Knights of the Island
Münsteraner starten bei Rallye durch Großbritannien

Münster -

Erst war es eine fixe Idee, dann kauften sich Chris Brinkhaus und Christian Wasmuth einen alten BMW als Rallyefahrzeug. Mit dem wollen sie nun Spenden sammeln für eine münsterische Einrichtung – mit einer Fahrt durch Großbritannien.

Sonntag, 12.05.2019, 12:00 Uhr aktualisiert: 12.05.2019, 12:18 Uhr
Kurz vor der Abfahrt nach Brüssel und dem Start in die britischen Weiten zwängten sich Christian Wasmuth (l.) und Chris Brinkhaus noch einmal in ihrer Heimat Münster aus dem Fenster ihres neuen Rallye-Fahrzeugs, mit dem sie vom 11. bis 20. Mai bei „Knights of the Island“ unterwegs sein werden.
Kurz vor der Abfahrt nach Brüssel und dem Start in die britischen Weiten zwängten sich Christian Wasmuth (l.) und Chris Brinkhaus noch einmal in ihrer Heimat Münster aus dem Fenster ihres neuen Rallye-Fahrzeugs, mit dem sie vom 11. bis 20. Mai bei „Knights of the Island“ unterwegs sein werden. Foto: Björn Meyer

Den Plan, bei der 3500 Kilometer langen Rallye „Knights of the Island“ mitzufahren, hegen Chris Brinkhaus und Christian Wasmuth schon länger. Die Vorbereitungen stockten allerdings. „Den Wagen haben wir acht Tage vor dem Start gekauft“, sagt der 43-jährige Brinkhaus. Gerade noch rechtzeitig, denn am Samstag ging es für die beiden ins belgische Brüssel - nicht ohne ein letztes Hindernis: Ein gebrochener Stoßdämpfer bei ihrem Wagen, den sie „Sir Reinhardt” getauft haben, verzögerte die Abfahrt.

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Von Brüssel aus startet die Rundfahrt, die nach der Überfahrt durch England, Wales und Schottland führen wird. Zum Spaß – vor allem aber für den guten Zweck.

„Man kann bei uns Kilometerpatenschaften übernehmen“, erklärt der 41-jährige Wasmuth, in Münster bekannt als einer der Betreiber der Hafenarena und des Oktoberfests. 50 Cent je Spende gehen an das Rallye-Team. Der Rest kommt der Aktion des St.-Franziskus-Hospitals „Mehr Raum für Nähe“ zugute, mit der die Einrichtung für die Sanierung ihrer Kinderstation wirbt. Für Brinkhaus ein ganz besonderer Ort, immerhin sind hier zwei seiner drei Kinder geboren. Bereits vor der Rundfahrt hatten die beiden durch Sponsorenakquise 2000 Euro gesammelt.

Nicht schneller als 80 km/h

An den Start gehen die beiden Münsteraner mit einer 7er-BMW als Team Hakuna Matata, was übersetzt so viel wie „es gibt keine Schwierigkeiten“ heißt. Ein augenzwinkerndes Bekenntnis, denn die Suche nach einem Auto war eigentlich gar nicht so einfach, was auch an der Bedingung lag, dass das Fahrzeug mindestens 20 Jahre alt sein musste. „Bei seriösen Händlern findet man solche Autos nicht und wir beide haben absolut keine Ahnung davon“, gesteht Wasmuth.

Die Rettung war ein befreundeter Kfz-Mechaniker. Er spürte den Wagen auf und handelte den Preis herunter. „Unser neuer bester Freund“, sagt Wasmuth mit einem Lächeln. Dennoch gilt es mit Kleinigkeiten zu leben. „Die Beifahrertür geht nicht auf und wenn man nach links lenkt, knallt es schon mal laut“, sagt Brinkhaus und fügt grinsend an: „Aber wenn man Bescheid weiß, ist der Wagen top. Nur schneller als 80 sollte man nicht damit fahren“. Übrigens, den CO-Ausstoß gilt es für die beiden Hobbyfahrer finanziell zu kompensieren.

Mit Zelten punkten

Schnell zu fahren ist für das Duo nicht notwendig, denn bei der Rallye kommt es weniger auf Geschwindigkeit, denn auf Punkte an, die sich durch alles Mögliche verdienen lassen. Neben Aufgaben, die es auf der Strecke zu bewältigen gilt, gibt es Sonderpunkte für das beste Auto oder das beste Outfit der Fahrer. Die beiden Münsteraner wollen vor allem mit ihren Zelten punkten, denn wer wild campt, wird gegenüber denen, die im Hotel oder im Wagen schlafen, ebenfalls belohnt.

Einige Nächte soll es aber doch in ein Hostel gehen. „Einmal, weil wir ja auch mal duschen müssen“, so Brinkhaus, aber auch, weil es gilt, die Akkus von Kamera und Drohne aufzuladen. Denn Brinkhaus, Inhaber der Produktionsfirma „B-Productive“ will als erfahrener Kameramann einen Film von der Rundfahrt drehen. Jeder Spender soll dabei einen Platz im Abspann erhalten. Ansonsten haben die beiden möglichst wenig geplant, wollen lieber spontan agieren: Hakuna Matata.  

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Mehr Infos unter:  team-hakunamatata.de

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