Neujahrsschwimmen
Kanal-Gaudi immer beliebter

Münster -

Das Neujahrsschwimmen im Kanal wird immer beliebter. In diesem Jahr gingen 200 Freiwillige an den Start, ein neuer Teilnehmerrekord für den Verein Wasser + Freizeit Münster.

Dienstag, 01.01.2019, 19:30 Uhr aktualisiert: 02.01.2019, 07:39 Uhr
Start zum Neujahrsschwimmen: Links mit Luftmatratze warten Tobias Habersack und Marc Röttgermann, mit WM-Perücke Gunnar Plath auf den Sprung ins Wasser.
Start zum Neujahrsschwimmen: Links mit Luftmatratze warten Tobias Habersack und Marc Röttgermann, mit WM-Perücke Gunnar Plath auf den Sprung ins Wasser. Foto: hpe

Neuer Teilnehmerrekord bei der achten Auflage des Neujahrsschwimmens im Mauritz-Viertel: 200 mehr oder minder zitternde Münsteraner stürzen sich am Dienstagmittag in die acht Grad kühlen Fluten des Dortmund-Ems-Kanals.

Die sportlich ambitionierten drei Minuten von einem Ufer zum anderen und zurück haben sich inzwischen zu einer Open-Air-Gaudi an den Stegen des Rudervereins an der Bennostraße eta­bliert. Inklusive Glühwein und 300 begeisterten Zuschauern. Pünktlich um 13 Uhr gibt Ralf Pander vom Schwimmverein Wasser + Freizeit das Startsignal, mit dabei auch wieder viele „Ersttäter“.

Mit guten Vorsätzen beginnen

Tobias Habersack (34) und Marc Röttgermann (33) haben „im letzten Jahr vielleicht etwas zu viel Alkohol getrunken“ und wollen deshalb mit „guten Vorsätzen“ das Jahr 2019 beginnen. Ausgestattet mit leuchtend gelben Luftmatratzen fallen sie im Starterfeld auf, der Kontakt mit der Kanalbrühe ist zunächst etwas zaghaft.

Doch dann geht es ab in die Fluten und nach dem Badeaufenthalt steht für beide Debütanten fest: „2020 sind wir wieder dabei. Hat einen Riesenspaß gemacht, habe leider nur meine Sonnenmilch vergessen“, meint Habersack.

"Noch bessere Badefigur"

Mit einer schwarz-rot-goldenen „Weltmeister-Perücke“ ist Gunnar Plath angetreten. Er hat am Silvesterabend in geselliger Runde bei einer Party 50 Euro angeboten bekommen, wenn er den Sprung ins mehr als ­aprilfrische Wasser wage. Aus der Bierlaune wird nun Ernst. „Was habe ich mir da nur eingebrockt“, meint der 49-Jährige noch. Angefeuert von Freunden taucht er ein, im Hintergrund tönt aus dem Lautsprecher Helene Fischers „Atemlos“.

Sprachlos ist Plath nach der Zitterpartie nicht: „Ich gönne mir jetzt eine heiße Dusche und eine Waffel.“ Den Puderzucker auf dem Gebäck will er weglassen, um beim Start im kommenden Jahr eine „noch bessere Badefigur“ vorweisen zu können.

Neuer Rekord

Einhellig wird die Lufttemperatur, nahezu identisch mit den Celsius-Graden im Wasser, als „kälter“ empfunden. Ein Mann im Schwimmhäubchen fühlt sich beim Ausstieg aus dem Kanal „ganzkörperbetäubt.“

Albert Stadtmann, der mit seiner Gruppe wöchentlich 2000 Meter im Hallenbad Wolbeck trainierte, hatte 2012 die Idee zum Neujahrsschwimmen . Elf Teilnehmer sprangen damals ins Wasser. 2016 waren es schon 106 Akteure, im vergangenen Jahr kletterte die Zahl auf 138. „Der neue Rekord beim Neujahrsschwimmen macht uns stolz und belohnt unsere Arbeit. Damit hätten wir nie gerechnet“, so Pander.

Die Silvesternacht 2018/2019 in Münster

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  • Am Hafen tauchten Silvester-Raketen um Mitternacht den Himmel in bunte Farben.

    Foto: Oliver Werner
  • Zahlreiche Münsteraner versammelten sich am Stadthafen zum gemeinsamen Feiern.

    Foto: Oliver Werner
  • Auch am Domplatz war einiges los.

    Foto: hpe
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