Verbesserte Situation in der Ausländerbehörde
Nächtliche Warteschlangen sind passé

Münster -

Termine statt offener Sprechstunde: Laut Sozialdezernentin Cornelia Wilkens greifen die Maßnahmen, die die Stadtverwaltung in den vergangenen Wochen in der Ausländerbehörde umgesetzt hat. 

Donnerstag, 14.03.2019, 07:30 Uhr
 
 Laut Sozialdezernentin Cornelia Wilkens greifen die Maßnahmen, die die Stadtverwaltung in den vergangenen Wochen in der Ausländerbehörde umgesetzt hat. Foto: Björn Meyer

Über Monate bildeten sich vor der Ausländerbehörde am Ludgeriplatz lange Warteschlangen – schon mitten in der Nacht kamen die Menschen, um die Chance zu wahren, ihr Anliegen vortragen zu können. Nachdem sich durch zusätzliche Samstagstermine nicht die erwartete Verbesserung eingestellt hatte, hat die Stadt mittlerweile reagiert und neben vier neu eingerichteten Stellen auch das gesamte System der Behörde umgestellt.

Offenbar mit dem erhofften Erfolg. Durch die Umstellung, einen großen Teil der offenen Sprechstunde durch Termine zu ersetzen, seien die Warteschlangen verschwunden, konstatiert Sozialdezernentin Cornelia Wilkens .

Im Städtevergleich liegt die Behörde vorn 

Sechs Wochen, so lange sei derzeit die durchschnittliche Wartezeit auf einen Termin, berichtet Wilkens. Was sich nach viel anhöre, relativiere sich im Vergleich mit anderen Städten. In der Landeshauptstadt Düsseldorf warte man laut der Sozialdezernentin etwa sieben Monate auf einen Termin. Auch die Öffnungszeiten seien mit 23 Stunden über dem Angebot vieler anderer Städte.

Zudem werde es in der Praxis so geregelt, dass ein kleines Kontingent an Terminen für besonders dringliche Fälle zurückgehalten werde. „Außerdem schreiben wir Personen, die einen Aufenthaltstitel benötigen, früh an“, betont Wilkens, dass sich die Situation dadurch zusätzlich entzerre.

Drei neue Stellen bringen zusätzliche Entlastung

Des Weiteren wird eine Unart untersucht, die sich eingeschlichen hat. Laut Wilkens buche so mancher gleich mehrere Termine und lasse die nicht benötigten dann verfallen: „Vielleicht einfach, um auf Nummer sicher zu gehen“, hält sich Wilkens mit Schuldzuweisungen zurück. Dennoch werde das System nun konsequent nach Dopplern durchsucht. Auch das, so Wilkens, bringe zusätzliche Kapazitäten.

Termine in der Ausländerbehörde können online, telefonisch oder persönlich vor Ort gebucht werden. „Wenn jetzt noch das weitere Personal zur Verfügung steht, können wir sagen, dass wir gut aufgestellt sind“, resümiert Wilkens. Zum 1. April wird die zweite von vier Stellen besetzt, die anderen beiden sollen im Laufe des Jahres folgen.

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