Neue Möglichkeiten mit dem RE 2
Zügig zum Großflughafen

Lengerich -

Ab Ende 2019 fährt die Regionalexpress-Linie RE 2 nicht mehr nur bis Münster, sondern bis Osnabrück. Auch für Bahnnutzer aus Lengerich werden sich dadurch neue Möglichkeiten bieten.

Donnerstag, 29.11.2018, 05:35 Uhr aktualisiert: 29.11.2018, 13:51 Uhr
Mit dem RE 2 ist es ab Dezember 2019 möglich, von Lengerich direkt nach Düsseldorf zu fahren.
Mit dem RE 2 ist es ab Dezember 2019 möglich, von Lengerich direkt nach Düsseldorf zu fahren. Foto: Ludger Warnke

Schnell und ohne Umstieg mit dem Nahverkehrszug von Osnabrück über Lengerich ins Ruhrgebiet oder sogar bis nach Düsseldorf fahren: Die Regionalexpress-Linie ( RRX ) RE 2 macht‘s ab Dezember 2019 möglich. Wie ist der Stand der Dinge?

Gegenwärtig rollt der „Rhein-Haard-Express“ genannte RE 2 zwischen Düsseldorf und Münster. Jeden Tag verbindet er die beiden Großstädte von früh bis spät pro Stunde einmal. Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2019 wird die Linie bis nach Niedersachsen weitergeführt. An der neuen Endstation Osnabrück soll der Zug wichtige Anschlüsse herstellen, außerdem einen durchgehenden Halbstundentakt zwischen Münster und Osnabrück ermöglichen.

„Mittelmäßig“ pünktlich

Darüber hinaus gelangen Reisende aus dem Norden mit dem RE 2 künftig deutlich schneller an ihre Ziele an Rhein und Ruhr. Erreicht wird das, wie berichtet, durch Wegfall mehrerer Halte zwischen Münster und Recklinghausen. Der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) rechnet damit, dass sich auf diese Weise zum Beispiel die Fahrzeit in der Relation Osnabrück-Essen um 22 auf 93 Minuten verringert. In der Relation Osnabrück-Düsseldorf sparen Bahnfahrer sogar eine knappe halbe Stunde: Statt 153 Minuten ist der neue Regionalzug nur noch 125 Minuten unterwegs.

Möglich wird es dann auch, von Lengerich mit dem Nahverkehr den Flughafen Düsseldorf zu erreichen – in weniger als zwei Stunden und ohne Umstieg.

Betreiber der Linie RE 2 ist mit der DB Regio die Nahverkehrstochter der Deutschen Bahn. Im NWL-Qualitätsbericht 2017 wird der Zug als „mittelmäßig“ pünktlich beschrieben. Die Pünktlichkeitsquote beträgt 85,9 Prozent. Das bedeutet: Bei gut 14 von 100 Fahrten erreicht der Regionalexpress sein Ziel mindestens vier Minuten zu spät.

Niedersachsen-Ticket nicht gültig

Zudem ist der RE 2 im Jahr 2017 vergleichsweise häufig ausgefallen. Laut NWL geschah dies bei 2,63 Prozent aller Fahrten – manchmal vorhersehbar (0,72 Prozent) etwa infolge von Baustellen, in der Regel jedoch unvorhersehbar (1,91 Prozent), sprich personal- oder fahrzeugbedingt. Unterm Strich steht für den Auftraggeber eine „inakzeptable“ Zugausfallquote.

Was die ab Ende 2019 im RE 2 geltenden Tarife betrifft, stellt der NWL auf Anfrage klar, dass „nach derzeitigem Sachstand keine Änderung geplant“ ist. Wichtig für Bahnfahrer aus dem Norden: Das Niedersachsen-Ticket wird laut NWL im RE 2 nicht anerkannt, das im Herbst in Niedersachsen eingeführte landesweite Semesterticket hingegen schon – „allerdings nur auf dem Abschnitt Osnabrück–Münster“, wie die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mitteilt.

Doch wie können insbesondere Fahrgäste auf dem Land sich demnächst außer Haus Tickets für den RE 2 besorgen? Schließlich gibt es an einigen Bahnhöfen zwischen Osnabrück und Münster keine Fahrkartenautomaten – und an Bord des Regionalexpress auch nicht. Achselzucken beim Aufgabenträger: „Diese Frage kann derzeit nicht abschließend beantwortet werden.“

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