Studierendenwerk Münster
Verwaltungsrat weist Darstellung von beurlaubtem Geschäftsführer zurück

Münster -

In einer Pressemitteilung hatte Frank Olivier, Geschäftsführer des Studierendenwerks, seine Beurlaubung durch den Verwaltungsrat als „Teil einer Intrige“ bezeichnet. Nun hat der Verwaltungsrat darauf reagiert.

Freitag, 28.12.2018, 16:10 Uhr aktualisiert: 28.12.2018, 16:51 Uhr
Studentenwerk Münster - Verwaltung an der Bismarckallee  
Studentenwerk Münster - Verwaltung an der Bismarckallee   Foto: Matthias Ahlke

In einer Pressemitteilung hatte der Geschäftsführer des Studierendenwerks seine Beurlaubung durch den Verwaltungsrat als „Teil einer Intrige“ bezeichnet – und seine Sicht der Angelegenheit dargelegt (wir berichteten).

Nun hat der Verwaltungsrat mit einer weiteren Pressemitteilung auf die Stellungnahme des beurlaubten Geschäftsführers Frank Olivier reagiert. Darin weist das Gremium einige seiner Anmerkungen zurück: „Ungenauigkeiten“ sollten richtiggestellt werden, so der Vorsitzende des Verwaltungsrates, Fabian Bremer , in der Pressemitteilung des Gremiums.

Bauleistung ohne Ausschreibung vergeben?

Olivier soll in mindestens einem Fall Bauleistungen ohne Ausschreibung vergeben haben, hatte eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft festgestellt. „Die Überprüfung von Vorwürfen durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurde nicht von Herrn Olivier, sondern auf Initiative des Vorsitzenden dem Verwaltungsrat vorgeschlagen. Aus dem beschlossenen Protokoll zu der Sitzung ist ersichtlich, dass Herr Olivier (zunächst) eine interne Überprüfung der Vorwürfe vorgezogen hatte“, schreibt Bremer. Olivier schrieb in seiner Stellungnahme hingegen, dass der Verwaltungsrat auf seinen Vorschlag hin eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt hatte.

„Der Wirtschaftsprüfer hat in seinem Bericht eindeutige Vorwürfe gegen den Geschäftsführer erhoben. Eine erste schriftliche Stellungnahme des Geschäftsführers war nach einstimmiger Auffassung aller neun Mitglieder des Gremiums nicht ausreichend, um die fraglichen Sachverhalte zu klären“, schreibt der Vorsitzende des Verwaltungsrates weiter.

Frist deutlich zu kurz

„Deshalb und weil Herr Olivier bei der Sitzung unentschuldigt fehlte, wurde beschlossen, die von Herrn Olivier gewünschte Frist zur weiteren Beantwortung bis Mitte Januar auszuweiten und ihn bis dahin zu beurlauben“, so Bremer. Olivier hatte betont, dass ihm die zunächst gesetzte Frist für eine Stellungnahme (17. Dezember) deutlich zu kurz gewesen sei und er durch seine Anwälte eine dezidierte Stellungnahme bis Mitte Januar angekündigt habe.

Schließlich, so Bremer, sei Oliviers Anmerkung, dass der stellvertretende Geschäftsführer Achim Wiese zum kommissarischen Geschäftsführer ernannt wurde, „sachlich falsch“. „Eine solche Ernennung gab es nicht, Herr Wiese befindet sich nach wie vor in seiner Funktion als kaufmännischer Leiter und stellvertretender Geschäftsführer“, betont der Verwaltungsratsvorsitzende.

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