Überfall auf Sparkassen-Filiale 2016 in Coerde
Sechs Jahre Gefängnis für zweiten Bankräuber

Münster -

Festnahme noch im Gerichtssaal: Der zweite Täter des Banküberfalls auf die Sparkassenfiliale in Coerde ist am Dienstag vor dem Landgericht Münster zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden. Doch die Strafe umfasst noch mehr.

Dienstag, 29.01.2019, 15:23 Uhr aktualisiert: 29.01.2019, 19:57 Uhr
Überfall auf Sparkassen-Filiale 2016 in Coerde: Sechs Jahre Gefängnis für zweiten Bankräuber
Der Angeklagte (r.) mit seinem Strafverteidiger beim Prozessauftakt im November 2018. Foto: Klaus Möllers

Der zweite Täter des Banküberfalls auf die Sparkassen-Filiale in Coerde ist am Dienstag vor dem Landgericht Münster zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden. Im September 2016 habe er die besonders schwere räuberische Erpressung zusammen mit einem Freund begangen, hieß es bei der Urteilsverkündung.

Auch muss der mittlerweile 24-Jährige 12.085 Euro Wertersatz leisten. Der Betrag entspricht der Höhe der Beute. Der junge Mann wurde am Dienstagmittag nach der Urteilsverkündung noch im Gerichtssaal von Justizwachtmeistern festgenommen.

Hinweise nach TV Beitrag

Die Richter waren überzeugt, dass der heute 25 Jahre alte Kumpel des Angeklagten die Sparkassenfiliale damals mit einer „scharfen Schusswaffe“ überfallen hatte. Beide hätten die Tat bei einer Party am Abend zuvor geplant. Beide kommen aus dem Stadtteil. Der jetzt Verurteilte habe die Pistole beschafft und nach dem Raub im Keller eines Hochhauses an der Königsberger Straße eine Tüte mit dem erbeuteten Geld und die Pistole entgegengenommen. Tage später habe er dem 25-Jährigen einen Anteil des Geldes nach Steinfurt-Borghorst gebracht, wo er sich bei seiner Freundin aufhielt.

Polizei fahndet nach Sparkassen-Räuber in Münster

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  • Die Polizei fahndet an vielen Stellen in Münster nach dem Räuber, der am Donnerstagmorgen eine Sparkassen-Filiale am Hamannplatz überfallen hat. Dort nahm die Spurensicherung ihre Arbeit auf.

    Foto: Oliver Werner
  • Die Polizei fahndet an vielen Stellen in Münster nach dem Räuber, der am Donnerstagmorgen eine Sparkassen-Filiale am Hamannplatz überfallen hat. Dort nahm die Spurensicherung ihre Arbeit auf.

    Foto: Oliver Werner
  • Die Polizei fahndet an vielen Stellen in Münster nach dem Räuber, der am Donnerstagmorgen eine Sparkassen-Filiale am Hamannplatz überfallen hat. Dort nahm die Spurensicherung ihre Arbeit auf.

    Foto: Oliver Werner
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    Foto: Oliver Werner
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    Foto: Oliver Werner
  • Die Polizei fahndet an vielen Stellen in Münster nach dem Räuber, der am Donnerstagmorgen eine Sparkassen-Filiale am Hamannplatz überfallen hat. Dort nahm die Spurensicherung ihre Arbeit auf.

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  • Die Polizei fahndet an vielen Stellen in Münster nach dem Räuber, der am Donnerstagmorgen eine Sparkassen-Filiale am Hamannplatz überfallen hat. Dort nahm die Spurensicherung ihre Arbeit auf.

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  • Die Polizei fahndet an vielen Stellen in Münster nach dem Räuber, der am Donnerstagmorgen eine Sparkassen-Filiale am Hamannplatz überfallen hat.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Polizei fahndet an vielen Stellen in Münster nach dem Räuber, der am Donnerstagmorgen eine Sparkassen-Filiale am Hamannplatz überfallen hat.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Polizei fahndet an vielen Stellen in Münster nach dem Räuber, der am Donnerstagmorgen eine Sparkassen-Filiale am Hamannplatz überfallen hat.

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  • Die Polizei fahndet an vielen Stellen in Münster nach dem Räuber, der am Donnerstagmorgen eine Sparkassen-Filiale am Hamannplatz überfallen hat. Dort nahm die Spurensicherung ihre Arbeit auf. Foto: Oliver Werner
  • Die Polizei fahndet an vielen Stellen in Münster nach dem Räuber, der am Donnerstagmorgen eine Sparkassen-Filiale am Hamannplatz überfallen hat.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Polizei fahndet an vielen Stellen in Münster nach dem Räuber, der am Donnerstagmorgen eine Sparkassen-Filiale am Hamannplatz überfallen hat.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Polizei fahndet an vielen Stellen in Münster nach dem Räuber, der am Donnerstagmorgen eine Sparkassen-Filiale am Hamannplatz überfallen hat.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Polizei fahndet an vielen Stellen in Münster nach dem Räuber, der am Donnerstagmorgen eine Sparkassen-Filiale am Hamannplatz überfallen hat.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Polizei fahndet an vielen Stellen in Münster nach dem Räuber, der am Donnerstagmorgen eine Sparkassen-Filiale am Hamannplatz überfallen hat.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Polizei fahndet an vielen Stellen in Münster nach dem Räuber, der am Donnerstagmorgen eine Sparkassen-Filiale am Hamannplatz überfallen hat.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Polizei fahndet an vielen Stellen in Münster nach dem Räuber, der am Donnerstagmorgen eine Sparkassen-Filiale am Hamannplatz überfallen hat.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Polizei fahndet an vielen Stellen in Münster nach dem Räuber, der am Donnerstagmorgen eine Sparkassen-Filiale am Hamannplatz überfallen hat.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Polizei fahndet an vielen Stellen in Münster nach dem Räuber, der am Donnerstagmorgen eine Sparkassen-Filiale am Hamannplatz überfallen hat.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Polizei sucht nach dem Überfall auf die Sparkassen-Filiale in Coerde mit diesem Foto nach dem Täter.

    Foto: Polizei Münster
  • Die Handschuhe des Täters sehen ähnlich wie diese aus.

    Foto: Polizei Münster
  • Mit diesem Foto sucht die Polizei nach dem flüchtigen Bankräuber.

    Polizei bittet um Hinweise

    Hinweise auf den Täter nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0251 / 275-0 entgegen.

    Foto: Polizei Münster

Durch einen Beitrag in der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY“ hatte die Polizei Hinweise auf den Täter bekommen. Der 25-Jährige war maskiert in den Schalterraum gegangen, hatte die Angestellten mit der Pistole bedroht und einmal in die Deckenverkleidung geschossen. Er war später nach Jugendstrafrecht verurteilt worden.

Mittäterschaft nicht erwiesen

Das Gericht entsprach in seinem Urteil im Wesentlichen dem Antrag des Staatsanwaltes. Der Verteidiger des 24-Jährigen hatte Freispruch und Schadensersatz „für 200 Tage Untersuchungshaft“, so sagte er, für seinen Mandanten beantragt. Die Mittäterschaft sei nicht erwiesen, weil sich durch Zeugenaussagen zahlreiche Widersprüche dazu offenbart hätten. Der Angeklagte war zwischenzeitlich aus der Haft entlassen worden.

Für ihn wird es vermutlich nicht bei den sechs Jahren Haft als Strafe bleiben. Während der Tat stand er unter laufender Bewährung - sieben Monate zuvor hatte ihn das Amtsgericht wegen einer Serie von Einbruchsdiebstählen zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren Gefängnis auf Bewährung sowie zu vier Wochen Jugendarrest verurteilt. Die Bewährung dürfte nun widerrufen werden, wie die Strafkammer am Landgericht am Dienstag erklärte.  

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