Nach Plakat-Aktion
Jäger erstatten Anzeige

Münster -

Zur Jahresversammlung der Kreisjägerschaft Münster haben Tierschützer am Freitagabend (5.4.) vor der Mensa am Coesfelder Kreuz Plakate angebracht, die zu Straftaten gegen Jäger auffordern - gegen diese Aktion wehrt sich der Verband. 

Montag, 08.04.2019, 18:00 Uhr
Radikale Tierschützer klebten vor der Mensa am Coesfelder Kreuz, wo die Kreisjägerschaft Münster getagt hat, Plakate. 
Radikale Tierschützer klebten vor der Mensa am Coesfelder Kreuz, wo die Kreisjägerschaft Münster getagt hat, Plakate.  Foto: Claus Röttig

Die Kreisjägerschaft Münster, die sich in der Mensa am Coesfelder Kreuz mit rund 160 Teilnehmern zur Jahreshauptversammlung traf , will jetzt bei der Polizei Anzeige erstatten: Radikale Tierschützer hatten am Freitagabend an der Bushaltestelle vor der Mensa Plakate angebracht. Sie forderten unter anderem dazu auf, Hochsitze der Jäger anzusägen, und äußerten sich abfällig über die Jagd.

Das bestätigt am Montag der Vorsitzende der Kreisjägerschaft, Philip Schulze Buschhoff. Er fügte hinzu, dass die Jäger offen seien für Diskussionen und Meinungsäußerungen. Sie wehrten sich aber gegen ein radikales Vorgehen, das die Menschen verunsichere und womöglich Menschenleben riskiere, wenn jemand aus drei Metern Höhe abstürzt, betont der 53-Jährige. Die Plakate seien eine Aufforderung zu einer Straftat.

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Eines der Plakate zeigt einen angesägten Hochsitz. Foto: privat

Philip Schulze Buschhoff geht seit 38 Jahren zur Jagd und ist seit zwei Jahren Vorsitzender der Kreisjägerschaft Münster mit ihren rund 1100 Mitgliedern. Insgesamt habe sich die Jagd in den letzten 30 Jahren auch deutlich verändert, so der Handorfer. „Wer heute den Naturschutz richtig versteht, der weiß, dass jede Kompetenz einbezogen werden muss.“

Der Vorsitzende verweist in diesem Zusammenhang auf die gute Zusammenarbeit in Münster mit dem Naturschutzbund und den Landwirten. Um aber bei bestimmten Wildarten ein Gleichgewicht zu erhalten, müsse eingegriffen werden. Viel Unkenntnis führten seiner Meinung nach zu solchen radikalen Protesten wie am vergangenen Freitag.

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