Zwischen Sinatra und Hippie-Idyll
Auftakt der „Grünflächenunterhaltung“

Münster -

Das Wetter war wie bestellt, und das musikalische Angebot irgendwo von Rock und Pop über 50er-Jahre-Schlager auf der Drehorgel bis zu Dudelsack-Klängen angesiedelt. Kein Wunder, dass es die Münsteraner am Samstag in Massen zur ersten „Grünflächenunterhaltung“ des Jahres auf die Promenade zog.

Sonntag, 23.06.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 23.06.2019, 18:14 Uhr
Bestes Wetter lud Massen von Besuchern auf die Promenade – ein breiter Musikmix sorgte dafür, dass sie dort verweilten.
Bestes Wetter lud Massen von Besuchern auf die Promenade – ein breiter Musikmix sorgte dafür, dass sie dort verweilten. Foto: Matthias Ahlke

Die Bäume an der Promenade bekamen am Samstag wieder jene akustischen Streicheleinheiten, die der Künstler Thomas Nufer ihnen nun schon seit 2007 verordnet – seit der Orkan Kyrill die Vegetation dort zerzauste und zerstörte. „Grün flächenunterhaltung“ hieß einmal mehr das Motto, und es waren so viele Musiker schienen wie noch nie: 160. Da das Wetter zum Flanieren einlud, war die Stimmung wieder wunderbar.

„Bäume können ja nicht Mozart von Roy Black unterscheiden“, witzelte ein gestandener Orchestermusiker im Seniorenalter, als ihm das therapeutische Motto der Grünflächenunterhaltung er klärt wurde. Ob das nun stimmt oder nicht: Gespielt wurde weder der eine noch der andere. Vielmehr gaben sich 78 Gruppen ungefähr vom Buddenturm bis zum Aasee die Ehre. Viele Pop- oder Rock-Oldies waren zu vernehmen, teils verstärkt, meist aber nicht.

Nahe des Zwingers sangen etwa die Gypsy Pirates „Summer Wine“ – und wo Nancy Sinatra und Lee Hazlewood in den 60er-Jahren geheimnisvoll flirteten, hörte man hier ein nettes Hippie-Idyll. Dieser Atmosphäre begegnete man immer wieder. Ein Stück weiter spielten die „Munster Men“ Irish Folk, der zur urigen Kulisse passte.

Grünflächenunterhaltung 2019, Teil I

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Standort inspirierte die Musik

Überhaupt schien bisweilen der Standort die Musik zu inspirieren. Nahe am Aasee drehte sich die Drehorgel von „De Eckpoahl-Band“ zum Willy-Schneider-Schlager der 50er-Jahre „Wenn das Wasser im Rhein goldner Wein wär“. Oder auch das Aasee-Wasser…

Und dies war nicht die einzige Kostprobe Wirtschaftswunder-Gemütlichkeit, wie nahe dem Buddenturm das „Senioren-Orchester“ bewies. Von ganz anderem Schlag aber war „Mister Jazzgitarre“ Corneille, der graubärtige Mann mit dem Strohhut, der ganz leise auf den Saiten seinem Vorbild Django Reinhardt huldigte.

Und wer sich kurz von der Promenade entfernt hatte, konnte am Lambertibrunnen dem „Moondogging“ lauschen, einer (Flurstücke-)Hommage an den blinden Kauz „Moondog“, der auf dem Zentralfriedhof begraben liegt. Wer aber auf der Promenade bis zur Unterführung gelangt war, wurde von den mächtigen Dudelsack-Klängen von Klaus Oestreich begrüßt. Nicht nur die barocke Eurovisions-Hymne hatte der drauf, sondern auch die „Ode an die Freude“, die auch als EU-Hymne firmiert. So vernahmen die Promenaden-Bäume also, wenn schon keinen Mozart, so doch „Highland-Bagpipe-Beethoven“.

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