Rund 10.000 Besucher beim Pfingstevent in Kalkriese
Römer und Germanen friedlich vereint

Bramsche-Kalkriese -

Das Pfingstwochenende stand im Museum und Park Kalkriese ganz im Zeichen der Römer und Germanen. Etwa 200 Darsteller gaben Einblicke in die Zeit der Antike. Rund 10.000 Besucher sahen Reiter- und Kampfvorführungen und warfen einen Blick in die verschiedenen Lager.

Dienstag, 11.06.2019, 06:10 Uhr aktualisiert: 11.06.2019, 07:15 Uhr
Wir bilden eine Schildkröte... Mitmachaktionen waren bei den Römer- und Germanentagen Trumpf. Diese Kinder belegten den Schnellkursus für kleine Legionäre.
Wir bilden eine Schildkröte... Mitmachaktionen waren bei den Römer- und Germanentagen Trumpf. Diese Kinder belegten den Schnellkursus für kleine Legionäre. Foto: Frank Klausmeyer

Kilian Reimann studiert Management und Chemie. Doch einige Male im Jahr schlüpft er in die Rüstung eines Prätorianers. Jene berühmt-berüchtigten Elitesoldaten bildeten die Leibgarde der römischen Kaiser. Ihre Angehörigen waren der Kern der kaiserlichen Macht. Am Pfingstwochenende war Reimann nach Bramsche-Kalkriese zu den 14. Römer- und Germanentagen abkommandiert, wo er und etwa 200 andere Darsteller Einblicke in die Welt der Antike boten.

Am Ende der beiden Pfingsttage zählten Museum und Park Kalkriese nach Angaben von Sprecherin Sarah Müller rund 10.000 Besucher. „Wir sind erleichtert, dass das Wetter mitgespielt hat und die Veranstaltung reibungslos verlaufen ist,“ zog Dr. Joseph Rottmann, Geschäftsführer im Museum und Park Kalkriese, Bilanz. Von den Besuchern habe es viele positive Rückmeldungen gegeben.

Spektakuläre Kampfvorführungen

Sie alle bekamen spektakuläre Reiter- und Kampfvorführungen geboten, vor allem aber einen Eindruck vom Alltagsleben der Römer und Germanen vor rund 2000 Jahren. Im Mittelpunkt standen dabei Arbeit und Alltag, Handwerk und Handel sowie Genuss und Kultur in den ersten Jahrhunderten nach Christi Geburt.

Überalle gab es Mitmachaktionen, sei es beim Schnellkursus für kleine Legionäre oder beim Feuer machen ohne Streichhölzer. „Das wirkt alles so entschleunigt“, meinte Aaron (12) beim Rundgang durch das Römer- und das Germanenlager.

Impressionen von den 14. Römer- und Germanentagen

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  • Am Pfingstwochenende boten rund 200 Darsteller Einblicke in die Welt der Antike boten.

    Foto: Hermann Pentermann
  • Bei den Römer- und Germanentagen in Museum und Park Kalkriese konnten die Besucher in das Leben vor rund 2000 Jahren eintauchen.

    Foto: Hermann Pentermann
  • Im Mittelpunkt standen dabei Arbeit und Alltag, Handwerk und Handel sowie Genuss und Kultur in den ersten Jahrhunderten nach Christi Geburt.

    Foto: Frank Klausmeyer
  • Aber auch Kampfvorführungen standen auf dem Programm.

    Foto: Frank Klausmeyer
  • Rund 10000 Besucher kamen am Wochenende nach Kalkriese.

    Foto: Frank Klausmeyer
  • Sehen Sie im Folgenden weitere Impressionen der Römer- und Germanentage in Kalkriese.

    Foto: Frank Klausmeyer
  • Impressionen von den Römer- und Germanentagen Foto: Frank Klausmeyer
  • Impressionen von den Römer- und Germanentagen Foto: Frank Klausmeyer
  • Impressionen von den Römer- und Germanentagen Foto: Frank Klausmeyer
  • Impressionen von den Römer- und Germanentagen Foto: Frank Klausmeyer
  • Impressionen von den Römer- und Germanentagen Foto: Frank Klausmeyer
  • Impressionen von den Römer- und Germanentagen Foto: Frank Klausmeyer
  • Impressionen von den Römer- und Germanentagen Foto: Frank Klausmeyer
  • Impressionen von den Römer- und Germanentagen Foto: Frank Klausmeyer
  • Impressionen von den Römer- und Germanentagen Foto: Frank Klausmeyer
  • Impressionen von den Römer- und Germanentagen Foto: Frank Klausmeyer
  • Impressionen von den Römer- und Germanentagen Foto: Frank Klausmeyer
  • Impressionen von den Römer- und Germanentagen Foto: Frank Klausmeyer
  • Impressionen von den Römer- und Germanentagen Foto: Frank Klausmeyer
  • Impressionen von den Römer- und Germanentagen Foto: Frank Klausmeyer
  • Impressionen von den Römer- und Germanentagen Foto: Frank Klausmeyer
  • Impressionen von den Römer- und Germanentagen Foto: Frank Klausmeyer
  • Impressionen von den Römer- und Germanentagen Foto: Frank Klausmeyer
  • Impressionen von den Römer- und Germanentagen Foto: Frank Klausmeyer
  • Impressionen von den Römer- und Germanentagen Foto: Frank Klausmeyer
  • Impressionen von den Römer- und Germanentagen Foto: Frank Klausmeyer
  • Impressionen von den Römer- und Germanentagen Foto: Frank Klausmeyer
  • Impressionen von den Römer- und Germanentagen Foto: Frank Klausmeyer
  • Impressionen von den Römer- und Germanentagen Foto: Frank Klausmeyer
  • Impressionen von den Römer- und Germanentagen Foto: Frank Klausmeyer
  • Impressionen von den Römer- und Germanentagen Foto: Frank Klausmeyer

Ein wenig verklärte das friedliche Miteinander der beiden Kulturen an Pfingsten natürlich das wirklich Leben damals, das nicht nur von harter Arbeit und Entbehrungen geprägt war, sondern allzu oft auch von blutigen Scharmützeln und Schlachten. Wer wollte, konnte sich darüber in der Dauerausstellung zur Varusschlacht als auch in der derzeit laufenden, beeindruckenden Sonderschau „Roms Legionen“ informieren.

Kaiserliche Garde gibt Unterricht

Oder sich aus erster Hand von Kilian Reimann und den anderen Männern seiner Cohors Praetoria unterrichten lassen. 15 Männer haben sich darin zusammengetan, die sich der römischen Geschichte und der Darstellung der kaiserlichen Garde verschrieben haben. „Das macht erstens Spaß und zweitens ist es die Leidenschaft an der Geschichte“, sagt der 25-Jährige zu seiner Motivation für diese besonderen Zeltlager.

Reimann ist bislang erst ein halbes Dutzend Mal bei Veranstaltungen wie in Kalkriese dabei gewesen. Er dient noch als Munifex, das ist ein einfacher Soldat.

Bei so viel historischer Begeisterung fragt sich der „einfache“ Besucher dann doch, ob Reimann nicht die falsche Fächerwahl an der Uni getroffen hat. „Nein, nein“, sagt er lachend. „Archäologie ist kein Investitionsstudiengang.“

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