Nicht schuldfähig
Geiselnahme in Sporthalle: Beschuldigter soll in Psychiatrie

Lengerich -

Nach einer Geiselnahme in einer Sporthalle in Lengerich hat die Staatsanwaltschaft Münster die Unterbringung des Beschuldigten in der Psychiatrie beantragt. 

Dienstag, 07.05.2019, 14:45 Uhr aktualisiert: 07.05.2019, 14:57 Uhr
Nicht schuldfähig: Geiselnahme in Sporthalle: Beschuldigter soll in Psychiatrie
Mit einem Großaufgebot war die Polizei an einer Sporthalle in Lengerich vor Ort. Foto: Jens Keblat

Die Geiselnahme in der Zweifach-Sporthalle an der Bahnhofstraße in Lengerich hat ein juristisches Nachspiel. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft war der beschuldigte 25-Jährige zur Tatzeit nicht schuldfähig, wie Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt am Dienstag erklärte.

Wegen einer langjährigen psychischen Erkrankung sei der Mann mit Halluzinationen für die Allgemeinheit gefährlich, wie ein Gutachter festgestellt habe. Der 25-Jährige hatte am 7. Januar 2019 zwei Übungsleiterinnen und 43 Kinder im Alter zwischen 11 bis 18 Jahren in seine Gewalt gebracht. Dabei hatte er damit gedroht, die Halle in die Luft zu sprengen und Geiseln zu töten.

Großeinsatz: Geiselnahme in Sporthalle

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  • Am frühen Montagabend hat ein 25-jähriger Mann aus dem Kreis Steinfurt die Sporthalle in Lengerich betreten.

    Foto: Jens Keblat
  • Dort bedrohte er eine etwa 40-köpfige Übungsgruppe mit dem Zünden einer Bombe, teilte die Polizei mit.

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  • Der Mann hat die Kinder dann nach und nach gehen lassen.

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  • Kurze Zeit später ließ er auch die beiden Betreuerinnen der Kindergruppe frei.

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  • Kräfte eines Spezialeinsatzkommandos konnten den Mann noch in der Sporthalle festnehmen.

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  • Bei der Geiselnahme wurde nach Informationen der Polizei niemand verletzt.

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  • Die betroffenen Kinder wurden nach ihrer Freilassung betreut.

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  • Die Polizei geht aktuell von einem Einzeltäter aus.

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  • Gerüchte, dass es noch einen zweiten Täter geben könnte, bestätigten sich somit nicht.

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  • Die Bahnhofstraße war für die Zeit der Spurensicherung gesperrt.

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Der Beschuldigte habe den Tatvorwurf in einer polizeilichen Vernehmung eingeräumt, berichtet die Staatsanwaltschaft. Er habe angegeben, dass er dabei durch akustische Halluzinationen „fremdbestimmt“ gewesen sei und zu keinem Zeitpunkt beabsichtigt habe, jemandem einen Schaden zuzufügen.  

Über den Antrag auf Sicherungsverwahrung muss jetzt das Landgericht Münster entscheiden.

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