Pro & Contra
Sollten Glasflaschen an Rosenmontag verboten werden?

Münster -

Wäre an Rosenmontag in bestimmten Teilen der Stadt ein Verbot von Glasflaschen begrüßenswert? Das ist in dieser Woche die Frage in unserer Rubrik „Pro & Contra“.

Samstag, 09.03.2019, 16:00 Uhr aktualisiert: 09.03.2019, 16:06 Uhr
Pro & Contra: Sollten Glasflaschen an Rosenmontag verboten werden?
Karneval in Münster Foto: Oliver Werner

Pro: Sicherheit geht vor

Der Verzicht auf übermäßigen Alkoholkonsum beim Rosenmontagszug wäre die perfekte Lösung, ist aber kaum durchsetzbar. Also muss man andere Wege finden, um die gefährlich großen Mengen zerborstener Flaschen an einigen neuralgischen Punkten in der Innenstadt, an denen sich vor allem junge Leute zum feuchtfröhlichen Abfeiern treffen, in den Griff zu bekommen.

Da man bei vielen Feiernden trotz der vorbildlichen Kampagne „Voll ist out“ nicht auf Einsicht setzen kann, wie die Erfahrungen zeigen, muss die Stadt zu drastischen Maßnahmen greifen. Ein Verbot von Glasflaschen wäre der richtige Weg. Eine Regelung, die Städte wie Köln bereits getroffen haben. Ordnungspersonal müsste natürlich die Einhaltung kontrollieren und Verstöße ahnden. Ein zusätzlicher Kostenfaktor beim Rosenmontagszug – doch die Sicherheit der Bürger sollte der Stadt einiges wert sein. (Karin Höller)

Contra: Verbot nicht nachhaltig

Jugendliche sollen feiern und dürfen dabei – das liegt in der Natur der Jugend – auch mal über die Stränge schlagen. Dass sie dabei, wie an Rosenmontag im Bereich des Einzelhändlers TK Maxx, einen ganzen Stadtbereich mit Glasscherben bestücken, muss trotzdem nicht sein – vor allem nicht jedes Jahr aufs Neue. Aus dieser Sicht wäre ein Verbot von Glasflaschen für gewisse Straßenzüge, wie es in anderen Städten ja längst halbwegs erfolgreich praktiziert wird, durchaus nicht schlecht.

Es gibt aber auch Argumente, die gegen ein Verbot sprechen. Daneben, dass ein Verbot auch die Falschen träfe, bleibt das achtlose Wegwerfen von Müll in unserer Gesellschaft ein Massenphänomen. Das Problem liegt also tiefer als nur bei Glasscherben. Es wäre daher der schwierigere, aber der bessere Weg, den Jugendlichen vor Ort klare Ansagen zu machen. Nur wer Verantwortung hat, lernt auch wirklich damit umzugehen. (Björn Meyer)

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