die Lindan-Belastung informiert wurden.

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