Zirkus als Wissenschaft
Franziska Trapp bei der Kinderuni

Münster -

Zirkus als Wissenschaft? Aber ja – sagt Franziska Trapp, die den Zirkus an der Universität erforscht. Davon erzählt sie am Freitag (18. Januar) bei der Kinderuni. Zirkuskunststücke dürfen dabei natürlich nicht fehlen.

Mittwoch, 16.01.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 16.01.2019, 08:45 Uhr
Franziska Trapp erforscht als Wissenschaftlerin den Zirkus. Sie ist aber gleichzeitig im Zirkus aktiv – und eröffnet bei der Kinderuni am Freitag eine besondere Sicht auf die Welt der Manege.
Franziska Trapp erforscht als Wissenschaftlerin den Zirkus. Sie ist aber gleichzeitig im Zirkus aktiv – und eröffnet bei der Kinderuni am Freitag eine besondere Sicht auf die Welt der Manege. Foto: hpe

Franziska Trapp wurde von dem Virus befallen, als sie ungefähr zwölf Jahre alt war. Sie machte bei einem Kinderzirkus mit – als Akrobatin, Clown und in anderen Rollen. Seither hat sie die Begeisterung für die Manegen der Welt nicht mehr losgelassen.

Mittlerweile erforscht sie den Zirkus als Wissenschaftlerin am Fachbereich Germanistik der Universität Münster und gilt als bisher einzige Zirkuswissenschaftlerin Deutschlands. Darüber spricht Franziska Trapp am kommenden Freitag (18. Januar) von 16.15 bis 17 Uhr bei der nächsten Vorlesung der Kinderuni im großen Hörsaal (H1), Schlossplatz 46.

Die Entwicklung des Zirkus

Zirkus als Wissenschaft? „Warum denn nicht?“ gibt Franziska Trapp die Frage zurück. Auch Theater und Film sind seit Langem ein ernsthafter Forschungsgegenstand an Universitäten und bilden wissenschaftliche Fächer. Wissenschaftler beschäftigen sich inzwischen auch mit der Gestaltung von Computerspielen. „Beim Zirkus gibt es ebenfalls viel zu analysieren“, sagt Trapp – und kommt aus dem Reden nicht mehr heraus.

Zirkus begeistert die Menschen seit Hunderten von Jahren. Dabei hat er sich stark verändert und immer weiterentwickelt, erklärt Franziska Trapp. Vor mehr als 100 Jahren – europäische Staaten wetteiferten damals darum, Kolonien in Afrika und Asien zu erobern – ging es Zirkusdirektoren vor allem darum, möglichst Exotisches zu präsentieren. Wilde Tiere hielten Einzug in die Zirkuszelte: Löwen und Tiger sprangen durch brennende Reifen, Elefanten vollführten Kunststücke.

Modernisierung zugunsten der Tiere

Atemberaubende, gefährliche Nummern waren lange ein Muss der Vorstellungen. Doch das hat sich in den vergangenen drei bis vier Jahrzehnten geändert, erklärt Franziska Trapp. Der moderne Zirkus kommt ohne Tiere und folglich ohne Tierquälerei aus. Es geht auch weniger darum, in den Nummern Übermenschliches zu zeigen. Der Zirkus wurde künstlerisch, Licht und Musik spielen heute eine sehr wichtige Rolle, wie etwa beim berühmten „Cirque du soleil“, den Franziska Trapp sehr liebt. „Der Zirkus sagt vieles über Gesellschaft und Geschichte aus“, sagt Franziska Trapp.

Kinder-Uni zum Thema „Wie das Smartphone unseren Sprachgebrauch ändert“

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  • Kinder-Uni zum Thema „Was das Smartphone unseren Sprachgebrauch ändert“ Foto: Matthias Ahlke
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Den Zirkus nur zu erforschen, das wäre ihr mit ihrer Zirkus-Leidenschaft aber zu wenig. Sie arbeitet als Dramaturgin auch für den Cirque Bouffon, der regelmäßig in Münster gastiert, gestaltet dort das Programm mit.

Und die Kinderuni? Die braucht natürlich auch echten Zirkus. Dafür sorgt bei der Vorlesung David „Davidci“ Langkamp vom Zirkustheater „StandART“ mit Jonglage und anderen Kunststücken.

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Die Kindervorlesung ist geeignet für Kinder ab acht Jahren. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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