Ausschreibung für das Hellwegnetz beendet
Zuschlag für die Eurobahn

Unna -

Die in der Kritik stehende Eurobahn wird auch nach dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember das sogenannte Hellwegnetz weiter betreiben. Das hat der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) als Auftraggeber im Nachgang der Verbandsversammlung am Freitag mitgeteilt. Die Eurobahn setzte sich in einer europaweiten Ausschreibung durch. Der neue Vertrag läuft bis zum Jahr 2030.

Samstag, 06.10.2018, 11:07 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 05.10.2018, 18:02 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Samstag, 06.10.2018, 11:07 Uhr
Die Eurobahn wird das Hellwegnetz bis 2030 weiterhin betreiben.
Die Eurobahn wird das Hellwegnetz bis 2030 weiterhin betreiben. Foto: Gunnar A. Pier

Zum Hellwegnetz gehören die vier Strecken Münster– Dortmund (RB 50), Dortmund–Soest (RB 59), Münster–Hamm–Bielefeld (RB 69) sowie Münster–Hamm–Paderborn-Warburg (RB 89). Mit dem neuen Verkehrsvertrag werden jährlich rund 5,9 Millionen Zugkilometer gefahren.

Verbunden mit der Vergabe waren mahnende Worte und die scharfe Kritik „von Vertretern aus der Verbandsversammlung am derzeitigen Betrieb auf etlichen von der Eurobahn bedienten Strecken“, teilte NWL-Sprecher Uli Beele am Freitag weiter mit. Im Fokus stand dabei vor allem die Qualität in Ostwestfalen sowie auf der Linie Dortmund–Münster (RB 50).

Abmahnung

Die Eurobahn wurde zu ei­ner Qualitätsoffensive aufgefordert, „die auf eine Vermeidung von Zugausfällen, Unpünktlichkeiten sowie Ausfällen von Zugteilen abzielt“, erklärte Beele. Nach massiven und anhaltenden Problemen hatte der NWL das Tochterunternehmen des französischen Keolis-Konzerns Anfang dieses Jahres abgemahnt.

Einzelne Bewerber dürfen nach dem europäischen Vergaberecht nicht von Ausschreibungen ausgeschlossen werden. Zudem muss der Bieter mit dem günstigsten Angebot den Zuschlag erhalten.

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