Ehemalige Oxford-Kaserne
Studenten-Einzug gerät ins Stocken

Münster-Gievenbeck -

Es kommt zu Verzögerungen beim Einzug: Um der Wohnungsnot in Münster speziell bei den Studenten zu begegnen, war die Stadt Münster mit dem Studierendenwerk übereingekommen, dass ehemalige umgebaute Truppenquartiere in der Oxford-Kaserne vorübergehend Studenten zur Verfügung gestellt werden. Doch es gibt offensichtlich Probleme.

Freitag, 02.11.2018, 18:43 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 02.11.2018, 18:04 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 02.11.2018, 18:43 Uhr
In der ehemaligen Oxford-Kaserne ließ die Stadt vor Jahren einige Mannschaftsunterkünfte umbauen. Diese sollten kurzfristig von Studenten bezogen werden. Doch es gibt Unstimmigkeiten zwischen Stadt und dem Studierendenwerk. Diese sollen aber in der nächsten Woche bereinigt sein.
In der ehemaligen Oxford-Kaserne ließ die Stadt vor Jahren einige Mannschaftsunterkünfte umbauen. Diese sollten kurzfristig von Studenten bezogen werden. Doch es gibt Unstimmigkeiten zwischen Stadt und dem Studierendenwerk. Diese sollen aber in der nächsten Woche bereinigt sein. Foto: kbö

Wie unsere Zeitung erfuhr, sind es unter anderem finanzielle Gründe, die einen geplanten Bezug der Immobilien bislang verhinderten. So herrscht dem Vernehmen nach zwischen dem Studentenwerk und den städtischen Behörden – unter anderem dem Sozialamt – Unstimmigkeit bezüglich der Übernahme des Inventars. Von etwas über 33 000 Euro ist da die Rede – zu zahlen für die vorhandenen Betten, Matratzen, Stühle, Tische, Waschmaschinen, Trockner, Herde oder für Kleiderschränke.

Das sagt das Studierendenwerk

„Wir befinden uns derzeit in Gesprächen diesbezüglich mit der Stadt Münster“, bestätigt Studierendenwerk-Geschäftsführer Frank Olivier einen gewissen Klärungsbedarf. Im Vorfeld der Verhandlungen über die Nutzung einzelner Kasernenblöcke für studentisches Wohnen habe die Stadt „signalisiert, dass die „Einrichtungsgegenstände im Mietpreis enthalten sind“. So zumindest habe er die Verhandlungen interpretiert.

Da sich die Angelegenheit nun anders darstelle, bestehe weiterer Gesprächsbedarf. Klärende Gespräche sollen Anfang der kommenden Woche zu einem endgültigen Ergebnis führen. „Dann hoffen wir, sofort in die Vermietung einsteigen zu können“, sagt Frank Olivier optimistisch. Für Verzögerungen hätten auch zu klärende Notwendigkeiten gesorgt, wie ein Frischwasseranschluss mit nachfolgender Hygieneprüfung. In diesem Zusammenhang lobt Olivier die „sehr gute und konstruktive Zusammenarbeit mit der Stadt“.

Für eine Stellungnahme von städtischer Seite war am gestrigen Nachmittag niemand mehr zu erreichen.

Die Vorgeschichte

Zum Hintergrund: Nachdem die Stadt mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) Einigkeit bezüglich der Übernahme der beiden Kasernen-Areale in Gievenbeck und Gremmendorf erzielt hatte, kam die Idee auf, in den ehemaligem Mannschaftsquartieren Studenten unterzubringen. Große Umbauarbeiten waren nicht nötig, da betreffende Immobilien im Zuge der Flüchtlingskrise vor zwei bis drei Jahren ohnehin als Notunterkünfte umgebaut worden waren. Somit war ein kurzfristiger Bezug möglich.

Seitens des Amts für Immobilienmanagement wollte und will man dem Studierendenwerk die Blocks für ein Jahr überlassen. Das Studierendenwerk würde – so drückte es vor wenigen Wochen eine Pressesprecherin aus – die Immobilien gerne länger nutzen. Durch die geplante Entwicklung des „Oxford-Quartiers“ dürfte sich dieser Wunsch allerdings nicht erfüllen.

Die ohnehin schon angespannte Wohnungssituation verschärft sich noch durch die Tatsache, dass sich zwei Wohnheime des Studierendenwerks derzeit im Umbau befinden: Heekweg und Gescherweg. Somit fehlen per sé 500 Wohneinheiten. Die Mannschaftsquartiere böten 100 Studenten pro Block Platz.

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