Mobbing in St. Petronilla Wettringen
„Konflikt war nicht zu lösen“

Wettringen -

Zwischen dem damaligen Pfarrer von St. Petronilla Wettringen, Christoph Backhaus, und seinen Kritikern hat es nach der Übergabe der „Mängelliste“ mit 24 Punkten ein vom Bistum moderiertes Gespräch ge­geben, „das allerdings nicht zu einer Lösung des Konfliktes geführt hat“. 

Samstag, 01.12.2018, 14:20 Uhr aktualisiert: 01.12.2018, 14:39 Uhr
Christoph Backhaus
Christoph Backhaus Foto: Attermeyer

Das teilten Karl Render , Leiter der Hauptabteilung Seelsorge-Personal im Bischöflichen Generalvikariat in Münster, und Backhaus am Freitag in einer Stellungnahme mit. Zudem wird darin angekündigt, dass es einen Priester gebe, der die Nachfolge von Backhaus antreten möchte. „Er wird sich in Kürze den Gremien in der Pfarrei vorstellen.“

Bistum hielt sich bedeckt

Das Bistum habe sich um eine Vermittlung in Wettringen bemüht, als es von den Spannungen erfahren hatte. Backhaus war offensichtlich über Jahre gemobbt worden. Seine Kritiker sammelten Punkte, die ihnen an seinem Umgang und seiner Arbeit nicht gefielen und übergaben die „Mängelliste“ wie berichtet im Juli an Render. Im Oktober war der Geistliche dann aus persönlichem Wunsch von seinen Aufgaben in St. Petronilla-Gemeinde entpflichtet worden – offiziell aus „gesundheitlichen Gründen“. Die Bistumsspitze wollte sich zunächst nicht dazu äußern. „Wenn ein Priester aus gesundheitlichen Gründen um seine Entpflichtung bittet, akzeptiert das Bistum dies, nennt in der Öffentlichkeit dazu aber keine Details“, hieß es dazu.

Vertrauensbasis fehlte

Backhaus schildert nun, wie es nach dem Gespräch weiterging. Er selbst habe entschieden, „auf das Amt des Leitenden Pfarrers in Wettringen zu verzichten“, wenn der Bischof dem zustimme. „Gesundheitliche Gründe standen dabei zur Überlegung, aber auch angesichts der Vorgänge die Unmöglichkeit einer fortgesetzten Leitung, die nur mit ei­ner soliden Vertrauensbasis funktionieren kann.“ Derzeit ist Christoph Backhaus Seelsorger in Schöppingen.

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