Verkehrs-Studie
Staus rauben Autofahrern jeden Tag viel Zeit

Münster -

Der zunehmende Autoverkehr ist in vielen deutschen Städten ein Problem. In Münster wird längst offen über einen drohenden Verkehrskollaps diskutiert. Der Kartenhersteller Tomtom hat jetzt Zahlen zur Verkehrsbelastung vorgelegt.

Dienstag, 04.06.2019, 19:30 Uhr aktualisiert: 05.06.2019, 08:09 Uhr
Kein seltenes Bild:  Eine mehrere Hundert Meter lange Autoschlange hat sich am Stadtgraben im Feierabendverkehr gebildet.
Kein seltenes Bild:  Eine mehrere Hundert Meter lange Autoschlange hat sich am Stadtgraben im Feierabendverkehr gebildet. Foto: Matthias Ahlke

Ohne Autobahn gerechnet liegt der sogenannte Staulevel in Münster demnach bei 26 Prozent. Das bedeutet, im Durchschnitt dauert jede Fahrt in Münster aufgrund sich stauenden Verkehrs 26 Prozent länger als sie bei flüssigem Verkehr dauern würde.

Morgens liegt der Staulevel in Münster bei 38 Prozent, abends sogar bei 41 Prozent. Die meiste Zeit verlieren die Münsteraner demnach mittwochs und donnerstags im Verkehr. Der Tag mit dem höchsten Staulevel war im vergangenen Jahr der 25. April (54 Prozent). Der Tag mit dem geringsten Staulevel war der erste Weihnachtsfeiertag (zwei Prozent).

Besonders schwer haben es Autofahrer laut den von Tomtom erhobenen Daten im Berufsverkehr demnach vor allem in Stuttgart und Frankfurt. Den höchsten Staulevel über den gesamten Tag erreicht Hamburg mit 35 Prozent.

Die Stadtwerke Münster weisen in diesem Zusammenhang drauf hin, dass im Jahresdurchschnitt 13 Prozent aller Busse in Münster mehr als fünf Minuten Verspätung haben. Der bei weitem überwiegende Grund sei der Stau auf den Straßen. Darauf lässt auch ein Jahreszeitenvergleich schließen. Im Sommer sind nur sieben Prozent aller Busse von einer solchen Verspätung betroffen, im Winter sind es 18 Prozent.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6666821?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F87%2F3862662%2F
„Jetzt kann Weihnachten beginnen“
Zwischen den stimmungsvoll beleuchteten Prinzipalmarkthäusern versammelten sich am Sonntagabend Tausende, um gemeinsam internationale Weihnachtslieder zu singen, die David Rauterberg (kleines Bild) auf der Bühne anstimmte.
Nachrichten-Ticker