Antrag auf „Schlagerfestival“ abgelehnt
Lindner-Auftritt ist geplatzt

Münster-Gievenbeck -

Das für den 15. Juni im Gievenbecker Sportpark avisierte „Gievenbecker Schlagerfestival“ mit Schlagerstar Patrick Lindner ist geplatzt. Das städtische Sportamt verwehrte seine Zustimmung. Das war´s – zumindest für dieses Jahr.

Samstag, 30.03.2019, 09:00 Uhr aktualisiert: 30.03.2019, 10:08 Uhr
Auf seinen wiederholten Auftritt in Gievenbeck müssen die Schlagerfans verzichten: Das Schlagerfestival mit Zupferd Patrick Lindner wurde abgesagt.
Auf seinen wiederholten Auftritt in Gievenbeck müssen die Schlagerfans verzichten: Das Schlagerfestival mit Zupferd Patrick Lindner wurde abgesagt. Foto: Kay Böckling

Diese Nachricht traf Ulf Imort nach eigenen Worten „wie aus heiterem Himmel“. Der Vorsitzende der Werbegemeinschaft Gievenbeck kann und will mit seiner Enttäuschung nicht hinterm Berg halten. Das für den 15. Juni im Gievenbecker Sportpark avisierte „Gievenbecker Schlagerfestival“ mit Schlagerstar Patrick Lindner als Zugpferd fällt ins Wasser. Das städtische Sportamt verwehrte jüngst seine Zustimmung. Das war´s – zumindest für dieses Jahr.

Es war als Großprojekt geplant, quasi als Ersatz für die mittlerweile in die Jahre gekommene „Gievenbecker Sommersause“: ein Schlagerfestival, für das kein Geringerer als Schlagerstar Patrick Lindner zugesagt hatte. Dem persönlichen Kontakt zu Ulf Imort war es zu verdanken, dass Lindner einem wiederholten Auftritt in Gievenbeck zustimmte. Zur Erinnerung: Bereits bei der großen Karnevals-Gala der KG Soffie von Gievenbeck sorgte Lindner für ausgelassene Stimmung.

„Die Planungen waren gut fortgeschritten“, sagt auch Sven Hosse in seiner Funktion als Vorstandsmitglied der Werbegemeinschaft. Es war ein entsprechendes Sicherheitskonzept erarbeitet worden. Auch hatte die Werbegemeinschaft Kontakt zum 1. FC Gievenbeck aufgenommen, der auf Grundlage eines Überlassungsvertrags mit der Stadt Münster für das Sportareal am Gievenbecker Weg verantwortlich zeichnet.

Zudem hatte Imort den Kontakt zum Ordnungsamt gesucht und aus diesem „durchaus positive Signale erhalten“, wie es der Vorsitzende der Gievenbecker Kaufleute vorsichtig formuliert. Eigentlich hatte man sich „auf einem guten Weg befunden“, schildert Kader Selmi aus dem Werbegemeinschafts-Vorstand seine Eindrücke.

Doch dann kam der Bescheid aus dem Sportamt. Dort heißt es unter anderem: „Gemäß den Regelungen (...) darf die Sportanlage nur für sportliche Zwecke genutzt werden.“ Und weiter: „Es handelt sich hier demnach nicht um eine sportliche Veranstaltung. Vielmehr dient die Veranstaltung Werbezwecken und ist kommerziell ausgerichtet.“

Ulf Imort fehlen die Worte

Ulf Imort und seinen Vorstandskollegen fehlen die Worte. „Ich kann das immer noch nicht nachvollziehen“, schüttelt der Vorsitzende den Kopf. Vor allem vor dem Hintergrund, dass man zunächst positive Signale aus dem Ordnungsamt bekommen habe, stößt bei ihm auf Unverständnis.

Auf Nachfrage erläuterte Sportamts-Chef Michael Willnath die Hintergründe: „Von dieser Veranstaltung haben wir eher zufällig erfahren. Notwendige Unterlagen lagen uns nicht vor.“ So habe das Sportamt beispielsweise keine Vorschläge zum Sicherheitskonzept erhalten. Nach späterer Rücksprache mit der Werbegemeinschaft habe man den entsprechenden Antrag negativ beschieden.

Als einen Grund führt Willnath an, dass „betreffende Fläche samt Stellplätzen zweckgebunden für den Sport“ sei. Als Ausgleichsfläche habe man den Veranstaltern vorgeschlagen, den Festplatz der Siedlergemeinschaft zwischen Möllmannsweg und Roxeler Straße zu nutzen.

Und was sagt das Ordnungsamt? „Da haben die Veranstalter wohl die Rechnung ohne den Wirt gemacht“, so Frank Ahlmann, im Fachamt unter anderem zuständig für Sicherheitskonzepte. Die Rahmenbedingungen hätten durchaus gestimmt, „aber wir betrachten da in erster Linie die Sicherheitsaspekte“. Er sei davon ausgegangen, dass bei einer solchen Veranstaltung auch die Eigentums-Fragen im Vorfeld geklärt worden seien.

Verzicht auf Ausgleichs-Honorar

Nun steht die Werbegemeinschaft mit leeren Händen da. Große Verluste schreibt man nicht, Patrick Lindner verzichtet auf ein Ausgleichs-Honorar, obgleich er an diesem Tag fest gebucht war. „Dank der freundschaftlichen Kontakte zu Ulf“, sagt Kader Selmi. Die von der Stadt angeführte Ausgleichsfläche käme laut Imort nicht in Frage: „Das kann man vergessen, sollte es regnen, würde sich das zu einer Schlammschlacht entwickeln. In Sachen „Schlagerfestival will die Werbegemeinschaft aber weiter am Ball bleiben. In welchem Umfang und welchem Standort, das sind Betsandteile weiterer Planungen.

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