Gedenken an die Opfer der Amokfahrt
Zusammenhalt nach Unfassbarem

Münster -

Die Amokfahrt eines psychisch Kranken versetzte vor einem Jahr eine ganze Stadt in einen Schockzustand. Vier Opfer ließen ob der Ereignisse dieses Tages ihr Leben. Die Gedenkfeiern, zu denen am Sonntag Hunderte zusammenkamen, waren auch ohne viel Pathos emotional bewegend.

Montag, 08.04.2019, 07:00 Uhr
Auch ein Jahr nach der Tat ist das Bedürfnis bei vielen Betroffenen von der Amokfahrt nach Trost und Zusammenhalt, wie hier in der Lamberti-Kirche, groß.
Auch ein Jahr nach der Tat ist das Bedürfnis bei vielen Betroffenen von der Amokfahrt nach Trost und Zusammenhalt, wie hier in der Lamberti-Kirche, groß. Foto: Matthias Ahlke

Als der Zug von 400 schweigenden Menschen aus St. Lamberti Richtung des Platzes vor dem Kiepenkerl schreitet, wird es still in der Stadt. Diejenigen, die in den Straßencafés sitzen oder gerade zufällig vorbeikommen, halten inne. Am Sonntag, dem 7. April 2019, wird den Opfern der Amokfahrt, die vor genau einem Jahr eine ganz Stadt erschütterte und bei der insgesamt fünf Menschen starben, mit einem ökumenischen Gottesdienst in St. Lamberti gedacht. Im Anschluss daran gehen die Besucher des Gottesdienstes gemeinsam zum Ort des Geschehens, an dem vor einem Jahr das Unfassbare geschah, um Blumen niederzulegen.

Gut eine Stunde zuvor steigt NRW-Innenminister Herbert Reul aus einer Limousine des Landes. Nur kurz währt sein Gespräch mit den Journalisten, die vor der Kirche auf ihn warten. Trotzdem gibt der Minister einen für einen Politiker ungewohnten Einblick in sein Seelenleben. Er sei „wieder unruhig“, so wie er es schon damals gewesen sei, sagt Reul, der vor einem Jahr noch am Abend der Amokfahrt nach Münster gekommen war. Er habe damals nicht gewusst, wie er mit der Tat habe umgehen sollen, gesteht Reul nun. Den Täter, der sich nach der Fahrt direkt selbst erschoss, bezeichnet der Minister als „Wahnsinnigen“. Reul wird an diesem Tag in Münster zudem von Justizminister Peter Biesenbach, Verkehrsminister Hendrik Wüst sowie dem Minister für Bundesangelegenheiten, Europa sowie Internationales, Dr. Stephan Holthoff-Pförtner, begleitet.

Um Punkt 14 Uhr beginnt der ökumenische Gottesdienst in St. Lamberti. Domkapitular Hans-Bernd Köppen stellt zunächst seine persönlichen Erinnerungen an den Tag voran, macht aber dann schnell mit Blick auf die Anwesenden klar, dass viele in der voll besetzten Kirche viel intensivere Erinnerungen an den Tag haben als er selbst.

Gedenken an die Opfer der Amokfahrt vom 7. April 2018

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  • Die Stadt Münster gedenkt am Sonntag mit einem ökumenischen Gottesdienst der Opfer der Amokfahrt vom 7. April 2018. Anschließend besteht die Gelegenheit zum Gedenken auf dem Platz vor den beiden „Kiepenkerl“-Gaststätten. Foto: Matthias Ahlke
  • Die Stadt Münster gedenkt am Sonntag mit einem ökumenischen Gottesdienst der Opfer der Amokfahrt vom 7. April 2018. Anschließend besteht die Gelegenheit zum Gedenken auf dem Platz vor den beiden „Kiepenkerl“-Gaststätten. Foto: Matthias Ahlke
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  • Die Stadt Münster gedenkt am Sonntag mit einem ökumenischen Gottesdienst der Opfer der Amokfahrt vom 7. April 2018. Anschließend besteht die Gelegenheit zum Gedenken auf dem Platz vor den beiden „Kiepenkerl“-Gaststätten. Foto: Matthias Ahlke
  • Die Stadt Münster gedenkt am Sonntag mit einem ökumenischen Gottesdienst der Opfer der Amokfahrt vom 7. April 2018. Anschließend besteht die Gelegenheit zum Gedenken auf dem Platz vor den beiden „Kiepenkerl“-Gaststätten. Foto: Matthias Ahlke
  • Die Stadt Münster gedenkt am Sonntag mit einem ökumenischen Gottesdienst der Opfer der Amokfahrt vom 7. April 2018. Anschließend besteht die Gelegenheit zum Gedenken auf dem Platz vor den beiden „Kiepenkerl“-Gaststätten. Foto: Matthias Ahlke
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  • Die Stadt Münster gedenkt am Sonntag mit einem ökumenischen Gottesdienst der Opfer der Amokfahrt vom 7. April 2018. Anschließend besteht die Gelegenheit zum Gedenken auf dem Platz vor den beiden „Kiepenkerl“-Gaststätten. Foto: Matthias Ahlke
  • Die Stadt Münster gedenkt am Sonntag mit einem ökumenischen Gottesdienst der Opfer der Amokfahrt vom 7. April 2018. Foto: Matthias Ahlke
  • Die Stadt Münster gedenkt in diesen Minuten mit einem ökumenischen Gottesdienst der Opfer der Amokfahrt vom 7. April 2018. Foto: Matthias Ahlke
  • Die Stadt Münster gedenkt in diesen Minuten mit einem ökumenischen Gottesdienst der Opfer der Amokfahrt vom 7. April 2018. Foto: Matthias Ahlke
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  • Die Stadt Münster gedenkt in diesen Minuten mit einem ökumenischen Gottesdienst der Opfer der Amokfahrt vom 7. April 2018. Foto: Matthias Ahlke
  • Die Stadt Münster gedenkt in diesen Minuten mit einem ökumenischen Gottesdienst der Opfer der Amokfahrt vom 7. April 2018. Foto: Matthias Ahlke
  • Die Stadt Münster gedenkt in diesen Minuten mit einem ökumenischen Gottesdienst der Opfer der Amokfahrt vom 7. April 2018. Foto: Matthias Ahlke
  • Die Stadt Münster gedenkt in diesen Minuten mit einem ökumenischen Gottesdienst der Opfer der Amokfahrt vom 7. April 2018. Foto: Matthias Ahlke
  • Die Stadt Münster gedenkt in diesen Minuten mit einem ökumenischen Gottesdienst der Opfer der Amokfahrt vom 7. April 2018. Foto: Matthias Ahlke
  • Die Stadt Münster gedenkt in diesen Minuten mit einem ökumenischen Gottesdienst der Opfer der Amokfahrt vom 7. April 2018. Foto: Matthias Ahlke
  • Die Stadt Münster gedenkt am Sonntag mit einem ökumenischen Gottesdienst der Opfer der Amokfahrt vom 7. April 2018. Foto: Matthias Ahlke
  • Die Stadt Münster gedenkt am Sonntag mit einem ökumenischen Gottesdienst der Opfer der Amokfahrt vom 7. April 2018. Foto: Matthias Ahlke
  • Die Stadt Münster gedenkt am Sonntag mit einem ökumenischen Gottesdienst der Opfer der Amokfahrt vom 7. April 2018. Foto: Matthias Ahlke
  • Die Stadt Münster gedenkt in diesen Minuten mit einem ökumenischen Gottesdienst der Opfer der Amokfahrt vom 7. April 2018. Foto: Matthias Ahlke
  • Die Stadt Münster gedenkt am Sonntag mit einem ökumenischen Gottesdienst der Opfer der Amokfahrt vom 7. April 2018. Foto: Matthias Ahlke
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  • Die Stadt Münster gedenkt am Sonntag mit einem ökumenischen Gottesdienst der Opfer der Amokfahrt vom 7. April 2018. Foto: Matthias Ahlke
  • Die Stadt Münster gedenkt am Sonntag mit einem ökumenischen Gottesdienst der Opfer der Amokfahrt vom 7. April 2018. Foto: Matthias Ahlke
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  • Die Stadt Münster gedenkt am Sonntag mit einem ökumenischen Gottesdienst der Opfer der Amokfahrt vom 7. April 2018. Anschließend besteht die Gelegenheit zum Gedenken auf dem Platz vor den beiden „Kiepenkerl“-Gaststätten. Foto: Matthias Ahlke
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  • Die Stadt Münster gedenkt am Sonntag mit einem ökumenischen Gottesdienst der Opfer der Amokfahrt vom 7. April 2018. Anschließend besteht die Gelegenheit zum Gedenken auf dem Platz vor den beiden „Kiepenkerl“-Gaststätten. Foto: Matthias Ahlke
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  • Die Stadt Münster gedenkt am Sonntag mit einem ökumenischen Gottesdienst der Opfer der Amokfahrt vom 7. April 2018. Anschließend besteht die Gelegenheit zum Gedenken auf dem Platz vor den beiden „Kiepenkerl“-Gaststätten. Foto: Matthias Ahlke
  • Die Stadt Münster gedenkt am Sonntag mit einem ökumenischen Gottesdienst der Opfer der Amokfahrt vom 7. April 2018. Anschließend besteht die Gelegenheit zum Gedenken auf dem Platz vor den beiden „Kiepenkerl“-Gaststätten. Foto: Matthias Ahlke
  • Die Stadt Münster gedenkt am Sonntag mit einem ökumenischen Gottesdienst der Opfer der Amokfahrt vom 7. April 2018. Anschließend besteht die Gelegenheit zum Gedenken auf dem Platz vor den beiden „Kiepenkerl“-Gaststätten. Foto: Matthias Ahlke
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  • Die Stadt Münster gedenkt am Sonntag mit einem ökumenischen Gottesdienst der Opfer der Amokfahrt vom 7. April 2018. Anschließend besteht die Gelegenheit zum Gedenken auf dem Platz vor den beiden „Kiepenkerl“-Gaststätten. Foto: Matthias Ahlke
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  • Die Stadt Münster gedenkt am Sonntag mit einem ökumenischen Gottesdienst der Opfer der Amokfahrt vom 7. April 2018. Anschließend besteht die Gelegenheit zum Gedenken auf dem Platz vor den beiden „Kiepenkerl“-Gaststätten. Foto: Matthias Ahlke
  • Die Stadt Münster gedenkt am Sonntag mit einem ökumenischen Gottesdienst der Opfer der Amokfahrt vom 7. April 2018. Anschließend besteht die Gelegenheit zum Gedenken auf dem Platz vor den beiden „Kiepenkerl“-Gaststätten. Foto: Matthias Ahlke
  • Die Stadt Münster gedenkt am Sonntag mit einem ökumenischen Gottesdienst der Opfer der Amokfahrt vom 7. April 2018. Anschließend besteht die Gelegenheit zum Gedenken auf dem Platz vor den beiden „Kiepenkerl“-Gaststätten. Foto: Matthias Ahlke
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Der Täter bleibt unerwähnt

In dem würdigen Rahmen in St. Lamberti betont die evangelische Pastorin Ulrike Krüger, dass es nicht darum gehen dürfe, dass Leid der Betroffenen zu verharmlosen oder religiös zu verklären. Die Fürbitten für die vier verstorbenen Opfer der Amokfahrt halten Regierungspräsidentin Dorothee Feller und Oberbürgermeister Markus Lewe. Vier Kerzen sind für die vier Opfer auf dem Altar aufgereiht, der Täter bleibt unerwähnt.

Reul: die Plätze des Lebens nicht entreißen lassen

NRW-Innenminister Herbert Reul wird von Domkapitular Köppen gebeten, noch in der Kirche das Wort zu ergreifen. Reul folgt. Als er vor einem Jahr am Krankenbett seiner Schwester von der Tat erfahren habe, sei das der Anruf gewesen, „den ich immer befürchtet habe“, sagt der Minister. Trauer und Sorge habe in der Stadt geherrscht, umso dankbarer sei er nun für diesen Gedenkgottesdienst, aber auch dafür, dass Münster wieder die Stadt sei, die sie vor der Tat war. Es gehe darum, ein Zeichen zu setzen, auch dafür, dass man sich die Plätze des Lebens nicht entreißen lasse, sagt Reul.

In den ersten Reihen von St. Lamberti sitzen Menschen, die einen geliebten Angehörigen verloren haben, die selber seelisch oder auch körperlich verletzt wurden. Einige von ihnen weinen bitterlich.

Tränen am Kiepenkerl

Doch wenig später, am Platz vor dem Kiepenkerl, platzt es auch aus vielen heraus, die nicht direkt von der Amokfahrt betroffen sind. Spätestens als der Münsteraner Bernard Lammerding auf seiner Gitarre John Lennons „Imagine“ anstimmt, kämpft nicht nur Oberbürgermeister Markus Lewe sichtlich mit den Tränen.

„Die Familie des niederländischen Opfers hat sich das Lied gewünscht“, erzählt Lammerding unserer Zeitung. Der Musiker hatte die Schwester des später verstorbenen Niederländers kennengelernt, als er selbst nach der Amokfahrt zum Trauern an den Kiepenkerl kam. Er fasst den Plan, Musik für die Opfer der Ereignisse zu machen. In der Folge entsteht eine enge Verbindung mit der Familie aus den Niederlanden. Lammerding spielt auch auf der Gedenkfeier im Nachbarland.

Bernard Lammerding musizierte beim Gedenken an die Amokfahrt vor dem Kiepenkerl.

Bernard Lammerding musizierte beim Gedenken an die Amokfahrt vor dem Kiepenkerl. Foto: Matthias Ahlke

In St. Lamberti stimmt Lammerding die spanische Romanze während des Gedenkens an die Opfer an. Nach „Imagine“ am Kiepenkerl endet sein Part – doch plötzlich wird er gebeten, noch „Hallelujah“ in der Version von Jeff Buckley zu spielen. Vielleicht eine Minute dauert es, bis einige leise und doch gut hörbar mitsingen. Als das Lied verstummt, reibt sich Innenminister Reul lange die Tränen aus seinen Augen. Wenig später bedankt er sich bei Lammerding: „Das haben Sie toll gemacht.“

Kommentar: Kleiner Schritt

Der Tag des Gedenkens, ein Jahr nach der Amokfahrt in Münster, wird die Wunden von damals nicht heilen. Vielleicht sind sie bei einigen niemals ganz zu heilen. Innerhalb von Sekunden wurde ihr Leben auf den Kopf gestellt. Manchem sind beim Niederlegen der Blumen am Kiepenkerl noch die körperlichen Folgen anzusehen.Und dennoch ist dieses Gedenken keineswegs vergebens. Gerade weil sowohl das Land als auch die Geistlichen in Münster einen Rahmen gefunden haben, der ohne viele große Worte und Pathos, dafür aber mit einer Menge Menschlichkeit auskam. Das ist bemerkenswert und hoffentlich für die Angehörigen der Opfer zumindest ein kleiner Schritt aus der Trauer. (Björn Meyer)

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