Schlossplatz-Initiative blockiert sich selbst
Neugestaltung des Schlossplatzareals: Ideen intern umstritten

Münster -

Im zweiten Anlauf wollte die zehnköpfige Schlossplatz-Initiative am Montagabend ihr Konzept zur Neugestaltung des Schlossplatzareals vorstellen. Dies gelang nur bedingt - denn ein Mitglied tanzte aus der Reihe.

Montag, 10.12.2018, 20:15 Uhr aktualisiert: 10.12.2018, 20:51 Uhr
Stefan Jörden (v.l.), Christian Schmitz, Ulrich Krüger, Stefan Rethfeld, Rüdiger Wiechers (sitzend) und Martin Heppner von der Schlossplatzinitiative stellten das Konzept vor. Josef Rickfelder, ebenfalls Mitglied, kritisierte das Vorgehen und ließ sich nicht fotografieren.
Stefan Jörden (v.l.), Christian Schmitz, Ulrich Krüger, Stefan Rethfeld, Rüdiger Wiechers (sitzend) und Martin Heppner von der Schlossplatzinitiative stellten das Konzept vor. Josef Rickfelder, ebenfalls Mitglied, kritisierte das Vorgehen und ließ sich nicht fotografieren. Foto: Matthias Ahlke

Das Pressegespräch war unstrukturiert und teilweise auch sehr chaotisch. Aber es fand – anders als der erste Versuch vor einigen Wochen – immerhin statt.

Also: Am Montagabend stellte die zehnköpfige Schlossplatz-Initiative ihre 24-seitige Broschüre „Konzept zur Entwicklung des Schlossareals Münster“ vor.

Rickfelder mit Konzept unzufrieden

Einer der zehn Mitglieder der Initiative, der frühere CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Josef Rickfelder, stellte aber gleich klar, dass er mit Teilen des Inhalts nicht einverstanden sei und überdies die Gefahr sehe, dass mit der Kommunikation des Konzeptes negative Folgewirkungen verbunden sein könnten.

Da aber zumindest die neun anderen Personen, wie bei dem Pressegespräch versichert wurde, hinter dem Konzept stehen und auch dessen Veröffentlichung wünschen, seien hier die Eckpunkte der 24 Seiten aufgelistet, bei dem Pressegespräch überwiegend vorgestellt von Stefan Rethfeld und Ulrich Krüger.

► Die Schlossplatz-Initiative möchte, dass auf dem Kalkmarkt ein neues Verwaltungsgebäude für die Universität gebaut wird.

► Das Schloss soll nicht mehr allein von der Uni genutzt werden, sondern auch ein Restaurant sowie ein Café (mit Außengastronomie) erhalten, ferner sollen hier kulturell nutzbare Räume entstehen. Auch ein Schlaun-Museum kann sich Stefan Rethfeld vorstellen.

► Auf dem Uni-Parkplatz im südlichen Bereich des Schlossplatzareals soll eine Konzert- und Kongresshalle gebaut werden.

► Die städtische Musikschule, untergebracht in einem Altbau am früheren Zoogelände, soll als neuen Nachbarn die Musikhochschule bekommen, die auf dem alten Lindenhof-Gelände direkt nebenan einen Neubau bekommen könnte.

► Die bestehende Parkplatznutzung auf dem Schlossplatz wird in eine Tiefgarage verfrachtet. In Kombination mit einer Verringerung des Verkehrs auf der angrenzenden Straße „Schlossplatz“ (B 54) könnten die Voraussetzungen für eine neue „Freiraumgestaltung“ geschaffen sein.

Über die Frage, mit welchem Nachdruck dieses Konzept gegenüber der Stadt und der Universität vertreten werden soll, gehen die Meinungen innerhalb der Initiative weit auseinander. Das wurde bei dem Pressegespräch deutlich.

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