Ab Herbst Flüge in die Österreichische Hauptstadt
Lauda verbreitet Wiener Optimismus am FMO

Greven -

Die Flug-Branche ist auf Konsolidierung-Kurs - Pleiten wie die der Germania zeugen davon. Die österreichische Airline Lauda aber blickt selbstbewusst in die Zukunft. Am Donnerstag war Geschäftsführer Andreas Gruber am FMO zu Gast - und sprach über kommende Projekte.

Donnerstag, 09.05.2019, 19:30 Uhr aktualisiert: 09.05.2019, 19:43 Uhr
Andreas Gruber ist Geschäftsführer der Fluggesellschaft Lauda. Am Donnerstag stellte er sich am FMO vor und traf auf FMO-Sprecher Andrés Heinemann (links) und FMO-Geschäftsführer Rainer Schwarz (rechts).
Andreas Gruber ist Geschäftsführer der Fluggesellschaft Lauda. Am Donnerstag stellte er sich am FMO vor und traf auf FMO-Sprecher Andrés Heinemann (links) und FMO-Geschäftsführer Rainer Schwarz (rechts). Foto: Gunnar A. Pier

Wenn der Chef einer Fluggesellschaft die Reise zu einem Flughafen „eher kompliziert“ findet, stimmt offensichtlich etwas nicht. Es gibt eben keine Flugverbindung zwischen Wien und dem Flughafen Münster/Osnabrück, deshalb musste Lauda-Geschäftsführer An­dreas Gruber am Donnerstag den Umweg über Düsseldorf nehmen, um nach Greven zu kommen. Aber – und da schließt sich der Kreis – er kam ja, um für die künftigen Wien-Flüge zu werben.

Als die Airline Germania, einst gefeierter Hoffnungsbringer des FMO , im Februar Konkurs anmeldete und den Flugbetrieb einstellte, traf das den Grevener Flughafen hart. Doch schon innerhalb kurzer Zeit sprangen andere Anbieter in die Bresche und übernahmen weggefallene Flugverbindungen. Darunter Lauda .

Zehn mal pro Woche nach Mallorca

Die österreichische Billig-Fluglinie ist ihrerseits bereits durch manche wirtschaftliche Schlechtwetterfront getrudelt, befindet sich aber derzeit auch dank des 75-Prozent-Engagements von Branchenriese Ryan Air im stabilen Steigflug. Die Wachstumszahlen sind gigantisch – davon profitiert auch der FMO.

Der FMO-Sommerflugplan 2019

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  • Diese Flugziele werden im Sommer 2019 vom FMO bedient:

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  • 1. Adana, Türkei (Sun Express, Corendon)

    Die fünftgrößte Stadt der Türkei nahe der Mittelmeerküste liegt etwa 160 Kilometer von der türkischen Grenze entfernt.

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  • 2. Antalya, Türkei (Sun Express, Corendon)

    Der Hauptort der „Türkischen Riviera”, die für ihre langen Sandstrände bekannt ist, hat selbst eine Steilküste.

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  • 3. Burgas, Bulgarien (Bulgarian Air Charter)

    Die Hafenstadt am Schwarzen Meer ist das Zentrum des gesamten Südostens von Bulgarien.

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  • 4. Frankfurt am Main, Deutschland (Lufthansa)

    Das deutsche Drehkreuz im internationalen Flugverkehr.

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  • 5. Fuerteventura, Spanien (Corendon)

    Auf der zweitgrößten Kanarischen Insel ist es ganzjährig warm und es weht stets ein kühlender Wind.

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  • 6. Gran Canaria, Spanien (Corendon)

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  • 7. Heraklion, Griechenland (Corendon)

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  • 8. Hurghada, Ägypten (Corendon und Fly Egypt)

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  • 9. Istanbul (Flughafen Sabiha Gökcen, SAW), Türkei (Pegasus)

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  • 10. Izmir, Türkei (Sun Express, Corendon)

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  • 11. Kayseri, Türkei (Sun Express)

    Das Zentrum Kappadokiens liegt in der Nähe des Nationalparks Göreme.

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  • 12. Kos, Griechenland (Corendon)

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  • 13. München, Deutschland (Lufthansa)

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  • 14. Palma de Mallorca, Spanien (Eurowings, Laudamotion)

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  • 15. Rhodos, Griechenland (Corendon)

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  • 16. Stuttgart, Deutschland (AIS Airlines)

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  • 17. Teneriffa, Spanien (Corendon)

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  • 18. Varna, Bulgarien (Bulgarian Air Charter)

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  • Wien: Vorfreude auf den Winter. Ab Oktober wird es möglich sein, die österreichische Hauptstadt von Greven aus direkt anzufliegen. 

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„Wir haben hier die Gelegenheit genutzt und schnell reagiert“, erklärte Lauda-Chef Gruber am Donnerstag. Als Germania ging, kamen die Österreicher. In diesem Sommer fliegen sie zehn mal pro Woche nach Mallorca und rechnen mit 45 000 Passagieren. Damit ist Lauda nach Angaben von FMO-Geschäftsführer Rainer Schwarz die fünftgrößte Airline in Greven.

Wien im Winterflugplan

„Ein Highlight“ aber sei Wien. „Das ist die mit Abstand am meisten nachgefragte Destination“, erklärte Schwarz und verwies auf Geschäftsreisende, für die Wien das Tor zu Osteuropa sei.

Bald wird es was: Ab dem Winterflugplan fliegt Lauda vier mal pro Woche nach Wien und zurück. Die Experten kalkulieren mit 55 000 Passagieren.

In die Zukunft blickt Lauda-Geschäftsführer Gruber übrigens auffallend optimistisch. „Es wird weitere Konsolidierungen geben“, ist er sicher. Aber Probleme sieht er nur bei Mitbewerbern. Dass es ohne Kapitalgeber Ryan Air schwer wäre, räumt er ein – bevor er die komplizierte Rückreise antritt.

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