Festlegung für die Bebauung des alte Osmo-Geländes
Auf 30 Prozent der Fläche entstehen Sozialwohnungen

Münster -

Insgesamt 670 Wohnungen sollen auf dem alten Osmo-Gelände am Hafen entstehen, 30 Prozent der Fläche als Sozialwohnungen. Darauf hat sich die Stadt mit den Investoren geeinigt.

Samstag, 06.07.2019, 16:00 Uhr aktualisiert: 06.07.2019, 16:32 Uhr
Auf dem alten Osmo-Gelände entstehen auch Sozialwohnungen. 
Auf dem alten Osmo-Gelände entstehen auch Sozialwohnungen.  Foto: Oliver Werner

Ob es Münsters ältestes Brachfläche ist, ist nicht bekannt. Das Osmo-Gelände ist auf jeden Fall Münsters bekannteste Brachfläche. Seit der Insolvenz des münsterischen Unternehmens Osmo im Jahre 2001 wird über eine Anschlussnutzung der Fläche am Stadthafen diskutiert, absehbar ist eine Bebauung aber noch nicht.

Die Stadtverwaltung Münster hat jetzt per Pressemitteilung verlauten lassen, dass der Planungsprozess für das „neue Stadtquartier Neuhafen“ voranschreite. Konkret geht es darum, dass auf dem Gelände zwischen der Schillerstraße „circa 670 Wohneinheiten sowie Büros und Hotel- oder Gastronomiebetriebe entstehen“ sollen. „Die Gespräche zwischen Planungsverwaltung und den beteiligten privaten Investoren befinden sich in der entscheidenden Phase“, heißt es weiter.

Vier Projekte geplant

Bekanntlich sind vier Projekte für das alte Osmo-Gelände in der Pipeline. Die Architekten Rainer M. Kresing und Andreas Deilmann wollen auf zwei separaten Grundstücken jeweils ein Wohnquartier entlang der Schillerstraße schaffen. Die Grundstücke an der Wasserkante gehören der LVM-Versicherung sowie dem Investor Josef Kuhr.

Nach Auskunft des Stadtbaurats Robin Denstorff wird die für Münster verbindliche Vorgabe der „Sozialgerechten Bodennutzung Münster“ auch am Hafen Anwendung finden. Das heißt, dass die Bauherrn 30 Prozent des zu schaffenden Wohnraums als Sozialwohnungen anbieten müssen.

Denstorff dazu: „Auf diese konstruktiven Ergebnisse können wir bei der anstehenden Vereinbarung des Rahmenvertrags aufbauen.“

Offenlegung des Bebauungsplanes

Wie das Presseamt weiter schreibt, wird die Stadtverwaltung „den politischen Gremien voraussichtlich nach den Sommerferien das mit den Investoren ausverhandelte Gesamtpaket (bestehend aus Rahmenvertrag und weiterentwickeltem städtebaulichem Konzept)  vorstellen und zur Entscheidung vorlegen“.

Sofern der Rat dem weiteren Verfahren zustimmt, soll dann die so genannte Offenlegung des Bebauungsplanes erfolgen. Ein neuer Bebauungsplan ist deshalb erforderlich, weil die bisherige Industriefläche ja künftig nicht mehr industriell genutzt werden soll.

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