Studenten sollen 2022 einziehen können
Projekt Leoland geht in die zweite Runde

Münster -

Leoland soll der Neubau auf dem Gelände der alten Eissporthalle heißen. Ein erstes Konzept scheiterte, weil eine Einigung mit dem Betreiber der Burger-King-Filiale nicht zu erzielen war. Jetzt wird das Leoland um den Burger-King herum gebaut.

Donnerstag, 11.04.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 11.04.2019, 15:36 Uhr
Hier soll der Wohnkomplex Leoland bis 2022 gebaut werden. Die Burger-King-Filiale rechts im Bild bleibt erhalten.
Hier soll der Wohnkomplex Leoland bis 2022 gebaut werden. Die Burger-King-Filiale rechts im Bild bleibt erhalten. Foto: Matthias Ahlke

2013 wurde das Aus für die Eissporthalle bekannt, seit 2014 wird darüber diskutiert, dass der Unternehmer Heijo Bierbaum unter dem Titel „Leoland“ auf dem Grundstück ein Studentenwohnheim bauen möchte.

Jetzt arbeitet Bierbaum mit dem Immobilienunternehmen Ten Brinke zusammen. Und dessen Mitarbeiter Sven Klagge verkündete bei einer Bürgerversammlung am Dienstagabend, dass vermutlich im Jahr 2022 – also acht Jahre nach Beginn der Planung – die ersten Studenten im Leoland einziehen können.

Durch eine Tiefgarage verbunden

Anlass für die von der Stadt Münster veranstaltete Bürgerversammlung war der Umstand, dass der Bebauungsplan ein weiteres Mal geändert werden muss. Und das wiederum hängt damit zusammen, dass bei den bisherigen Planungen die Burger-King-Filiale auf dem Grundstück an der Steinfurter Straße Teil der Leoland-Planung waren. Da beide Seiten aber keine Einigung über das gemeinsame Projekt erzielen konnten, bleibt das Schnellrestaurant in der bisherigen Form bestehen, und das Leoland wird drum herum gebaut. Da der Burger King rund um die Uhr geöffnet sein darf, spielt Lärmschutz eine wichtige Rolle.

Das neue Konzept sieht drei Gebäude mit insgesamt 350 kleinen Wohnungen vor. Unterirdisch sind die Gebäude durch eine Tiefgarage verbunden, im Erdgeschoss sind Büros und Dienstleistungsflächen vorgesehen.

Eines der drei Gebäude wird nach der Fertigstellung als klassisches Studentenwohnheim geführt, zwei Gebäude werden, so Klagge, als Appartementhäuser geführt und richten sich an den freien Mietermarkt.

Anwohner in Sorge

Andreas Kurz vom Stadtplanungsamt wies bei der Versammlung darauf hin, dass bei einem – möglichen – Fortzug der Burger-King-Filiale die Möglichkeit bestehe, auf dem Gelände der alten Eislaufbahn ein viertes Wohngebäude zu platzieren.

Die Fragen der Anwohner bei der Bürgerversammlung konzentrierten sich auf das Thema Parken. Rund 130 Stellplätze sind für die 350 Appartements geplant, was zu kritischen Nachfragen führte. Sven Klagge als Vertreter des Investors hält die Zahl für ausreichend, weil ein zunehmend geringerer Anteil an Studierenden über ein Auto verfüge.

Von Anwohnern wurde indes die Sorge geäußert, dass das Projekt Leoland (als Zweitwohnung) für Bedienstete der Hochschulen oder des Uni-Klinikums interessant sein könnte, zumal für solche, die nur tageweise in Münster tätig seien. Der Standort sei wegen der direkten Verbindung zum Autobahnkreuz Münster-Nord ideal.

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