Wer steckt hinter dem Anschlag?
„Stinkbombe“ beendet Karnevalsparty

Rheine -

Der Spaß endet abrupt. Als sich in der Weiberfastnacht gegen 23 Uhr im „yessss.music“ ein penetranter Gestank breit macht, verlassen rund 180 Gäste schlagartig das Lokal in der Rheiner Innenstadt. „Der Laden war in zehn Minuten leer“, berichtet ein frustrierter Wirt Martin Kaiser. Die Hintergründe sind unklar.

Samstag, 02.03.2019, 11:15 Uhr
Martin Kaiser
Gastronom Martin Kaiser ist am Donnerstag bereits zum zweiten Mal Ziel einer Stinkbomben-Attacke geworden. Foto: Lukas Wiedau

Als Inhaber war er am Abend selbst vor Ort. Wie seine Gäste war auch er dem Geruch „nach kaltem Erbrochenen“ ausgesetzt. Sofort rief er die Polizei, die in einem solchen Fall mit Feuerwehr und Rettungskräften anrückt. Kaiser erstattete Anzeige und berichtet von zwei verdächtigen Gästen, die kurz zuvor „vollmaskiert“ und „keine fünf Minuten im Lokal gewesen“ sein sollen. Bei einer Durchsuchung stellte die Feuerwehr eine PET-Falsche mit einer klaren stinkenden Flüssigkeit sicher – vermutlich etwas selbst Gemischtes.

Tausende Euro Verlust

Am Freitag ist der Gestank wieder verflogen, doch der Schaden bleibt – wieder mal, denn schon am 26. Dezember war die Bar Ziel unbekannter „Stinkbombenleger“. Damals hatten sie Buttersäure im Eingangsbereich verschmiert. Kaiser öffnete zwar, aber immer mehr Gäste verließen die Kneipe wieder. Damals wie auch Donnerstag macht der Gastronom Verlust – nach eigenen Angaben „tausende Euro“.

Neid als Motiv?

Wer aber hat den Wirt im Visier – und warum? Erklären kann er es sich nicht. Seine Vermutung: „Neider“ – weil das „yesss.music“ richtig gut laufe. Eines aber stellt er klar: Zu den Nachbarn und umliegenden Gastronomen gebe es ein gutes Verhältnis.

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