Jugendliche ohne Ausweis im Zug
Bundespolizei-Trio führt 15-Jährige ab

Münster -

Ein Fahrgast war schockiert, dass zur Identitätsfeststellung eines 15-jährigen Mädchens die Bundespolizei gleich mit drei Mann auflief. Das hatte einen Grund, sagt ein Sprecher der Bundespolizei.

Donnerstag, 18.10.2018, 18:32 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 18.10.2018, 16:52 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 18.10.2018, 18:32 Uhr
Symbolbild 
Symbolbild  Foto: dpa

Der Anrufer war nach eigenen Angaben geschockt, dass ein 15-jähriges Mädchen von drei Bundespolizisten abgeführt worden sei, weil es sich nicht ausweisen konnte. Dieser Vorfall ereignete sich am Dienstag in einem Zug von Duisburg nach Münster.

Bei der Fahrkartenkontrolle habe die 15-Jährige eine Bahncard vorgezeigt, erzählt der Fahrgast. Der Schaffner forderte die Jugendliche auf – wie bei der Bahncard üblich – zusätzlich einen Ausweis vorzulegen. Eine Legitimation habe die 15-Jährige aber nicht dabei gehabt, so der Fahrgast.

Schaffner forderte Bundespolizei an

Der Schaffner verlangte daraufhin eine Nachzahlung von sieben Euro, auf die sich das Mädchen nicht eingelassen habe. Daraufhin habe der Schaffner die Bundespolizei zur Feststellung der Identität zum Bahnsteig in Münster angefordert.

Das bestätigt Carsten Bente , Sprecher der Bundespolizei-Inspektion Münster. Er könne es gut verstehen, dass die Kollegen für Außenstehende für Aufsehen gesorgt hätten. Aber dies habe auch einen Grund gehabt, so Bente, denn neben den Bundespolizisten sei ein Praktikant im Zuge seiner Ausbildung mit unterwegs gewesen. Mit der Personalienfeststellung war der Fall für die Bundespolizei erledigt, so Carsten Bente.

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