Oberbürgermeister auf Plakaten
Wenig Begeisterung über Lewes Apotheken-Engagement

Münster -

Die Werbung von Oberbürgermeister Markus Lewe für den Fortbestand der Vor-Ort-Apotheken findet nicht überall Gefallen. Die Grünen sehen das OB-Engagement durchaus skeptisch.

Donnerstag, 21.02.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 21.02.2019, 20:30 Uhr
Wirbt für mehr Vor-Ort-Apotheken: Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe 
Wirbt für mehr Vor-Ort-Apotheken: Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe  Foto: Privat

Die Begeisterung darüber, dass sich Markus Lewe in seiner Eigenschaft als Oberbürgermeister für eine bundesweite Apotheker-Kampagne zur Verfügung gestellt hat, hält sich in Grenzen. „Aus grüner Perspektive würde ich mir an dieser Stelle – auch unter Anbetracht der immer größer werdenden Schere zwischen Arm und Reich – in der aktuellen gesellschaftlichen Situation eher Solidarität mit anderen Gruppen wünschen“, erklärte Grünen-Vorstandssprecher Stephan Orth . Die Grünen stellen bekanntlich zusammen mit Lewes CDU die Ratsmehrheit.

Gleichwohl betonte Orth ausdrücklich, dass der Oberbürgermeister selbstverständlich ohne Honorar an einer Kampagne der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V. teilnehmen dürfe. Allerdings würde sich Orth eher einen Einsatz des OB für benachteiligte gesellschaftliche Milieus oder Berufsstände wünschen.

Verantwortung für wohnortnahe Versorgung

Wie berichtet , hatte sich Lewe, der zugleich Präsident des Deutschen Städtetags ist, bei der Apotheker-Kampagne „Einfach unverzichtbar“ auf Plakaten und in einem Video für die Vor-Ort-Apotheken stark gemacht. Dabei steht er nicht ganz allein: Gut 40 Bürgermeister und Landräte haben sich bisher an der öffentlichen Aktion beteiligt, heißt es von Seiten der „ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e.V.“.

Die Apothekerschaft sehe sich in der Verantwortung, auch in Zukunft eine flächendeckende wohnortnahe Versorgung mit Arzneimitteln in Deutschland zu garantieren, so die Begründung für die Aktion. „Kommunal Verantwortliche können die Versorgungssituation vor Ort am besten beurteilen und beschreiben“, heißt es in der Stellungnahme der deutschen Apothekerschaft weiter.

Die Kampagne wird übrigens von einer münsterischen Agentur unterstützt. Plakate gebe es nur punktuell, weil sich die Aktion vor allem in den sozialen Medien abspiele, so die Apotheker-Mitteilung.  

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