Landgestütsprozess
Neue Beweismittel sind aufgetaucht

Warendorf -

Kaum hatte der Prozess um den Korruptionsskandal im Warendorfer Landgestüt begonnen, da wurde er schon wieder unterbrochen. Der Grund: Es waren neue Beweismittel aufgetaucht. Die Schöffen brauchten Zeit, um sich darin einzulesen. Dann begannen die Plädoyers.

Mittwoch, 20.02.2019, 10:30 Uhr aktualisiert: 20.02.2019, 12:00 Uhr
Landgestütsprozess: Neue Beweismittel sind aufgetaucht
Die ehemalige Leitung des Landgestüts in Warendorf wehrt sich vor Gericht gegen Korruptionsvorwürfe. Foto: Joachim Edler

Der fünfte Verhandlungstag im Korruptionsprozess vor dem Amtsgericht startete mit einer Unterbrechung. Grund: neue Beweismittel, die zur Hauptversammlung vom Gericht in mehreren Seiten Papier vorgelegt wurden. Darunter die Kooperationsverträge, die das Landgestüt mit dem Reitzentrum Al Shaqab in Katar abgeschlossen hat, aber auch der Vertrag, den die von den drei ehemaligen Führungskräften gegründete Firma ECI mit den Kataris geschlossen hat.

Von diesen Verträgen war in den vorausgegangenen Verhandlungen zwar immer die Rede, auch die Mitarbeiter des Ministeriums waren dazu befragt worden. Aber Details der Verträge, die regeln, welche Leistungen jeweils das Landgestüt mit Katar und ECI mit Al Shaqab abrechnen, kamen bislang noch nicht zur Sprache. Dass diese Verträge in den Ermittlungsakten schlummerten und erst heute Thema vor Gericht waren, überraschte.

Die Verträge hat die ehemalige Gestütsleiterin in ihrer Funktion geschlossen. Ob die Details dieser Verträge im Ministerium in Düsseldorf bekannt waren, ist unklar. Laut der vorangegangenen Zeugen aus dem Ministerium gab es diese Verträge, die Aussagen war aber übereinstimmend: Im Detail nicht bekannt.

Dann begannen die Plädoyers.

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