Neue Überlegungen zur Zukunft der Volkshochschule
Hörsterplatz wieder im Topf

Münster -

Die Idee einer Konzerthalle auf dem Hörsterplatz ist ganz offenbar tot, aber vielleicht kann dort ja die VHS heimisch werden. Auf jeden Fall wird wieder eifrig diskutiert.

Mittwoch, 12.12.2018, 07:00 Uhr aktualisiert: 12.12.2018, 07:19 Uhr
Es gibt einen neuen Anlauf zur Bebauung des Hörsterplatzes, im Hintergrund die Immobilie des Anliegers Christoph Deckwitz.
Es gibt einen neuen Anlauf zur Bebauung des Hörsterplatzes, im Hintergrund die Immobilie des Anliegers Christoph Deckwitz. Foto: Matthias Ahlke

Gesucht ist ein „neuer stadtzentraler Ort“, der als Standort für eine ­modernisierte Volkshochschule (VHS) dienen könnte. So steht es in dem Rats­papier, das der Rat am ­heutigen Mittwoch verabschieden möchte. Der bisherige Standort Aegidiimarkt, daran lässt Münsters Bildungsdezernent Thomas Paal keinen Zweifel, sei dafür nur eingeschränkt geeignet.

Zu den „stadtzentralen Orten“ gehört zweifelsfrei auch der Parkplatz Hörsterstraße nahe der Bushaltestelle Bült. Auf Anfrage unserer Zeitung erklärt der münsterische Projektentwickler und Hörsterplatz-Anlieger Christoph Deckwitz , mit der Stadt „neue Gedanken über mög­liche Nutzungskonzepte erörtern“ zu wollen. Diese Nachricht lässt aufhorchen, denn damit verabschiedet sich Deckwitz von einer Idee, die er jahrelang gemeinsam mit dem münsterischen Architekten Hanno Höyng vertreten hat. Sie wollten auf dem Parkplatz ein Kultur- und Bildungs­forum errichten, bestehend aus VHS, Musikschule und Konzerthalle.

Musikcampus an der Hittorfstraße

Von dieser Projektidee, so Deckwitz gemeinsam mit dem Architekten Harry Jost, habe man sich inzwischen gelöst und suche „deshalb erneut das Gespräch mit Politik und Verwaltung“.

Die bisherigen Gespräche waren ins Stocken geraten, weil die Stadtspitze, die Universität und viele Rats­mitglieder andere Pläne haben. In einem Gemeinschaftsprojekt soll an der Hittorfstraße ein Musikcampus entstehen – bestehend aus Konzerthalle, Musikhochschule und Musikschule.

Gemischte Reaktionen

Mit der Herauslösung der VHS aus dem früheren Konzept für den Hörsterplatz ergibt sich für den CDU-Fraktionschef Stefan Weber eine ganz neue Flexibilität, um sich Perspektiven für eine Bebauung des Innenstadtareals zu erarbeiten. Weber kann sich die VHS auf dem Hörsterplatz, gepaart mit weiteren öffentlichen Einrichtungen, sehr gut vorstellen.

Etwas zurückhaltender drückt sich Stadtdirektor Paal aus: Der Hörsterplatz sei für die VHS „eine Möglichkeit, aber nicht die einzige“. Und noch etwas zurück­haltender äußert sich Webers Bündnispartner Otto Reiners von den Grünen. „Erst warten wir die Klärung der Frage ab, wie es mit dem Aegidiimarkt weitergeht.“

Es ist bekannt, dass den Grünen der Abschied von der Idee einer Konzerthalle auf dem Hörsterplatz zugunsten des Projektes Musikcampus an der Hittorfstraße äußerst schwerfällt.

Selbstkritisch räumt Deckwitz derweil ein: „Für den Hörsterplatz müssen neue Überlegungen angestellt werden.“

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